md Sonderausgabe Küche
IM GESPRÄCH MIT
OLAF KITZIG
Mit seinem Team hat er über 200 Küchen gestaltet. Im Fokus eines jeden Projekts steht dabei immer die Balance zwischen Funktion, Ästhetik und Individualität. Was auch immer Kitzig entwirft, muss zu den Menschen und ihren individuellen Ansprüchen passen.
Am Anfang stehen viele Fragen, eine Art Bedarfsanalyse: Wo soll die Küche hin, wie ist sie ausgerichtet und wie viele Personen wohnen überhaupt im Haus? Wird gerne gekocht? Wie viel Wert legen die Menschen auf Ernährung? Und wie steht es mit Geselligkeit? Kitzig geht es um das „allgemeine Mindset“, das sich beim Kochen und folglich in der Raumgestaltung niederschlägt.
Da werden aus einer Frage gern 20 neue, sagt der Gestalter. Er fährt fort: „Wir planen maßgeschneiderte Küchen. Und zwar immer im Kontext“. Das geht nicht, ohne einen Draht zu Menschen zu haben. Sein Türöffner zu den Wünschen und Vorstellungen seiner Kunden ist eine Bitte: „Erzählen Sie mir doch mal, wie Ihre Traumküche aussehen würde“, lockt Kitzig, überzeugt, dass sich daraus alles andere ableiten lässt. Sein Masterplan setzt bei den Wünschen an und übersetzt sie in die Realität.
Wenn jemand meint, goldene Wasserhähne wären toll vor einer elfenbeinfarbenen Wand? „Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten“, gibt Kitzig zurück. Das höre sich erstmal schreiend an mit Gold, mit Elfenbein, „aber je nachdem, wo die Küche steht, beispielsweise in einem alten Landhaus in Schottland, kann das schon wieder sexy sein. Wenn das Gold nicht hochglanzpoliert ist, sondern wirkt wie antikes Messing, kann die Armatur richtig gut sein.“ Doch in erster Linie muss eine Küche funktionieren. Da gibt es kein Pardon.
NATÜRLICHE MATERIALIEN
Kitzig hat viele Trends kommen und gehen sehen. Doch Naturstein ist für ihn aus der modernen Kochwelt nicht mehr wegzudenken. Auch Holz feiere ein Comeback, wenn er nur an die letzte Mailänder Möbelmesse denke. „Holz kommt wieder. Definitiv. Und auch Semitransparenz ist weiter auf dem Vormarsch.“ Eine Villa in Frankfurt zeigt Kitzigs Ansatz, Naturstoffe in eine Symphonie einzubinden, ein begehbares Klangstück aus Holz, Leder, Leinen, Marmor und Naturstein. Das funktioniert über Kontrapunkte. „Holzoberflächen sorgen für ein wohnliches Ambiente, während raue Steinoberflächen eine entspannte Rustikalität vermitteln.“ Die Naturstein-Arbeitsplatte ist 6 cm stark. Um ihren monolithischen Charakter zu bewahren, wurden die Spülbecken aus einem Stück gefertigt. „Holz und Stein hingegen verleihen minimalistisch gestalteten Küchen Tiefe“, sagt der Interiordesigner, der auch gerne mal eine Kombination aus Marmor, Beton und Edelstahl einsetzt. Sofort springt die von Edelstahl gerahmte, fast raumhohe Marmorwand ins Auge. Für Kitzig geradezu ein Beweis seiner These der anregenden Kontraste. Die Küche ist 6,40 m hoch. Als Pendant dient ein kreisförmiges Glas am Boden, das den Blick auf den Weinkeller darunter lenkt. Der Weinkühlschrank, lange Inbegriff von Geschmack und Status, hat für ihn ausgedient. Entweder geht man in den Keller oder greift zum Weinschrank, der aber hermetisch geschlossen ist.
Der Planer weiß, dass es zu jedem Trend einen Gegentrend gibt. Aber eines ist für ihn sicher: Die Küche werde so lange Bestand haben, wie sie einen Platz bietet, in dem sich Menschen wohlfühlen. „Sie funktioniert als Lebensraum, weil wir auch immer kleinere Wohnungen haben. Und sie wird noch ein Stück funktionaler.“
GEFRAGT IST DAS BESONDERE
Wo findet Olaf Kitzig Anregungen für seine nächsten Projekte? Der Planer sinniert einen Augenblick. Natürlich könne auch er sich nicht von Trends freimachen. Das fange bei der Farbgebung an und ende bei Möbeln. Ideen sucht er nicht etwa auf den einschlägigen Messen, sondern in der Kunst und in der Mode. Was einmal auf dem Laufsteg war, findet seinen Weg auch in unsere Lebenswelt. Denn die Anforderungen an das Einzigartige und Besondere steigen immer weiter. Da hilft auch kein Internet „Zehn schöne Modelle aus dem Netz ergeben noch lange kein stimmiges Ganzes“.
Die Küche ist nicht mehr der abgeschiedene Raum neben dem Wohnzimmer oder dem Esszimmer, sie ist Mittelpunkt des Wohnens und begleite unsere Esskultur. Kitzig beschreibt den Extremfall einer Familie mit zwei Kühlschränken, einer nur für veganes Essen, das partout nicht mit Fleischprodukten gemischt werden sollte. Dazu kamen verschiedene Pfannen: solche für Fleisch und Fisch und solche für vegetarische Gerichte. Alles haarklein geordnet. Auch deshalb fragt er genau nach, was das kulinarische Zentrum des Hauses denn leisten soll. „Wie wichtig ist morgens der Espresso? Brauchen Sie was zum Stehen? Oder was zum Sitzen?“ Sein Credo: „Die Herausforderung ist nicht der Raum und auch nicht unbedingt das Budget. Sondern die Kunden selbst, ihre Vorstellungen und Träume.“ Der wahre Luxus, das ist neben dem Essen und den Gesprächen ausreichend Raum. Und viel Tageslicht.
Was reizt ihn noch nach über 200 Projekten? „Dieser aktive Part“, antwortet er. „Eine Küche steckt voller Aktion. Hier können Sie kochen, schneiden und reden. Und eben diese Kombination aus Kochen, Anrichten und Genießen macht aus dem Raum etwas, das Anspruch hat und Spaß macht.“ Dafür entwickelt er mindestens zwei Lichtszenarien: gerichtetes Licht zum Arbeiten und ein AmbienteLicht, bei dem „alle wunderbar essen können.“ Licht ist bei der Küchenplanung ein häufig übersehener, aber entscheidender Faktor.
Anspruchsvolle Planung setzt auf Funktionalität. „Stimmige Abläufe sind das Nonplusultra“, so Kitzig: „Die Spülmaschine steht dort, wo auch das Geschirr eingeräumt wird. Und sie ist auf halber Höhe, dass sich niemand stark bücken muss.“
Abläufe entscheiden für ihn darüber, ob eine Küche zum Lieblingsort wird: Pfannen stecken in einem Vollauszug, die dann vom Herd zum Spülbecken und in die Spülmaschine wandern.
Dazu kommen passende Materialien: So funktionieren horizontale Lackflächen nicht, weil sie zerkratzen. Glasoberflächen oder hochglanzpolierter Edelstahl sind schwierige Materialien, wenn etwas auch nach Jahren noch gut aussehen soll.
Hochwertige oder ausgefallene Werkstoffe sind kein Selbstzweck. Die eigentliche Aufgabe besteht darin, sie gegenüberzustellen, ohne Abstriche bei der Funktionalität.
md – INTERIOR | DESIGN | ARCHITECTURE
Sonderausgabe Küche September 2024
Ort Stuttgart, Deutschland
Verlag Konradin Medien GmbH
Juwelier der Zukunft
Sorry, this entry is only available in DE. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.
OFFICE+OBJEKT – Interview Viki Kitzig
OFFICE+OBJEKT
Lieblingsprojekte von Architekten, Planern, Herstellern
In dem jüngst erschienenen Sammelband „OFFICE+OBJEKT“ werden 44 Top-Projekte für Büro & Co. vorgestellt. Es handelt sich um besonders gelungene Planungs- und Einrichtungsbeispiele, „Lieblingsprojekte“ namhafter Archi- tekten, Planer und Hersteller.
Auch dieser im Berliner PRIMA VIER Nehring Verlag erschienene Sammelband stellt mit seinen 208 hochwertig produzierten Seiten ein opulentes Kompendium dar. Die teilnehmenden Architekten, Planer und Hersteller wurden ausgewählt und ausgezeichnet von der Office-Redaktion des Verlags, welche seit über 25 Jahren über alle Facetten moderner Büroarbeit berichtet.
Nach Grußworten von Prof. Carsten Wiewiorra, Präsident des BDIA Bund deutscher Innenarchitektinnen und Innenarchitekten, sowie Helmut Link, Vorsitzender des Industrieverband Büro und Arbeitswelt IBA, thematisieren Autorenbeiträge renommierter Architekten die neuen Herausforderungen der modernen Büroarbeitswelt. Claudia & Klaus de Winder, Karim El-Ishmawi & Chris Middleton, Peter Ippolito, Wilfried Lembert, Tanya Rüegg & Stefan Camenzind betonen die Bedeutung von Inspiration und Individualität, von Flexibilität, Vielseitigkeit und Wandelbarkeit sowie von ökologischer Nachhaltigkeit. Neues Arbeiten benötige neugestaltete Räume.
Im Anschluss folgen bilderreich dargestellte Referenzbeiträge: Umsetzungsbeispiele, die den Architekten, Planern und Herstellern besonders am Herzen liegen und welche die Redaktion beeindruckt haben. Die 44 „Top- Projekte für Büro & Co.“ stammen unter anderem von Apoprojekt, Blocher Partners, Dauphin, de Winder, Evolution Design, Interstuhl, Ippolito Fleitz, Kinnarps, Kinzo, König + Neurath, Miller Knoll, Mintdesign, Scope Architekten, Thonet und Zumtobel.
„Durch die digitale Transformation und New Work ist das moderne Büro zum Treffpunkt, zum Lagerfeuer, zum Showroom, zur Bühne, zum Heimathafen, zur Mehrzweckhalle geworden. Das Unternehmen fungiert als Gastgeber. Dabei bleibt Activity-Based-Working das Konzept der Stunde: für jede Tätigkeit der passende Raum. Heute geht es um Flexibilität, Vielseitigkeit und Nachhaltigkeit. Neben Kommunikations- und Kollaborationszonen braucht es Orte für konzentrierte Arbeit. Und immer wichtiger sind Räume für hybride Meetings geworden, in denen Remote-Worker dazugeschaltet werden können.“, so Herausgeber Dr. Robert Nehring in seinem Vorwort. All dies gelte es heute, unter einen Hut zu bekommen. Eine Herkulesaufgabe und eine Sisyphusarbeit. Denn konstant sei hier nur der Wandel.
Für Robert Nehring steht auch fest, dass das Krisengerede vom Ende der Schreibtische, der Büros und der Bürogebäude deutlich verfehlt war: „Sie sind genauso wenig gestorben wie E-Mail und Festanstellung. Es wird sie natürlich auch in Zukunft geben. Und wenn man einmal genau hinschaut, dann ist die Bürowelt heute lebendiger als jemals zuvor.“
„OFFICE+OBJEKT“ ist als Hardcover und E-Book erschienen. Beide sind erhältlich unter office-roxx.de/shop.
OFFICE+OBJEKT
Ausgabe 2. September 2024
Ort Berlin, Deutschland
Verlag PRIMA VIER Nehring Verlag GmbH/
Buch https://office-roxx.de/produkt/officeobjekt-lieblingsprojekte-von-architekten-planern-herstellern-hardcover/
Mehr zum Projekt COCO Office OSMAB Holding AG — Köln, DE
Deutscher Architektur Verlag – Grand Tirolia Kitzbühel
Hospitality.
Reisen. Genuss. Erlebnis.
Das »Grand Tirolia Kitzbühel« ist ein exklusives Hotel der Hommage Luxury Hotels Collection, das auf dem Hochplateau Eichenheim in der Tiroler Alpenregion steht. Eingebettet in diese atemberaubende Gebirgslandschaft, bietet es seinen Gästen ein umfangreiches Angebot an Sport, Wellness und Kulinarik, das erneuert und erweitert werden soll. Die Sanierung und Renovierung des Hotels erfolgt schrittweise, wobei im ersten abgeschlossenen Abschnitt die Lobby, Rezeption, das Restaurant und Seminarräume sowie die Fitness- und Yoga-Bereiche erneuert wurden.
Kitzig Design Studios begegnen der Aufgabe mit der Grundhaltung, so viel wie möglich vom Bestand zu bewahren. So wurden beispielsweise mit veränderten Oberflächen, Stoffen und Möbeln neue Akzente gesetzt und neue Raumwahrnehmungen geschaffen. Rauer Naturstein, weiche Textiltapeten und schimmernde Glasflächen zonieren und beleben unterschiedliche Sitzkonstellationen, die sich in den Bereichen der Lobby, Bar und des Restaurants in intimere Rückzugsorte, lebendige Kommunikationstische und kuschelige Nischen differenzieren. Dabei bleibt Holz das dominierende Material, wobei es in seiner natürlichen Vielfalt in Farbe, Struktur und Form eingesetzt wird.
Das neue Raumprogramm des Hotels folgt dem Leitmotiv »gemütlicher, luxuriöser, komfortabler«. Die bereits vorhandenen Holzdecken und -vertäfelungen wurden teilweise beibehalten und mit neuen Oberflächen kombiniert. Typische Muster und Formen der Tiroler Alpenregion sind unaufgeregt in das Mobiliar und in Accessoires eingearbeitet und prägen den Charakter der Räume, während weiche Polsterstoffe, Erdtöne und themenbezogene Dekorationen Gemütlichkeit erzeugen. In der gesamten Hotelanlage finden sich Bezüge zur natürlichen Landschaft der Tiroler Alpen, die eine harmonische und authentische Verbindung zur Region schaffen. Zu den besonderen Hinguckern zählen unter anderem die grazile Reliefwand aus Corian hinter den Check-In-Tresen mit alpinen Blumenmotiven und die Rückwandgestaltung der Bar in Anlehnung an die Alpensilhouette.
Für die Gäste des »Grand Tirolia Kitzbühel« entsteht ein authentisches, regional verbundenes Umfeld, das durch die Umgestaltung modern, nachhaltig und funktional übersetzt wurde. Das Design verbindet Natur, Regionalität und höchsten Komfort zu einem charaktervollen Ganzen. Auch die Serviceleistungen und vielseitige Angebote sind auf die Bedürfnisse von unterschiedlichen Zielgruppen abgestimmt.
Mit dem zweiten Bauabschnitt wurden Ballsaal, Jazz Club sowie Ski Keller saniert und die Lobby erweitert, während im dritten Bauabschnitt 69 neue Zimmer und Zimmerflure, Spa Pools, Kino / Theater, Wintergarten, Indoor- und Outdoor-Spielplätze und Außenflächen mit Grillstation erneuert werden.
02 Bereits an den Empfangstheken erleben die Gäste das alpine Gestaltungsthema.
03 Da der Grundriss offen ist, verdeutlichen Teppiche und Deckenausformulierungen mit großzügigen Sitzbereichen gestalterisch definierte Zonen, wie hier in der Lounge.
04 Übersichtsplan Lobby
05 Der Salon ist akustisch vom Rest des offenen Erdgeschosses abgetrennt und gibt mit seinen raumhohen Bücherregalen einen dezenten Hinweis zur Nutzung.
06 Auch im hauseigenen Restaurant gibt es unterschiedliche Sitzgruppierungen und -größen in ihren Nischen zu entdecken, während sich die Deckengestaltung mal repäsentativ nach oben abhebt und an anderer Stelle wieder absenkt, um zwischen verschiedenen Stoffen, Farben und Mustern Gemütlichkeit zu erzeugen.
07 Ein besonderer Hingucker ist die Bar, deren Rückwand der Alpensilhouette nachempfunden ist.
08 Der Yoga-Bereich ist mit durchgängigen Strukturen und cremigen Farbtönen ausformuliert, was den Räumen eine wohltuende Ruhe verleiht.
Architektur + Innenarchitektur Kitzig Design Studios GmbH
Baujahr 2023
Fläche 6.300 m2 BGF
Bauherr Grand Tirolia Kitzbühel GmbH
Standort Eichenheim 10, 6370 Kitzbühel, Österreich
Bauleitung Technisches Büro Ing. Wilhelm Seidl GmbH – Stefan Gruber
Generalunternehmer Riedl Objektbau; Hinterwirth Architekten Ziviltechniker OG
Auszeichnungen HIDEAWAYS Newcomer of the Year 2023; Die 101 besten Hotels in Deutschland, Kategorie »Luxuriöse Nachbarn und Freunde«
Fotografie Ydo Sol
Buchung www.hommage-hotels.com/grand-tirolia-kitzbuehel
Deutscher Architektur Verlag
Ort Münster, Deutschland
Verlag https://www.deutscher-architektur-verlag.de/
Buch https://shop.deutscher-architektur-verlag.de/products/hospitality-reisen-genuss-erlebnis
Mehr zum Projekt Grand Tirolia — Kitzbühel, AT
AIT – Interview Olaf Kitzig
Olaf Kitzig von
Kitzig Design Studios
In einem Vorstellungsgespräch werden oft persönliche Fragen an Bewerberinnen gestellt. Im AIT-Vorstellungsgespräch bitten wir Chefinnen und Chefs um Antwort.
Über 25 Jahre Erfahrung in der Innenarchitektur bringt das Team von Kitzig Design Studios inzwischen auf den Plan. Zum Gründungsbüro, das 1998 von Olaf Kitzig in Lippstadt eröffnet wurde, sind nunmehr drei weitere Standorte in Bochum, München und Düsseldorf hinzugekommen, insgesamt 60 MitarbeiterInnen – vorwiegend mit Innenarchitektur-, Architektur- und Designausbildung – sind hier heute beschäftigt. Trotz stetigem Wachstum sei noch immer jedes Projekt eine Herzensangelegenheit, so das Credo Olaf Kitzigs.
Als international tätiges Interior Design Studio ist Kitzig vor allem spezialisiert auf Projekte in den Bereichen Hotellerie und Gastronomie sowie Spa und Healthcare. Auch Retail- und private Wohnprojekte gehören ins Portfolio; ein „New Work Office“ in München fokussiert Arbeitswelten. Neben Interior Design entwickelt das Design Studio auch Unternehmens- und Mar- kenidentitäten. Olaf Kitzig teilt sich die Geschäftsleitung mit den Architektinnen und Designerinnen Viki Kitzig, Donata Ridder, Tanja Kröger und Rebecca Schmücker.
1. Welches Gebäude löst bei Ihnen leidenschaftliche Gefühle aus?
Das Moma New York City
2. Welcher Innenraum hat Sie am meisten beeindruckt?
Der Spiegelsaal von Versailles
3. Was ist für Sie der Inbegriff von Kitsch?
Farbige Litterkette
4. Gute Innen-/Architektur ist …
Ein Zusammenspiel von Form & Farbe Material & ihren Gegensätzen
5. Welches Vorurteil gegen Ihren Berufsstand bringt Sie zur Weißglut?
Es gibt viele aber keines bringt mich in Rage
6. Innen-/Architekten sind …
Aus meiner Sicht leider nicht die größten Teamplayer
7. Was würden Sie heute als junger Absolvent tun?
Durch die Büros der Welt reisen
8. Was würden Sie gerne erfinden?
Ein Tool, das uns Menschen Fehler nicht zweimal machen lässt
9. Wen oder was würden Sie am liebsten abschaffen?
Narzissmus
10. Von wem hätten Sie sich gerne Ihr Haus bauen lassen?
Frank O. Gehry
11. Zeigen Sie uns die Lieblingsecke in Ihrer Wohnung:
Wohnzimmer mit Blick auf den Rhein
AIT
Ausgabe 3.2024
Ort: Leinfelden, Germany
Verlag https://ait-xia-dialog.de/
Hotel Chain Development – Pipelines in Africa
Sorry, this entry is only available in DE. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.
BDA Architekturpreis Wuppertal 2023
BDA Architekturpreis Wuppertal 2023
POSTBOUTIQUE HOTEL
Die Jury zeichnet das Projekt Postboutique Hotel Wuppertal mit einer Anerkennung aus.
Dabei steht für die Jury die Gesamtentwicklung des Projektes im Mittelpunkt. Gewürdigt werden der Umgang mit der Substanz und das individuelle Konzept abseits der den Hotelmarkt prägenden Ketten. Knapp 100 Jahren nach der Errichtung (1928) des Gebäudes als Hauptpostamt (Wuppertal-) Elberfeld ist es gelungen das denkmalgeschützte leicht geschwungene Gebäude mit deutlichen Tendenzen des Bauhausstils (Flachdach, typischer Lochfassade und plastischer Schmuck) mit einer neuen zeitgemäßen Nutzung zu beleben. Zusammen mit dem Platz am Kolk und er gegenüberliegenden Kirche ist hier an diesem verkehrstechnisch durchaus belasteten Standort ein neuer Impuls entstanden.
Das Hotel-Interieurs dabei durchaus einer eigenen ästhetischen Logik folgen ist der Jury durchaus bewusst. Auch wenn es hier im Einzelnen durchaus kritische Anmerkungen gibt, lobt die Jury das durchgängige Konzept mit Anklängen an die 1920er Jahre, die das Hotel in allen Bereichen durchzieht. Wuppertal erhält dadurch ein einzigartiges unverwechselbares Hotel.
Wuppertal
Platz am Kolk 3
Architekten
Kitzig Interior Design GmbH
Bauherr
Cosimo Investment Group GmbH
Jahr der Fertigstellung
2021
Fotografien
Marvin Schwienheer
BDA Wuppertal
Datum Januar 2024
Ort Wuppertal
Herausgeber https://www.bda-wuppertal.de/
Mehr zum Projekt: Postboutique Hotel — Wuppertal, DE
FAZ – Sternekoch Thomas Bühner
Sternekoch Thomas Bühner : Unser Mann in Taipeh
Spitzenkoch Thomas Bühner sorgte einst in Osnabrück für kulinarischen Hochgenuss, jetzt bringt er ihn nach Fernost: Sein neues Restaurant befindet sich in einem Luxus-Einkaufszentrum in Taipeh.
Im Nordosten von Taipeh liegt die Jingye Road. Shoppingcenter, Hotels und Restaurants säumen die breite Straße, am nördlichen Ende liegt ein großer Kinokomplex, hinter dem ein Riesenrad emporragt. Knapp 100 Meter entfernt befindet sich die Noke Mall, ein neues Luxus-Einkaufszentrum. Hier empfängt seit Ende April Thomas Bühner seine Gäste. Ein Sternekoch in einer Mall? „Viele Deutsche und Europäer finden das ungewöhnlich. In Amerika, Asien und im Nahen Osten aber ist das total üblich“, sagt Bühner. Auch aus ganz pragmatischen Gründen; es sei etwa immer für Parkplätze gesorgt. Hochklassige Adressen wie die Noke Mall locken zudem eine anspruchsvolle Klientel. Aus Bühners Sicht verläuft dieser Effekt aber andersherum: „Wir sind das Zugpferd und sorgen für internationale Aufmerksamkeit, wie sie die Mall sonst nicht bekäme.“
Dank Bühners unaufgeregt-westfälischer Art und seiner leisen Stimme klingt ein solcher, durchaus selbstbewusster Satz wie die nüchterne Feststellung eines Menschen, der es nicht nötig hat, nach Aufmerksamkeit zu schreien. Auch in der Küche schreit Bühner wenig. Das bejubelte auf Social Media Anfang des Jahres ein großes Fernsehpublikum, als er in Tim Mälzers „Kitchen Impossible“ auftrat. Neben seiner Kochkunst, die ihm einst drei Sterne einbrachte, begeistert Bühner mit einem Mix aus souveräner Gelassenheit, trockenem Humor und fast entwaffnender Bescheidenheit. Als Mälzer-Kontrahent, Gastkoch, Redner und Berater von Restaurants weltweit. Und als Namensgeber des „La Vie by Thomas Bühner“ in Taiwans Hauptstadt.
Das Konzept hat der 61-Jährige mit seinem hiesigen Geschäftspartner Ray Wu erarbeitet, die Karte mit seinem aus Hongkong stammenden Küchenchef Xavier Yeung entwickelt. Das Personal schult Bühner persönlich vor Ort – und gibt dem Ganzen nicht nur seinen eigenen, sondern auch jenen Namen, mit dem er international bekannt wurde.
Sein Dreisternerestaurant „La Vie“ in Osnabrück feierte zwölf Jahre lang Erfolge – bis zur überraschenden Schließung am 15. Juli 2018. Bühners Blick wird ernst, wenn er über „den schwersten Tag meines Lebens“ spricht. Aber: Ohne diese Erfahrung hätte er danach wohl weder in so vielen Küchen auf der ganzen Welt gekocht noch vor zwei Jahren Ray Wu kennengelernt, aus dessen Idee das „La Vie by Thomas Bühner“ entstand. „Der Name soll mein Commitment ausdrücken“, sagt Bühner: Aus der Ferne Rezepte schicken und, falls mal etwas schiefgeht, die Verantwortung auf das Küchenteam schieben, das sei nicht sein Stil.
Und was ist der kulinarische Stil seines neuen Restaurants mit Platz für 28 Gäste? Europäische Küche und Klassiker aus dem Osnabrücker „La Vie“ treffen auf regionale Produkte, heißt es in einer Pressemitteilung. „Klar, ‚regional‘ sagt jeder“, so Bühner, „aber warum sollte ich in Taiwan Steinbutt aus Frankreich und Brokkoli aus Italien zubereiten? Produkte werden nicht besser, wenn sie einmal um die Welt fliegen.“ Gerichte wie japanischer Kama-Toro zu weißem Spargel und Sauce Paloise sollen den taiwanischen Geschmack treffen.
In Taipeh gibt es 31 Restaurants mit einem Stern
Die Leidenschaft für Gastronomie ist groß in Taiwan. Auch, weil es – wenn man nicht gerade in ein Sternerestaurant geht – günstiger ist, auswärts zu essen, als zu Hause zu kochen. Allein in Taipeh gibt es 31 Restaurants mit einem Stern und mehr; in direkter Nachbarschaft zu Bühners „La Vie“ liegen das „Raw“ und das „Taïrroir“, beide haben je zwei Sterne. Bühner beflügelt diese Nähe: „Es gibt keine bessere Situation! Sie zeigt, dass auch gehobene Gastronomie eine Rolle im Leben der Menschen spielt.“ Auf die Frage, ob seine neuen Nachbarn das genauso sehen, entgegnet er mit westfälischer Gelassenheit: „Ist mir egal.“ Er gehe auf seine Kollegen zu: „Ich mache daraus keine Konkurrenz.“
Auch das Verhältnis zu seinem Küchenchef Xavier Yeung sei ein kollegiales. Mehr noch: „Gerade bei regionalen Zutaten weiß er vieles einfach besser als ich.“ Etwa, dass japanischer Kimedai eine Alternative für Rotbarbe sein könnte. Wo auch immer er kocht, Bühner ist lernwillig. Wenn er erzählt, wie in Indien Kokosnüsse ausgehöhlt werden und Chai gemacht wird oder wie ihm in China ein Küchenchef einen Kochkurs gab, gerät er geradezu ins Schwärmen: „Ich finde das toll, so was mal zu sehen!“
Er lässt die Mannschaft spielen
Ein Projekt wie in Taipeh funktioniere sowieso nur mit Vertrauen in das Können anderer: „Ist die Mannschaft auf dem Platz, muss ich sie spielen lassen. Beim Elfmeter geht der Trainer ja auch nicht aufs Feld und sagt: ‚Lass mich mal‘.“ Ohne dieses Vertrauen müsste er selbst in der Küche stehen – und dauerhaft nach Taipeh ziehen. Das aber stehe aktuell nicht zur Debatte, viel zu gerne komme er nach jeder Reise zurück nach Osnabrück, wo er mit seiner Frau lebt. „Sie hat viel Verständnis, wenn ich lange unterwegs bin, ist aber in der Gegend sehr verwurzelt. Und ich habe ganz und gar keine Motivation, herauszufinden, was sie unglücklich macht.“
Glücklich sollen auch seine Gäste sein. Auf ein internationales Publikum hoffe er, überhaupt auf mehr Touristen im Land: „Wenn ich Bekannten erzähle, dass ich nach Taiwan fliege, fragen manche, was ich denn schon wieder in Thailand mache.“ Taiwan werde meist nur durch negative Nachrichten wie jene über die Spannungen mit China wahrgenommen. Die Berichterstattung sei zu einseitig. Für einen Moment ist es vorbei mit der Bühner’schen Ruhe: „Einmal hieß es im Radio, dass man hier auf den Straßen die Angst der Menschen spüre. Ich bin sonst gar nicht so mitteilsam, war aber kurz davor, da anzurufen und zu sagen: In all der Zeit habe ich diese Angst noch nie gespürt.“
Bühner fühlt sich wohl in Taipeh – hat er hier womöglich den Ausgangspunkt für weitere Dependancen gefunden? „Ich weiß noch nicht, ob und wie sich die Idee vervielfältigen lässt. Ausschließen kann ich es nicht.“ Nur eines schließt er definitiv aus: einen baldigen Ruhestand. Das liegt offenbar in der Familie, seine Mutter habe noch mit 85 gearbeitet, so Bühner: „Ich habe Lust, noch lange weiterzumachen.“
Frankfurter Allgemeine
Beitrag vom 15.6.2023
Ort Frankfurt am Main
Verlag Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
Mehr zum Projekt: La Vie by Thomas Bühner — Taipei, TW
architektur international – Grand Tirolia, Kitzbühel
GEMÜTLICHER & NOCH LUXURIÖSER
Grand Tirolia, Kitzbühel
Kitzig Design Studios, Düsseldorf
Wer für seinen Urlaub auf der Suche nach maximalem Komfort, Bewegung in einer großartigen Landschaft und spannenden Erlebnissen ist, wird im Luxushotel Grand Tirolia in Kitzbühel fündig. Hier genießen Gäste das großzü- gige Ambiente der luxuriösen Zimmer und Suiten und starten den Tag bei einem exquisiten Frühstück auf ihrem privaten Balkon mit grandiosem Blick auf die Alpen. Die prachtvolle Natur bietet zu jeder Jah- reszeit ein einzigartiges Panorama – für Wanderer, Golfer, Biker, Wintersportler oder Stauner. Das Grand Tirolia, Teil der Hommage Luxury Hotels Collecti- on, ist ein exklusives Refugium, eingebettet in die großartige Tiroler Alpenlandschaft.
Das Haus wird schrittweise umgebaut und erweitert. Für das Interior Design zeichnet die Kitzig Interior Design GmbH verantwortlich. Im ersten Bauabschnitt wurden die Lobby, Rezeption, Restaurant und die Fitness- und Yoga-Bereiche erneuert. Auch die Zimmer erhielten eine umfassende Modernisierung. Die nächsten Bauphasen umfassen dann die anderen öffentlichen Bereiche, zudem wird noch ein Erweiterungsbau mit zusätzlichen Zimmern und tollen Freizeitangeboten – Kino, Spielbereiche für Kinder u. v. m. – folgen.
Wer für seinen Urlaub auf der Suche nach maximalem Komfort, Bewegung in einer großartigen Landschaft und spannenden Erlebnissen ist, wird im Luxushotel Grand Tirolia in Kitzbühel fündig. Hier genießen Gäste das großzü- gige Ambiente der luxuriösen Zimmer und Suiten und starten den Tag bei einem exquisiten Frühstück auf ihrem privaten Balkon mit grandiosem Blick auf die Alpen. Die prachtvolle Natur bietet zu jeder Jah- reszeit ein einzigartiges Panorama – für Wanderer, Golfer, Biker, Wintersportler oder Stauner. Das Grand Tirolia, Teil der Hommage Luxury Hotels Collecti- on, ist ein exklusives Refugium, eingebettet in die großartige Tiroler Alpenlandschaft. Das Haus wird schrittweise umgebaut und erweitert. Für das Interior Design zeichnet die Kitzig Interior Design GmbH verantwortlich. Im ersten Bauabschnitt wurden die Lobby, Rezeption, Restaurant und die Fitness- und Yoga-Bereiche erneuert. Auch die Zimmer erhielten eine umfassende Modernisierung. Die nächsten Bauphasen umfassen dann die anderen öffentlichen Bereiche, zudem wird noch ein Erweiterungsbau mit zusätzlichen Zimmern und tollen Freizeitangeboten – Kino, Spielbereiche für Kinder u. v. m. – folgen.
HOLZ DOMINIERT
Im Zuge des ersten Bauabschnitts wurden vorhandene Holzdecken und -vertäfelungen teilweise beibehalten und mit neuen Oberflächen kombiniert: Mit rauem Naturstein, weichen Textiltapeten und schimmernden Glasflächen werden die Bereiche neu zoniert und belebt. Holz bleibt das dominierende Material, wird aber in einer Vielfalt von Farben, Strukturen und For- men eingesetzt. Typische Muster und Elemente der Tiroler Alpenregion werden modern umgesetzt und prägen den Charakter der Räume. Dazu erzeugen weiche Polsterstoffe, Erdtöne und die themenbezgenen Dekorationen viel Gemütlichkeit und Wärme. Im Küchenbereich kam der edle Tiroler Quarzit von der Firma Unika zum Einsatz, dieser ist perfekt für Innen- und Außenbereiche geeignet. Der Naturstein wird auch in Schwimmbadbereichen verwendet – wie zum Beispiel im Warmbad Villach und im Stanglwirt. Bei der Renovierung der Zimmer wurde auf eine nachhaltige Bewahrung des Bestands geachtet und mit neuen Stoffen und Möbeln modernisiert. Hier stehen eine wohlige Atmosphäre und Komfort im Fokus und der traumhafte Panoramaausblick lädt zum Zurücklehnen und Entspannen ein. Auch der großzügige Yoga-Bereich ist sehr natürlich und hell gestaltet. Die Leichtigkeit versprühenden Räume und das reduzierte Design lenken den Fokus auf Körper und Geist. Die Zonierung bietet viel Raumfreiheit und ermöglicht eine flexible Nutzung. Das Interior Design des Fitnessbereichs setzt einen optischen Kontrast zwischen den technisch anmutenden Fitness- geräten und den Sitz- und Relax-Zonen: Hier finden sich weiche, geschwungene Sitz- und Liegeflächen, kombiniert mit Holztischen und Hockern.
STILVOLLES ENTSPANNEN
In diesem Ambiente wird ein vielfältiges Angebot an Beauty, Wellness und Fitness auf 2.000 Quadratme- tern geboten. Denn im luxuriösen Spa-Bereich des Grand Tirolia geht es nur um eines – um den Gast: Ganz gleich ob erst der Kreislauf beim Kardio-Trai- ning in Schwung gebracht, sich an den Kraftstatio- nen ausgepowert oder gleich in die träumerische Atmosphäre der Sauna- und Pool-Landschaft des Wellnesshotels eingetaucht wird – hier findet jeder Raum und Zeit für sich. Das Fachpersonal verwöhnt Erholungsuchende gerne mit wirksamen Beauty-, Massage- oder Wellness-Anwendungen, die Wohl- befinden, Schönheit und Vitalität spürbar steigern.
MODERNE & ALPINE NOTE
Aus dem Wellnessbereich geht es in das eigene Zu- hause auf Zeit: Holz, Leder und erlesene Materialien verleihen den luxuriösen Zimmern und Suiten des Luxushotels ihre moderne, alpine Note. Das hoch- wertige Interieur sorgt für entspannte Behaglichkeit auf höchstem Niveau. Jedes Zimmer ist mit allem ausgestattet, was auch einen längeren Aufenthalt noch komfortabler macht. Die Deluxe-Zimmer verfügen über Balkone mit einem atemberaubenden Ausblick und Sonnenliegen sowie über ein großzügiges Badezim- mer mit Badewanne und begehbarer Regendusche. Die traumhaften Suiten mit separaten Wohn- und Schlafzimmern strahlen puren Luxus, Großzügigkeit und Eleganz aus, der grandiose Ausblick von dem eigenen Balkon oder der privaten Terrasse auf die Alpen beschert unvergessliche Momente.
KULINARISCHER GENUSS
Für das leibliche Wohl öffnet sich die große, weite Genusswelt des Hotels: Im neuen Restaurant Tirolia werden die Gäste nach höchster Kunst der Kulinarik verwöhnt und können feinste internationale Küche mit alpin-urbanem Flair genießen. Der Golf Course Eichenheim bittet wie gewohnt zur Teatime, das Gasthaus Eichenheim hält sich für täglich frisch gebackene Kuchen sowie deftige Speisen bereit und das Team der Weinbar erfreut alle Weinfreunde und Weinfreundinnen mit erlesenen Tropfen. Die Restaurants und Bars legen den Fokus auf regionale Spezialitäten aus Küche und Keller, internationale Grande Cuisine, die besten Weine sowie edle Spi- rituosen aus Österreich und dem Rest der Welt.
VERANSTALTUNGEN MIT AUSBLICK
Das Grandhotel, das hinsichtlich Luxus, Service und Facilities keine Wünsche offenlässt; die atemberau- bende Berglandschaft mit Blick auf die mächtigen Gipfel der Tiroler Alpen: In dieser perfekten Location sorgt das Service-Team mit Herzblut dafür, dass bei jeder Art von Veranstaltung nicht nur der Rahmen, sondern auch die organisatorischen, technischen und kulinarischen Details stimmen. Vertrauliche VIP-Meetings, Familienfeiern im engsten Kreis oder bedeutende Business-Events und prunkvolle Hochzeitsbanketts mit bis zu 400 Personen – im Grand Tirolia finden Veranstalter die elegante, in- spirierende und für den jeweiligen Anlass ideale Räumlichkeit.
AKTIV ZUR JEDER JAHRESZEIT
Aktive Urlauber erkunden die atemberaubende Na- tur beim Wandern oder Biken, spielen eine Runde Golf mit Blick auf die majestätischen Gipfel oder entspannen einfach inmitten dieser einzigartigen Landschaft. Im Grand Tirolia können Gäste die vielfältigen Aktivitäten entdecken, die Kitzbühel im Sommer zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Zwischen den umliegenden Berggipfeln lugt die Sonne hervor, der Ausblick rund um den mittelalterlichen Stadtkern ist grün. Hier ist jede Jahreszeit besonders, das harmonische Sommer- erlebnis ist allerdings ohne Frage ein Höhepunkt. Ob auf Wanderwegen durch die Alpen oder auf dem Championship Golf Course Eichenheim – hier wird der Sommerurlaub zum unvergesslichen Erlebnis. Zwischen Tradition und Moderne, zwischen Tiroler Berg-Romantik und Jetset hat die Kleinstadt beste Voraussetzungen für einzigartige Momente und vielfältige Aktivitäten. Die Region bietet natürlich auch im Winter viel Ab- wechslung. Denn wenn der Schnee die Landschaft in eine weiße Glitzerwelt verzaubert, ist es Zeit, Skier, Schlitten und Schneeschuhe hervorzuholen und sich dem Wintersport zu widmen. Wonach Win- tersportlern auch ist, ob Nordic Walking, Schlitten- fahren oder Winterwandern in Tirol: Im Kitzbüheler Winterparadies findet jeder ein Erlebnis ganz nach seinem persönlichen Geschmack.
HOMMAGE LUXURY HOTELS COLLECTION
Die exklusiven Häuser der Hommage Luxury Hotels Collection beeindrucken mit ihrem großzügigen Am- biente, zeitgemäßen Luxus und perfekten Service. Hier erleben Gäste puren Genuss und moderne Nachhaltigkeit in Kombination mit der 60-jährigen Hotellerie-Tradition der renommierten Dorint Gruppe. Was die exklusiven Hotels von anderen unterscheidet, ist das Versprechen, dass jeder Aufenthalt zu einem einzigartigen Erlebnis wird. Alle Häuser der Hommage Luxury Hotels Collection sind tief in ihrer Region verwurzelt und haben dieselbe Philosophie: höchste Qualität, Exklusivität und Nachhaltigkeit.
architektur international
Ausgabe 4-2023
Ort: Haunetal, Germany
Verlag https://www.architektur-international.com/
Mehr zum Projekt: Grand Tirolia — Kitzbühel, AT
Wirtschaftswoche, Management-Blog
MANAGEMENT-BLOG,
WAS TUT SICH HINTER DEN KULISSEN DER UNTERNEHMEN?
Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Olaf Kitzig, der immer im Dunkeln duscht
Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Olaf Kitzig, der Inhaber der Kitzig Design Studios mit Kunden wie Hilton, Hyatt oder Marriott.
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.
Kitzig Interior Design realisiert Innenarchitektur- und Architekturprojekte im In- und Ausland mit Fokus auf Hotellerie, Gastronomie und Office und Retail.
Womit beginnt Ihr Tag?
Mein Tag startet sieben Uhr. Als erstes schalte ich Musik an, trinke einen Kaffee, gehe duschen und bevor ich das Haus verlasse, halte ich noch einmal eine Minute Ruhe, eine Art persönliche Meditation, wobei ich versuche an nichts zu denken, Gedanken ziehen zu lassen, um dann in das Getümmel des Tages zu starten.
Welche sichtbaren Attitüden haben Sie, die Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job unterscheiden?
Von der Socke bis zum Einstecktuch muss es bei mir perfekt passen. Vom Gürtel bis zur Brille. Design ist eine Leidenschaft und meine Berufung. Ich liebe und lebe das sehr ganzheitlich.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
…dass ich penibel und chaotisch zugleich bin. Dass ich mich aufrege, wenn jemand eine Tasse mit dem Aufdruck „Guten Morgen, mein Schatz“ mit ins Büro bringt. Das Geschirr muss immer einheitlich sein. Gleichzeitig esse ich ein Croissant und verteile die Krümel überall auf dem schwarzen Teppich …
Tee oder Kaffee?
Grüner Tee und viel Espresso
Ihr Spitzname ist…?
In meinem näheren Umfeld bin ich O. IDamit komme ich gut weg.
Verraten Sie eine Marotte.
Ich dusche im Dunkeln. Nicht, weil ich mich nicht ertrage. Das ist vor circa 25 Jahren auf Malta entstanden, wo öfter mal der Strom ausgefallen ist. Daraus hat sich eine Art Entspannungsritual entwickelt – auch wenn ich das Glück habe, dass meine Badezimmer immer mit Fenstern Richtung Garten ausgerichtet sind.
Was bringt Sie in Harnisch?
Unzuverlässigkeit und Ignoranz. Vor allem Ignoranz – in jeglicher Form – bringt mich auf Hochtouren.
… und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Mein Hang zu Ordnung und geordnetem Chaos. Ich neige zu Perfektionismus.
Was möchten Sie gerne in Rente machen?
Ich spreche zwar nur Englisch, aber Sprachen sind meine Leidenschaft und ich habe mir vorgenommen, Französisch zu lernen und dann das Land intensiv zu bereisen. Für mich ist Sprache der Schlüssel, um ein Land wirklich zu verstehen.
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Ehrlichkeit und Offenheit. Vor einiger Zeit kam eine Kollegin zu mir, die einen niedergeschlagenen Eindruck machte. Sie erzählte mir, warum ein Projekt schleppend und anstrengend lief. Sie habe einen Fehler gemacht, gestand sie. Je länger wir dasaßen und redeten, umso besser wurde die Stimmung. Weil ich ihre Offenheit und Ehrlichkeit so sehr schätzte, rutschte das berufliche Problem in den Hintergrund, für das wir schließlich gemeinsam eine Lösung fanden. Heute gehört sie zum Führungskreis meines Unternehmens. Ein Unternehmen wie auch das Leben kann man nur mit Ehrlichkeit meistern.
Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Ohne mein Smartphone schaffe ich es maximal in den mir selbst auferlegten Detox-Phasen. Als zweites auf mein Auto – Mobilität ist für mich ein großes Zeichen von Freiheit und Selbstständigkeit. Und meine Kaffeemaschine, da man bei meinem etwas übersteigerten Genuss von koffeinhaltigen Getränken und dem immer wiederkehrenden Versuch, entkoffeinierten Kaffee zu trinken, durchaus von einer Sucht sprechen kann.
Was war Ihr peinlichster Moment?
Vor knapp zwei Jahren trug ich einen Zweireiher bei einer Präsentation im Headquarter der Hilton Hotels in London. Nachdem die 15 Projektbeteiligten Platz genommen hatten, schloss ich mein Laptop an den Beamer an, beugte mich nach vorne und in dem Moment sprang der sechste Knopf meines Zweireihers ab und schoss über den Konferenztisch. Die eine Hälfte der Runde amüsierte sich prächtig. Die andere schaute verschämt zur Seite. Ich auch. Schlussendlich war aber das Eis gebrochen und die Präsentation war erfolgreich.
Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?
Bei einer Reise auf die Seychellen, immer ein Traumziel von mir, machte ich auf der Hauptinsel Mahé auf eine Rundfahrt mit einem Hovercraft. Nach einer Viertelstunde waren fast alle auf dem Boot grün und blau im Gesicht. Nach einer knappen Stunde endete die Tour frühzeitig wieder am Ausgangspunkt. Da stellte sich heraus, dass dieses Hovercraft-Boot erst am Vorabend geliefert worden war und die Crew mit uns ihre Jungfernfahrt absolviert hatte.
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Ein Job bei Ärzte ohne Grenzen in einem der extremen Einsatzgebiete, um einmal einen völligen Perspektivwechsel zu bekommen und das Leben anders zu fühlen und wahrzunehmen.
Mit dem Bonsai in seinem Büro will sich Olaf Kitzig immer wieder „daran erinnern, die kleinen Dinge zu sehen“, sagt er.
Wirtschaftswoche – Management-Blog
Beitrag vom 22.8.2023
Ort Düsseldorf, Germany
Verlag Handelsblatt GmbH & Co. KG
Link zum Beitrag https://blog.wiwo.de/management/
ahgz – Thomas Bühner kommt zurück nach Deutschland
Thomas Bühner kommt zurück nach Deutschland
Der Metro AG ist es gelungen, den Sternekoch für ihren Campus in Düsseldorf zu gewinnen. Sein Gourmet-Restaurant soll La-Vie-Klassiker servieren.
Von Taipeh nach NRW: Der langjährige 3-Sterne-Koch Thomas Bühner kommt mit einem neuen Restaurant zurück nach Deutschland. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2025 vorgesehen, entstehen wird das neue Projekt auf dem Metro Campus in Düsseldorf. Geplant ist ein Gourmetrestaurant, in dem Klassiker aus dem ehemaligen La Vie mit Neuheiten von Bühners Reisen rund um den Globus präsentiert werden. Für das Interieur wird Interior Designer Olaf Kitzig verantwortlich zeichnen.
Zurück in Düsseldorf
Düsseldorf habe für den Spitzenkoch eine ganz besondere Bedeutung: „ Hier hat 1983 meine Karriere bei Günther Scherrer begonnen. Hier habe ich die Grundlagen des Kochens gelernt. Mit meinem neuen Restaurant schließt sich also ein Kreis und ich freue mich sehr darauf, Gäste aus Düsseldorf und aus der ganzen Welt schon bald mit meiner Küche zu begeistern.“
Bühner hat unter Harald Wohlfahrt in der Schwarzwaldstube Baiersbronn gekocht. 1996 erkochte er als Küchenchef im La Table Dortmund seinen ersten Michelin-Stern, 1998 folgte der zweite. Den dritten errang er schließlich mit seinem La Vie in Osnabrück. Im Juli 2018 schloss das Restaurant die Pforten, da der Eigentürmer, die Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe sich organisatorisch neuasusrichten wollte.
Weltenwandler zwischen Ost und West
Bühner selbst soll als Betreiber, Konzeptgeber und Patron des Projektes fungieren. Erst im April dieses Jahres hat der Spitzenkoch das La Vie by Thomas Bühner im taiwanischen Taipeh eröffnet. Seitdem teilt er seine Zeit zwischen den beiden Kontinenten auf und verbindet die Zeit in Asien mit weltweiten Gastauftritten in Boston, Mumbai, Singapore, Hongkong, und vielen anderen Städten.
ahgz.de
Beitrag vom: 28.09.2023
Ort Frankfurt am Main
Verlag dfv Mediengruppe
Mehr zum Projekt: La Vie by Thomas Bühner — Taipei, TW
Elle Taiwan – Zhongtai Le Living Restaurant
Zhongtai Le Living Restaurant: La Vie by Thomas Bühner
The famous La Vie restaurant, which has been awarded three Michelin stars for seven consecutive years under the direction of German celebrity chef Thomas Bühner, is now also available at NOKE Zhongtai Le Life. The “La Vie by Thomas Bühner Ruili Restaurant”, jointly invested and operated with its Taiwanese partner, offers menus created by Chef Thomas Bühner himself, combining his world-famous three-dimensional cooking philosophy with the best ingredients from around the world and selected materials from Taiwan to create a unique and exquisite Michelin-starred experience in Taiwan.
Elle Taiwan
Edition 05/2023
Location Taiwan, TW
Publisher https://www.elle.com/tw/
More about the project: La Vie by Thomas Bühner — Taipei, TW
Callwey Best of Interior – TheFlat
DIE REINSTE INSPIRATIONSQUELLE
DÜSSELDORF – KITZIG DESIGN STUDIOS
Wer es sich zur Aufgabe gemacht hat, anderen Menschen ihre Lebenswelten zu gestalten, ist bei der Auswahl für die eigenen Belange sicher besonders anspruchsvoll. Olaf Kitzig von den gleichnamigen Design Studios mit vier Standorten in Lippstadt, Bochum und jetzt eben auch Düsseldorf stellte entsprechend hohe Anforderungen an das Domizil in der nordrhein-west fälischen Landeshauptstadt. Die herrschaftliche Villa mit Rheinblick brachte jedenfalls beste Voraussetzungen für eine repräsentative neue Dependance mit.
Geplant sowohl als Showroom als auch privates temporäres Domizil demonstriert das Interieur die Umsetzung eines Konzepts, das wohnliche Qualitäten mit einer Bandbreite beispielhafter Lösungen verbindet. „Vorhandene Elemente wie die originalen Bauteile der historischen Architektur wurden zunächst wieder aufgearbeitet und in das neue Konzept integriert“, fasst Inhaber und Bauherr Olaf Kitzig die denkmalgerechten Ausführungen des mit Holzschnitzereien versehenen Treppenhauses, des Eichenparketts im Fischgrätmuster sowie die Restaurierung der Kastenfenster und Türen zusammen. Jeder Raum des dreigeschossigen, 100 Jahre alten Gebäudes wurde anschließend nach einem eigenen Farb-, Material- und Möbelkonzept gestaltet, ohne dabei je die elegant-zeitlose Linie zu verlassen. Die Herausforderung bestand darin, zeitgemäßen Komfort mit dem authentischen Charme der Substanz zu vereinen. Eine Klammer schafft die beachtliche Kunstsammlung des Hausherrn, die jedem Bereich vom Entree bis zum Bad eine persönliche Note verleiht. Individuelle Lichtlösungen vom Kronleuchter am Essplatz über die atmosphä rische Beleuchtung im Kaminzimmer und dezent funktionale Deckenspots bis zur kunstvollen LED-Installation im Treppenhaus sorgen dafür, dass auf den über 500 Quadratmetern Fläche das Gefühl von Intimität und privatem Komfort aufkommt. Zu den Highlights des an spektakulären Details nicht gerade armen Interieurs gehört auf jeden Fall die smaragdgrüne Badewanne, die auf einem Podest stehend den Blick in den Düsseldorfer Himmel bietet. Ein luxuriöses Extra, das seinen inspirierenden Show-Effekt mit Bravour erfüllt.
Callwey GmbH
Ausgabe 2023
Ort Munich, Germany
Verlag https://www.callwey.de/
Mehr zum Projekt: The Flat — Düsseldorf, DE
Artemide – Kitzig Design Studios Düsseldorf
Lichtgestalten: Architektur trifft auf strahlende Inszenierung
Neuer Glanz für einen ehrwürdigen Altbau am Rhein: Ein Interieur-Spaziergang der Spitzenklasse durch die Welt von Artemide und Kitzig Design Studios
In der Welt der Architektur ist Licht das unsichtbare Sichtbare, das die Macht hat, Räume zum Leben zu erwecken und Emotionen zu entfachen. Ob bei der Renovierung eines bestehenden Hauses oder beim Entwurf eines neuen Gebäudes, eine geschickte Lichtinszenierung ist der Schlüssel, um ein unvergessliches Erlebnis zu schaffen. Ein beeindruckendes Beispiel des perfekten Beleuchtungskonzepts liefert Designer Olaf Kitzig, der gerade eine alte Düsseldorfer Villa in ein begehbares Schmuckstück verwandelt hat – inklusive maßgeschneidertem Lichtkonzept. Begleiten Sie uns auf einem architektonischen Spaziergang durch die Welt von Artemide und Kitzig Design Studios.
Licht hat die außergewöhnliche Fähigkeit, die Atmosphäre eines Raumes maßgeblich zu beeinflussen. Gerichtetes, inszeniertes Licht – etwa im Entree – kann architektonische Merkmale betonen, Kunstwerke hervorheben und die räumliche Wahrnehmung lenken. In der Villa am Rhein entfaltet das Lichtkonzept seine einladende und repräsentative Wirkung direkt hinter der Haustür: Sechs Stufen führen zum Eingang der denkmalgeschützten Villa, wo ein quadratischer Vorraum Besucher begrüßt, von dem Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, der Gästebereich und das Kaminzimmer abzweigen. Unter den Füßen Eichenparkett, über der hohen Fußleiste fließt graue Seidentapete über die Wände. „Vector Wall Aufbaustrahler“ setzen großformatige bildnerische Arbeiten in Szene. Mit ihrer schlichten Formgebung und großem farblichen Variantenreichtum lassen sich die Leuchten perfekt in unterschiedliche Szenerien einpassen. Mit ihrer hohen Leistung schaffen sie eine angenehme Grundbeleuchtung.
Spiel mit Schatten und Licht – für wohnliche Behaglichkeit
Licht und Schatten sind untrennbar miteinander verbunden. Der richtige Einsatz von Schatten erzeugt Tiefe und Kontrast und verleiht Räumen eine visuelle Spannung. Durch die geschickte Platzierung von Lichtquellen können architektonische Details hervorgehoben oder verborgen werden. Licht kann auch dazu dienen, den Fokus auf bestimmte Bereiche zu lenken und die Aufmerksamkeit auf besondere Merkmale oder Kunstwerke zu richten. Ein gut inszeniertes Spiel aus Licht und Schatten erzeugt ein lebendiges Zusammenspiel von Formen und Strukturen und verleiht der Architektur eine besondere Dimension. Peter Josef Kleesattel errichtete die Villa am Rhein 1926 als eines seiner letzten Werke. Der für seine Kirchen bekannte Baumeister hatte ein herrschaftliches Anwesen entworfen: Das zweigeschossige Wohnhaus mit seiner prominenten Fassade aus Ziegelmauerwerk mit Natursteinelementen war in den Nachkriegsjahren Residenz des britischen Generalkonsuls, bevor es jahrelang leer stand und dem Verfall preisgegeben war.
Für Olaf Kitzig war das alte Haus „Liebe auf den ersten Blick“. Und wie es sich für Amour fou gehört, kann der Designer seine Leidenschaft für den Zusammenklang von Alt und Neu nicht leugnen. Es ging um besondere Details, um Farben, Stoffe und den Zusammenklang von Materialien und Mobiliar – und um moderne Lichteindrücke, die Charme und Charakter des repräsentativen Altbaus noch betonen. Etwa in der Küche mit ihrer Arbeitsplatte aus Naturstein. Hier verbinden sich zwei Lichtszenarien: Ausrichtbare Vector-Strahler übernehmen die Grundbeleuchtung, Teti von Vico Magistretti wiederum zieht den Blick auf die beiden historischen Porträts. Gezielte Lichtführung lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf besondere Details wie die Porträts.
Moderne Innenarchitektur bedeutet, dass Objekte und Interieur verschmelzen
Von der Küche geht es direkt ins Speisezimmer, einem Ensemble aus dunkler Tafel und korrespondierenden Sesseln unter historischer Balkendecke. Die schwarzen Lüster aus mundgeblasenem Murano-Glas unterstreichen den ambivalenten Charakter des Raums in seiner opulenten Schlichtheit. Der Blick wandert hinüber zum sandfarbenen Wohnzimmer, in dem mokkafarbene Vorhänge eine beige Sofalandschaft umfließen. Darüber schwebt ein Klassiker: Ernesto Gismondis Pendelleuchte Miconos mit ihrem transparenten Diffusor aus geblasenem Glas. Es wächst eine Wohnsymphonie aus Mobiliar, Kunstwerken und eigens entworfenen Teppichen. Eine kluge Mischung aus Ambient Lighting und Spots unterstreicht die wechselnden Atmosphären des Hauses.
Homeoffice delight: Verbindung von Innen- und Außenraum
Licht spielt nicht nur im Innenraum eine entscheidende Rolle, sondern auch im Zusammenspiel von Innen- und Außenraum. Durch Fensterfronten oder Glaswände kann Tageslicht tief in die Räume eindringen und eine Verbindung zur umgebenden Natur herstellen. Allerdings gilt es für Büroräume darauf zu achten, dass die ideale Lichtumgebung blendfrei und aktivierend sein sollte. So wie in Olaf Kitzigs Design: Fenster, Türen und Einbauten – alles musste erneuert, ausgetauscht und modernisiert werden. 2021 machte sich der Designer mit seinem Team daran, das rund 1000 Quadratmeter große Anwesen wiederzubeleben. Das einstige Repräsentationsobjekt mit Garten sollte wieder in alter Pracht erstrahlen. Kitzig plante das Haus von Grund auf neu, als Showroom seines international tätigen Büros, private Wohnung im ersten Stock sowie mit Arbeitsräumen unterm Dach – das Studio verfügt über einen eigenen Eingang. Hier kommt es auf perfektes Arbeitslicht an, damit Ideen wachsen können. „Alphabet of Light Pendelleuchten“ und „Demetra Professional Tischleuchten“ verbinden mit ihrer hohen Lichtausbeute Ästhetik und Effizienz. In der schwarz-weißen Büroküche dagegen sorgt die filigrane Pendelleuchte „A 24 Sharping“ für fokussiertes Licht auf dem Tisch. Damit sich auch Büroräume wie ein kreatives Zuhause anfühlen.
Lichtgestalten Architektur trifft auf strahlende Inszenierung
Fazit: Olaf Kitzigs Vision eines modernistischen Lichtkonzepts, das die repräsentative Wirkung der denkmalgeschützten Villa am Rhein betont und zum Leben erweckt, ist aufgegangen. Und das mit smarten Leuchten und Objekten von Artemide, die sich jeder nach Hause holen kann, um die maximale Raumwirkung zu erzeugen!
ad-magazin.de
Beitrag vom: Juli 2023
Verlag Condé Nast Germany GmbH
Kooperation Artemide
Mehr zum Projekt: The Flat — Düsseldorf, DE































