Bestworkspaces – Cologne Office Campus Ossendorf

COLOGNE OFFICE CAMPUS OSSENDORF (COCO)

Hier geht es um einen gemeinschaftlich zu nutzenden Ort. Dies erschließt sich schon aus der Bezeichnung Multi-Tennant-Campus COCO, für Cologne Office Campus Ossendorf. Die Eigentümerin, die OSMAB Holding AG, verfügte dort über Bestandsgebäude und Neubauten um einen grünen Innenhof und plante, eine alles verbindende Zone zu gestalten, mit der den Nutzern – immerhin 250 bis 300 Personen – ein attraktiver, gemeinschaftlicher und auch öffentlicher Bereich angeboten werden sollte. 1.700 Quadratmeter betrug die Gesamtfläche. Kitzig Design Studios entwickelten ein vielfältiges und offenes Raumkonzept, um die unterschiedlichen Bedürfnisse bezüglich Mietflächen und Arbeitsweisen zu berücksichtigen. Der Bistrobereich beispielsweise kann über die Servicezeiten der Gastronomie hinaus für Meetings und als Arbeitsplatz von allen genutzt werden – Gleiches gilt für die in Verbindung mit einer attraktiv gestalteten Gartenanlage stehende Terrasse. Dies führt auch Externe in den Komplex und ermöglicht neue Kontakte. Die großflächige, von beiden Seiten des Gebäudes erreichbare Lobby ist multifunktional und dient sowohl als repräsentativer Empfangsbereich als auch für agiles Arbeiten oder geselliges Beisammensein.

Hierfür lässt sich beispielsweise eine Fläche mit Vorhängen abtrennen, sogar eine Bühne ist vorhanden. Sogenannte „Iglus“ bieten Rückzugsmöglichkeiten für spontane Gespräche, diverse Meetingräume können gebucht werden. Im Bereich der Board- und Konferenzräume spiegelt sich das Spektrum der Kommunikationsmöglichkeiten wider: Videokonferenztechnik ist vorhanden und ermöglicht Hybridveranstaltungen und Konferenzen, das Angebot umfasst einen Kreativraum ebenso wie klassische Vortrags- und Schulungsräume. Spontanes Arbeiten in Gruppen findet immer Platz in hellen und intimen Meeting-Möglichkeiten. Zur Verbindung wurden vielfältige Pre-Function-Bereiche vorgesehen. Doch auch die sekundären Nutzungsbedingungen des neuen Workplace wurden bearbeitet, insbesondere hinsichtlich der Umweltsensibilität: Neben dem neu errichteten Parkhaus mit einer Vielzahl von Ladestationen bildet sich nun auch die Radmobilität in einem attraktiven Fahrradraum mit zahlreichen Funktionen ab, inklusive Schließfächer für Helm und Kleidung, Dusche, Reparaturstation, Reifenpumpen und eine Waschstation – gut eingeparkt also.

Was kann Architektur für einen guten Arbeitsplatz tun?

Johann Boltz: In erster Linie schafft die Architektur einen Rahmen für den Arbeitsplatz. Dazu gehören neben der grundlegenden Nutzbarkeit der Räume vor allem auch die Akustik und Beleuchtung der jeweiligen Bereiche. Gleichzeitig hat die Gestaltung einen wesentlichen Einfluss. Klare Kontraste und eine visuelle Hierarchie innerhalb der Bereiche ermöglichen es den Nutzenden, sich zurechtzufinden und zu fokussieren.

Welche Funktionen und/oder Räume sind für Sie die wichtigsten bei einer Arbeitswelt?

Vor allem, wenn wir davon ausgehen, dass die Bereiche von verschiedenen Personen genutzt werden, sind die Ansprüche an den genannten Rahmen (Rahmen der Architektur, siehe oben) sehr unterschiedlich. Statt einer „grenzenlosen“ (im Sinne von: ohne einen Rahmen, Anhaltspunkt) Flexibilität setzen wir auf eine Variabilität im direkten Umfeld. Hier unterscheiden wir zwischen konstanten Rahmenbedingungen (z. B. Akustik) und solchen, die individuell einstellbar sein können. Licht, Privatsphäre, Temperatur wären hier Beispiele. Durch die Begrenzung der Variabilität auf das direkte Umfeld gewährleisten wir gleichzeitig, dass sich unabhängige Nutzungen nicht gegenseitig stören.

Welche Materialien empfehlen Sie Ihren Bauherren in der Innenarchitektur unbedingt?

Die Materialien sind je nach Projekt unterschiedlich zu bewerten. Im COCO setzen wir vor allem auf den Materialkontrast aus harten und weichen Oberflächen. Dieses Wechselspiel erlaubte es uns, klare Hierarchien in der Gestaltung zu etablieren, die eine klar strukturierte Umgebung schaffen. Aus dem historischen Kontext des Standortes (ehemaliger Flugplatz, Funk/Fernsehen) ergab sich so eine in Teilen technisch anmutende Materialität, die jedoch einen klaren Fokus auf das Wohlbefinden der Nutzenden setzt.

„Maßgeblich für das Gelingen des Projekts war die Bereitschaft des Eigentümers, Zeit in die Suche nach guten Lösungen zu investieren und seine Leidenschaft für das Zusammenspiel von Kunst, Interior und Qualität einzubringen.“
Viki Kitzig

Architekturbüro
Kitzig Design Studios GmbH
Rotterdamer Straße 65
40474 Düsseldorf (D)
kitzig.com

Auftraggeber
OSMAB Holding AG
Leibnizpark 4
51503 Rösrath (D)
osmab.de

Best Workspace | Callwey
Ausgabe 2025
Ort München, Deutschland
Verlag Callwey GmbH https://www.bestworkspaces.com/

Handelsblatt – Thema: Luxusküchen

Luxusküchen
Prestige am heimischen Herd

Im Luxussegment sind Küchen längst Vorzeige- und Wohnräume. Die Ansprüche der Kundschaft sind entsprechend hoch.

Eine Zeit lang plante Olaf Kitzig auf Anfrage auch nur Küchen. Heute macht der Interior-Designer und Gründer des Kitzig Design Studios das nicht mehr. „Mindestens Küche, Wohn- und Esszimmer müssen aus einem Guss kommen“, sagt er. Seine Auftraggeber sind Menschen mit hohem Budget, oft Eigentümer von Luxusimmobilien.

Luxus in der Küche bedeutet vor allem Individualität. Statt ein Modell von der Stange mit begrenzter Auswahl an Oberflächen, Farben und vordefinierten Schränken zu wählen, sind im Premiumsegment kaum Grenzen gesetzt. „Wir haben auch schon eine Küche mit integriertem Kühlhaus für einen passionierten Jäger geplant und umgesetzt“, erzählt Kitzig. Doch selbst wenn mit entsprechendem Budget fast alles möglich ist, zeigen sich auch in der Spitzenklasse klare Vorlieben und Trends. „Einerseits beobachten wir einen großen Drang nach Individualisierung, andererseits die immer gleichen Einrichtungsbilder auf Instagram und Pinterest“, sagt er.

Mit solchen oder KI-generierten Bildern kommen auch viele Kunden zu Tobias Hück, Gründer des Tischler Team Düsseldorf. Der Handwerksbetrieb plant und baut hochwertige Küchen, die meist bei rund 50.000 Euro beginnen. Typisch sind Kombinationen aus Naturstein- oder Keramik-Arbeitsplatten, matten Fronten und Akzenten aus Naturholz. Beliebt ist derzeit vor allem der Modern-Skandi-Look – ein zurückhaltender Stil mit dezenten Farben. Manche bevorzugen eine moderne Landküche, andere eine puristische Variante. Unabhängig vom Stil gilt stets: Die Küche soll möglichst wenig nach Küche aussehen. „Sie wird immer mehr zum Möbel“, sagt Hück. Gerade erst plante er für einen Kunden aus Neuss eine Küche, bei der die Arbeitsfläche in eine Sitzbank und diese wiederum in einen Wandschrank übergeht.

Damit der praktische Teil der Küche möglichst unauffällig bleibt, setzen die meisten auf grifflose Schränke, verzichten auf Hängeschränke und wählen Kochfelder mit integriertem Dunstabzug statt einer Haube. Geräte wie Kaffeemaschinen, Öfen und Dampfgarer verschwinden hinter sogenannten Pocket-Türen. Sind diese geschlossen, sieht man nur die Schrankfront. Beim Öffnen gleiten die Türen seitlich in den Korpus, stehen nicht im Weg und geben den Blick auf einen gut zugänglichen Schrank frei.

„Must-haves in einer Luxusküche sind ein Weinkühlschrank, ein Wasserhahn, der fast kochendes und sprudelndes Wasser liefert, sowie ausfahrbare Schränke“, sagt Michael Brinkjost, Gesamtvertriebsleiter beim Luxusküchenhersteller Eggersmann. „Keiner will mehr Schränke mit Einlegeböden – alles ist mit Schubladen und Auszügen ausgestattet.“ Die Smart Kitchen, also internetfähige Geräte und die Einbindung ins Smart Home, spiele bei seinen Kunden dagegen kaum eine Rolle. „Wichtiger ist, dass die Küche am Ende einzigartig ist. Wenn jeder den gleichen smarten Ofen hat, ist das dann noch Luxus?“ fragt Brinkjost.

Neben Optik und Technik spielt in der Küche auch die Haptik eine zentrale Rolle, sagt Roger Klinkenberg, Geschäftsführer des Küchenherstellers Pronorm. „Es kommt den Kunden auf Optik und Emotion an. Das beginnt bei den Materialien und Farbkombinationen und schließt die Haptik mit ein.“ Beliebt für Arbeitsplatten sind deshalb Natursteine wie Travertin oder Granit. Soll es Keramik sein, muss sie in Haptik und Optik dem Naturstein möglichst nahekommen. Ebenfalls gefragt als Akzent zu dunklen Materialien ist gebürstetes Messing. Auch Edelstahl erlebt ein Comeback. Beton und Betonoptik dagegen verlieren laut Klinkenberg an Popularität.

Bei all den optischen Wünschen und Feinheiten stellt sich die Frage: Spielt die Funktion noch eine Rolle?
„Auf jeden Fall“, sagt Interior-Designer Olaf Kitzig. „Das Kochen auf verschiedenen Medien ist zum Beispiel ein häufiger Wunsch, um sich kulinarisch entfalten zu können. Also bauen wir oft Küchen mit Induktion, Gasherd und zusätzlichem Wok-, Teppanyaki- oder Grillfeld ein.“

Und es gibt noch einen weiteren Unterschied zum gewöhnlichen Hausbesitzer: „Wer den nötigen Platz hat, baut sich heute gern eine zweite Küche im Untergeschoss oder verborgen hinter der offenen Küche ein.“ Sinn und Zweck: Menschen, die große Partys feiern oder regelmäßig Gäste bewirten, können dort ungestört kochen und vorbereiten. Wenn die Gäste eintreffen, wird die Tür geschlossen und das Chaos verschwindet. „In der Vorzeigeküche werden dann nur noch die Teller angerichtet oder ein paar letzte Kniffe vorgenommen“, sagt Kitzig.

Trotz aller Überlegungen und Raffinessen steigert eine Luxusküche den Immobilienwert nicht. „Die Küche ist ein so individuelles und persönliches Thema bei den Deutschen“, sagt der Interior-Designer. „Da muss dem Käufer nur die Farbe nicht gefallen, und schon ist sie für ihn wertlos. Die meisten lassen sich eine Küche nach ihren persönlichen Wünschen einbauen.“ Wer seine Küche plant, sollte sich daher ausschließlich an den eigenen Vorstellungen orientieren – nicht am möglichen Wiederverkaufswert.

Handelsblatt
Ausgabe 181 | 19. September 2025
Ort Düsseldorf, Deutschland
Verlag Handelsblatt GmbH https://www.handelsblatt.com/

Interview Thomas Bühner im AD-Magazin

Haute Cuisine auf Augenhöhe:
Warum das neue „La Vie by Thomas Bühner“ in Düsseldorf einen Besuch wert ist

Einer von Deutschlands besten Köchen hat ein neues Restaurant eröffnet! Hier verrät Thomas Bühner, wie ihn Asien geprägt hat, was seine Menüs mit Rockkonzerten gemeinsam haben – und warum das Interieur so wichtig für einen schönen Abend ist.

„La Vie by Thomas Bühner“ in Düsseldorf: Ein Interview mit Spitzenkoch Thomas Bühner über gutes Essen, entspanntes Sitzen und Fine Dining ohne Berührungsängste.

„La Vie“ ist Geschichte – es lebe „La Vie“! Sechs Jahre, nachdem Thomas Bühner sein legendäres Dreisternerestaurant in Osnabrück geschlossen hat, kann man seine Kochkünste endlich wieder in Deutschland genießen. In Düsseldorf hat der Spitzenkoch, der über viele Jahre infolge mit drei Sternen ausgezeichnet wurde, ein neues Fine-Dining-Restaurant eröffnet. Es heißt fast wie das alte – und doch hat sich manches geändert in den sechs Jahren, in denen Bühner um die Welt gereist ist und als Berater für Hotels, Restaurants und Lebensmittelhersteller tätig war. Reichlich Inspiration hat er gesammelt, vor allem in Taiwan und anderen Gegenden Asiens, und die macht seine ohnehin komplexe Küche nun noch raffinierter – und vermutlich auch noch attraktiver für ein internationales, weltgewandtes Publikum, wie es in Düsseldorf zu finden sein dürfte. Und auch vegane Menüs werden erstmals angeboten.

„La Vie by Thomas Bühner“ ist als eleganter Kokon konzipiert

Wer ein Restaurant mit solchem Anspruch und Appeal nun auf der Königsallee oder im Medienhafen vermutet, hat sich allerdings getäuscht. Das neue „La Vie by Thomas Bühner“ befindet sich nämlich in einem Gewerbe-Mischgebiet abseits des Stadtzentrums in Richtung Flingern Nord, im Erdgeschoss eines Geschäftsgebäudes, in dem die Verwaltung des Metro-Konzerns untergebracht ist. Umso mehr Energie und Sorgfalt hat Bühner gemeinsam mit dem Interiordesigner Olaf Kitzig in die Gestaltung der Räume gesteckt: Das Restaurant soll eine Welt für sich sein, eine geschickt gestaltete Bühne, nicht nur für die von Bühner und seinem Küchenchef Timo Fritsche (zuvor Chefkoch im Münchner „Mural Farmhouse“) komponierten Teller, sondern auch für das Erleben der Gäste – von unterschiedlichen Tischformen und -höhen bis hin zur ausgetüftelten Raumakustik. „Ein Platz, wo man einfach gerne is(s)t“, so nennt es Thomas Bühner schlicht im AD-Interview.

Willkommen im neuen „La Vie“: Thomas Bühner im Interview

Früher war hier die Küche der Kantine der Metro. Sie haben Ihr neues Restaurant also von Grund auf neu geplant. Was war Ihnen dabei wichtig?

Thomas Bühner: Wir haben hier mit Olaf Kitzig ein Restaurant geschaffen, das zu 100 Prozent meinen Wünschen entspricht. Es sollte modern, aber zeitlos werden; ein Restaurant, das unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben anspricht, das nicht steif und gekünstelt wirkt. Ein Platz, wo man einfach gerne is(s)t, im doppelten Sinne.

Das Restaurant heißt „La Vie by Thomas Bühner“, die Küche leitet aber Timo Fritsche. Was genau wird Ihre Rolle sein?

Wir wollen an die Zeit im „La Vie“ in Osnabrück anknüpfen. Aber ich sehe mich hier jetzt eher als Trainer einer Mannschaft: Ich bin nicht der Vorturner für alle, sondern ich schaue auf alles, versuche alles zu überblicken – die Kreativität, die Vision, das Konzept, die Philosophie dahinter …

Was ist denn die Philosophie dahinter?

Es mag ungewöhnlich klingen, aber für mich war immer wichtig, dass das Essen, das wir machen, nicht provoziert. Wir werden nicht Fischaugen oder Schwimmblase vom Otter servieren, nur weil sich das halt kirre anhört, sondern wir stehen für eine Küche, die auf mehreren Säulen ruht: auf meiner Erfahrung, auf meiner Kreativität, aber eben auch auf all dem, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Es ist eine Küche, die auf dem basiert, was man gemeinhin unter französischer Küche versteht, aber immer mit einem Twist zur asiatischen Küche.

Welche asiatischen Küchen oder Einflüsse spielen bei Ihnen eine besondere Rolle?

Wenn ich mich jetzt auf „vietnamesisch“ festlegen würde, dann schließe ich so viel aus. Ich kann auch nicht „thailändisch“ sagen oder „chinesisch“ – das allein wären ja schon 300 Küchen. Es genau aufzuschlüsseln würde mir ungefähr so schwerfallen, wie dieses Bild dort drüben zu beschreiben (zeigt auf ein abstraktes Graffiti-Kunstwerk).

Aber können Sie vielleicht ein Beispiel geben für eine bestimmte Kochtechnik oder Landesküche oder etwas, das Sie besonders beeindruckt hat?

Wir haben eine Rotbarbe gemacht mit einem Reis, der eigentlich in Japan für Sushi genommen wird. Daraus haben wir aber ein Risotto gemacht mit Hummerfond, das dann mit Corail gebunden wird. Aber Peking-Ente und Co, das wird es nicht geben! Es kommt immer ein Twist hinein.

Werden Sie Ihren Fans aus Osnabrücker Zeiten den Gefallen tun, auch Ihre signature dishes anzubieten?

Die „La Vie“-Klassiker wird es immer geben, die sind gesetzt – da fühle ich mich wie eine alte Rockband, wie die Rolling Stones, oder wie die Toten Hosen oder Fanta Vier. Die könnten nicht auftreten, egal was sie spielen, ohne „Ein Tag am Meer“ oder „Treu“. Und so ist das für uns auch. Eins der am meisten nachgefragten Gerichte ist der Kartoffelschaum mit Curryeis. Der Kartoffelschaum ist heiß, das Curryeis ist kalt, ein ganz spannendes Pingpong-Spiel im Mund! Oder die „Fluffy Duck“, die wir in unterschiedlichen Varianten gemacht haben – als Vordessert, aber auch als Amuse Gueule, einmal süß und einmal salzig. Diese Gerichte haben eine Berechtigung, manchmal interpretieren wir sie nur ein bisschen moderner.

Wie modernisieren Sie solche Klassiker?

Ein Beispiel ist unser Petersilien-Müsli: Wir haben einmal ein Müsli entwickelt, das auf einer aromatisierten Milch mit Petersilienwurzel und Gemüsechips basiert. Ohne Körner. Anfangs bestand es nur aus Milch mit Gemüsechips. Dann haben wir es weiterentwickelt und die Milch ein bisschen aufgeschäumt. Weil es ja ein Müsli ist, haben wir auch mal ein Hafereis hineingesetzt; und gestern gab es dann eine Mischung aus Cremeeis und Schaum und einem Gemüsepulver. Ein anderes Dessert bestand früher aus Pinieneis und Pinienkernen – und heute aus Bucheckern, die es hier in den Wäldern gibt. Wir verändern unsere Gerichte also, wir können sie mal vor- und mal zurückinterpretieren – aber am Ende bleiben es die Klassiker.

Man kann also zweimal kurz nacheinander bei Ihnen essen, und wird wahrscheinlich nicht genau das gleiche Menü bekommen?

Ja, es wird verändert, es wird erprobt, es kommt etwas Neues dazu, es fliegt etwas raus … Denn selbst wenn jeder Gang hervorragend ist, haben Sie am Ende einen besten, aber auch einen schlechtesten Gang.

Auch das ist ein bisschen wie bei einer Band: Eine Setlist kann nicht nur Tophits enthalten.

Ja, und trotzdem werden Sie am Ende sagen, es war ein tolles Konzert – oder es war ein schöner Abend. Und da gehören auch andere Sachen dazu: der Service, die Gespräche am Tisch, eine stressige Anreise, eine nicht erfüllte Erwartung …

Und auch die Raumgestaltung trägt dazu bei, das hatten Sie ja auch schon zu Anfang betont. Wie haben Sie und das Designstudio das Restaurant gegliedert, welche verschiedenen Erlebnisse bietet es den Gästen?

Sie treten aus dem relativ schmucklosen Atrium in eine ganz andere Welt (einen silbrig schimmernden Vorraum mit Videoscreens, Anm. d. Red.): laut, glänzend, eine schnelle Folge von Bildern – das ist eine Art Reset-Knopf. Und dann öffnet sich die Tür, und sie kommen Sie in ein sehr harmonisches Restaurant, das eine gewisse Eleganz und Ruhe ausstrahlt. Sie nehmen wahr, es sind andere Menschen da, Sie verstehen aber den Nachbartisch nicht. Sie können sich also selbst an den großen Tischen angenehm unterhalten. Dank der Planung von Olaf Kitzig haben wir ein wirklich tolles Raumklima, in dem man sich wohlfühlt.

Es fällt auf, dass die Tische sehr locker im Raum verteilt sind, mit viel Abstand. Und dass es verschiedene Sitzsituationen gibt.

Genau. Am großen roten Marmortisch zwischen den Säulen kann man als Gruppe, aber auch individuell sitzen. Ich glaube, der eignet sich auch zum Kennenlernen, um irgendwann ins Gespräch zu kommen mit den Tischnachbarn. Dann haben wir individuelle Tische, ganz klassisch, und eben den grünen Marmortisch – dort ist auch eine Station eingebaut, wo wir kochen oder arrangieren, wo man den Mitarbeitern zuschauen kann. Wir haben uns überlegt, dass dieser grüne Marmortisch auch eine Gelegenheit bietet, um am Ende des Menüs die Beine zu bewegen: Wir bauen dort so etwas auf wie einen Candyshop, es gibt Kuchen, Pralinen und so etwas. Und da werden wir ganz bewusst sagen: Self-service! Dort treffen sich dann Leute, unterhalten sich …

Heißt das, es ist auch okay oder sogar willkommen, wenn jemand zwischendurch aufsteht, zu dem Kochtisch rübergeht und mal schaut, was dort gerade so passiert?

Ja sicher, warum nicht? Gerade das etwas erhöhte Sitzen fordert ja eigentlich dazu auf. Die normale Tischhöhe ist 72 Zentimeter, dort (an den Marmortischen) haben wir 90 Zentimeter. Wenn ich aufstehe und zwei Plätze weitergehe, weil ich mich unterhalten will, dann stehe ich auf Augenhöhe. Das finde ich sehr viel kommunikativer. Ein Restaurant ist schließlich ein sozialer Raum! Hier treffen sich Menschen. Man tut dort das, was heute das Kostbarste ist: Man verbringt Zeit miteinander. Und das wird meiner Meinung nach total unterschätzt. Dass wir uns austauschen, gute Gespräche haben – das gehört zu einem tollen Abend dazu.

Sie haben angekündigt, hier bald auch Kochkurse zu geben. Lernt man dort, Ihre Evergreens nachzukochen, oder werden eher allgemeine Küchentechniken vermittelt?

Es ist für viele einfach ein Event. Man kann niemanden in zwei Kochkursen zum Spitzenkoch machen, aber wir würdigen damit die Leute, die das interessiert. Uns geht es darum, Inspiration zu geben und ein Gefühl zu vermitteln: Wie geht das überhaupt? Wie gehe ich mit dem Produkt um?

Dürfen die Kochschüler:innen dabei in Ihrer Profiküche hantieren?

Die Kurse werden im Restaurant stattfinden, an der Kochstation im grünen Marmortisch. Wir haben einen mobilen Turm mit Geräten von V-Zug, der dann dazugestellt wird.

Sie werden im „La Vie by Thomas Bühner“ auch vegane Menüs anbieten. Wird das vegane Menü als Alternative auf Anfrage angeboten oder gleichberechtigt?

Es ist gleichberechtigt. Und unser veganes Menü basiert auf wirklichen Produkten und nicht auf der Kombination von Aromen, Farbstoffen und Bindemitteln. Wir verwenden keine Fleischersatzprodukte, keine Fischersatzprodukte, keine Milchersatzprodukte.

Ihr Restaurant verfolgt einen No-Waste-Ansatz. Wie wird das im Alltag aussehen?

Als Restaurant können wir nicht keine Energie verbrauchen. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir zumindest das Maß herunterfahren können. Im ersten Schritt heißt das: keine Aluminiumfolie, nur biologisch abbaubare Folien; wenn es geht – und es geht in 99 Prozent der Fälle – nutzen wir einen Deckel und spannen nicht ab; wir versuchen gerade, die Rechnung paperfree zu machen; wir haben keine persönlichen Visitenkarten etc. Für die Essensabfälle haben wir noch keinen Kompostierer, aber ich verspreche Ihnen, der wird kommen.

Nachhaltigkeit soll also integriert werden und eher en passant stattfinden, und nicht zum Beispiel in Form spezieller Gerichte?

Nein! Ich habe kürzlich über ein Menü gelesen mit dem Konzept „Taste the Waste“. Da habe ich gedacht, um Gottes Willen! Es gibt ja eigentlich keine Reste – probieren Sie zum Beispiel mal Brokkolistiele: Die sind so lecker! Meine Mutter hat mir erzählt, dass sie im Krieg aus Kartoffelschalen eine Suppe gekocht haben. Im „Geranium“ in Kopenhagen, einem der besten Restaurants der Welt, ist heute einer der Klassiker eine Consommé aus Kartoffelschalen, mit Crème fraîche und Kaviar. Toller Geschmack, tolles Aroma! Wir selbst haben Desserts gemacht mit dem Grün von Karotten, mit Lakritz abgeschmeckt. Oder ein Dessert mit Blaubeeren und Kerbel, wo wir aber nur die Kerbelstiele darübergelegt haben, denn die Kerbelblätter hatten wir für etwas anderes benutzt. Sie können so viel machen, aber ich würde es niemals Reste nennen! Es sind keine Reste, es sind nur andere Teile dieses Gemüses. Was ist schlimm an der Schale des Sellerie? Gar nichts.

ad-magazin.de
Beitrag vom: 19. Mai 2025
Ort München, Deutschland
Verlag Condé Nast Germany GmbH
Beitrag Interview mit Thomas Bühner

Cube – Der Bürocampus COCO im Kölner Norden

Licht und Schatten
Das Interior einer Stadtvilla besticht im Konzept und seinen gestalterischen Details

Pure Eleganz versprüht das Wohnhaus, das als Neubau in einem gefragten Villenviertel der Rheinmetropole entstand. Das Büro Kitzig Interior Design, das neben seinem Hauptsitz in Lippstadt seit einigen Jahren auch in Düsseldorf und Bochum ein Design Studio unterhält, schuf dafür ein maßgeschneidertes Interior, das durch spannungsvolle Akzente und harmonisch aufeinander abgestimmte Farben ein wohnliches Gesamtkonzept kreiert.

Auf über zwei Etagen und insgesamt mehr als 520 m² erstreckt sich der Wohnraum des Hauses, das sich mit einer puristischen Fensterfront großzügig in den Außenraum öffnet. Auf das Entrée des Erdgeschosses folgt dabei ein weitläufiger Wohnbereich, der sich mit raumhohen Schiebe-Glasfronten zu Terrasse und Garten hin orientiert. Ein raumhoch ausgebildeter, mit feinen Nussbaumlamellen verkleideter Block ist nicht nur Standort für den dreiseitig verglasten Gaskamin er integriert auch das TV-Gerät, aber auch mehrere Weinkühlschränke sowie einen versteckten Barschrank. Zugleich fungiert er als zentraler Raumteiler zum benachbarten Essbereich. Licht und Schatten definieren dabei konzeptuell die beiden Hauptzonen im Erdgeschoss: Der offene, helle Charakter des Wohnbereiches findet gestalterisch seinen Widerhall in einer überwiegend weißen Wandgestaltung. Puristische Möbelklassiker, farbige Stoffe und Kunstwerke in lebendigen Farben sorgen für Eyecatcher und brechen das stringente Interior Design. Zurückhaltendende, dunkle Farben prägen dagegen die räumlich introvertierteren Bereiche des Hauses: Die Einrichtung der separierbaren Küche ist in Ausstattung wie Wandund Deckengestaltung in mattem Schwarz gehalten, was mit dem warmen Ton des Fischgrätenparkettes kombiniert wird. Der sich en suite anschließende Essbereich erhält einen besonderen Akzent durch einen schwarzen Marmortisch von Knoll. Die unterschiedlichen Materialien und Oberflächen sorgen im Zusammenspiel mit der Beleuchtung für Spannung und eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Vor allem die Deckenleuchten, die ganz klassisch mit indirektem Licht und Strahlern kombiniert werden, verleihen den Räumen Gemütlichkeit und Persönlichkeit. Auf dem Obergeschoss setzt sich diese atmosphärische Spannung fort: Während das Masterbad ganz in Weiß gehalten wurde mit Marmorelementen, freistehender Badewanne und einem langgestreckten, maßgeschneiderten Waschtisch, stimmt das zum Schlafzimmer vermittelnde Ankleidezimmer gedämpftere Töne an: Warme Holztöne und ein Veloursteppich schaffen eine intime Atmosphäre, die durch das spotartig von oben einfallende Tageslicht einen lichtvollen Akzent bekommt. Mit hohem handwerklichen Einsatz ist ein detaillreiches Interieur entstanden, das einladend wohnlich und repräsentativ zugleich ist.

CUBE
Das Magazin für Architektur, modernes Wohnen und Lebensart im Ruhrgebiet 01 | 23
Ort Düsseldorf
Verlag https://www.cube-magazin.de/
Mehr zum Projekt: The Flat — Düsseldorf, DE

Pressebeitrag AIT

CITY VILLA IN DÜSSELDORF with luminaires by Artemide – www.artemide.com A city villa with a storied past: Built in 1926 by Peter Josef Kleesattel, best known for his church buildings, this 1,000-square-metre estate served as the residence of the British ambassador in the postwar period before standing empty for years, left to decay. Designer Olaf…

Thomas Bühner eröffnet »La Vie« in Düsseldorf

Back to the roots
Thomas Bühner eröffnet »La Vie« in Düsseldorf

Von Taipeh an den Rhein: Der westfälische Spitzenkoch Thomas Bühner eröffnet im April nächsten Jahres sein neues Restaurant in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen.

Der April ist sein Monat. Da hat Thomas Bühner Geburtstag. Im April 2023 eröffnete der ehemalige 3-Sterne-Koch des »La Vie« in Osnabrück das »La Vie by Thomas Bühner« in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh. Im April nächsten Jahres geht er mit dem »La Vie by Thomas Bühner« am Rhein an den Start.

Als Bühne hat er sich den One Metro Campus in Düsseldorf ausgesucht: Im Stadtteil Flingern an der Grenze zu Grafenberg entsteht ein neues Quartier für 4000 Menschen – ein Platz zum Wohnen und Arbeiten, zum Shoppen und Ausgehen. Der Großhändler Metro entwickelt seine angrenzenden Immobilien weiter und bringt im Gebäude seiner Hauptverwaltung neue, innovative Gastronomie unter. Neben sechs weiteren Lokalitäten findet auch das Fine-Dining-Restaurant von Thomas Bühner hier sein Publikum.

Internationales Ambiente

Für das Interieur hat sich der 62-Jährige wieder Olaf Kitzig von Design Studios Kitzig an die Seite geholt. Er war schon für die Gestaltung des Restaurants in Taipeh verantwortlich. Auch in Düsseldorf schaffen Kitzig und sein Team ein Ambiente, das in seiner Hochwertigkeit in Nichts der Küche von Thomas Bühner nachsteht: Ein Gastraum voller Rhythmik, von dem die Küche mit halbtransparenten, gemusterten Glaspaneelen nur indirekt getrennt ist. Dazu zwei 95 cm hohe Tresen aus Irish green und Red Jasper Marmor, die in ihrer farbkräftigen Naturschönheit starke Anziehungspunkte bilden und gleichzeitig für eine neue Kommunikation im Raum sorgen. Am grünen Block schwingt sich eine Kücheninsel an, die von einem Koch bespielt wird. Dazu gibt es klassische Tischensembles für zwei bis sechs Personen, die von wellenförmig angelegtem, schweren Samt an den Wänden eingerahmt werden. Ein nussbaumvertäfelter Weinschrank heißt mit einer Kühlinsel zum Aperitif willkommen.

Ein zeitlos-elegantes, internationales Ambiente, in dem sich die Gäste wie der Kochstil Thomas Bühners widerspiegelt: Auch hier bleibt der vielfach ausgezeichnete Koch wieder seiner Küchenphilosophie treu. Thomas Bühner: »Es wird Signature dishes aus dem alten ‚La Vie‘ geben.« Asiatische Einflüsse werden sich ebenso in seinen Gerichten wiederfinden. Das Konzept wird Timo Fritsche als Küchenchef umsetzen. Er hat bereits in gleicher Position in Osnabrück mit Bühner zusammengearbeitet.

»Back to the roots«

Das »La Vie« in Osnabrück wurde mit 19 Punkten im Gault&Millau und drei Michelin-Sternen ausgezeichnet. Seit der Schließung des Restaurants im Sommer 2018 ist Thomas Bühner als Gastkoch, Keynote Speaker und Berater für gastronomische Konzepte und Lebensmittelproduzenten aktiv – und das weltweit. In Asien wurde er in den vergangenen Jahren durch Gastkoch-Events in Taiwan, Hongkong, Singapur und Shanghai bekannt. Sein Restaurant »La Vie by Thomas Bühner« gehört zu den besten in Taipeh. Jetzt will er Düsseldorf erobern.

»Der Standort reizt mich besonders, weil es für mich ein bisschen ‚back to the roots‘ ist. Ich habe an die Stadt nur gute Erinnerungen und hier viel gelernt«. 1984 hatte Thomas Bühner unter Sternekoch Günter Scherrer im Düsseldorfer Hilton gearbeitet.

Falstaff
19.11.2024
Ort Düsseldorf, Deutschland
Verlag https://www.falstaff.com/

md Sonderausgabe Küche

IM GESPRÄCH MIT
OLAF KITZIG

Mit seinem Team hat er über 200 Küchen gestaltet. Im Fokus eines jeden Projekts steht dabei immer die Balance zwischen Funktion, Ästhetik und Individualität. Was auch immer Kitzig entwirft, muss zu den Menschen und ihren individuellen Ansprüchen passen.

Am Anfang stehen viele Fragen, eine Art Bedarfsanalyse: Wo soll die Küche hin, wie ist sie ausgerichtet und wie viele Personen wohnen überhaupt im Haus? Wird gerne gekocht? Wie viel Wert legen die Menschen auf Ernährung? Und wie steht es mit Geselligkeit? Kitzig geht es um das „allgemeine Mindset“, das sich beim Kochen und folglich in der Raumgestaltung niederschlägt.

Da werden aus einer Frage gern 20 neue, sagt der Gestalter. Er fährt fort: „Wir planen maßgeschneiderte Küchen. Und zwar immer im Kontext“. Das geht nicht, ohne einen Draht zu Menschen zu haben. Sein Türöffner zu den Wünschen und Vorstellungen seiner Kunden ist eine Bitte: „Erzählen Sie mir doch mal, wie Ihre Traumküche aussehen würde“, lockt Kitzig, überzeugt, dass sich daraus alles andere ableiten lässt. Sein Masterplan setzt bei den Wünschen an und übersetzt sie in die Realität.

Wenn jemand meint, goldene Wasserhähne wären toll vor einer elfenbeinfarbenen Wand? „Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten“, gibt Kitzig zurück. Das höre sich erstmal schreiend an mit Gold, mit Elfenbein, „aber je nachdem, wo die Küche steht, beispielsweise in einem alten Landhaus in Schottland, kann das schon wieder sexy sein. Wenn das Gold nicht hochglanzpoliert ist, sondern wirkt wie antikes Messing, kann die Armatur richtig gut sein.“ Doch in erster Linie muss eine Küche funktionieren. Da gibt es kein Pardon.

NATÜRLICHE MATERIALIEN

Kitzig hat viele Trends kommen und gehen sehen. Doch Naturstein ist für ihn aus der modernen Kochwelt nicht mehr wegzudenken. Auch Holz feiere ein Comeback, wenn er nur an die letzte Mailänder Möbelmesse denke. „Holz kommt wieder. Definitiv. Und auch Semitransparenz ist weiter auf dem Vormarsch.“ Eine Villa in Frankfurt zeigt Kitzigs Ansatz, Naturstoffe in eine Symphonie einzubinden, ein begehbares Klangstück aus Holz, Leder, Leinen, Marmor und Naturstein. Das funktioniert über Kontrapunkte. „Holzoberflächen sorgen für ein wohnliches Ambiente, während raue Steinoberflächen eine entspannte Rustikalität vermitteln.“ Die Naturstein-Arbeitsplatte ist 6 cm stark. Um ihren monolithischen Charakter zu bewahren, wurden die Spülbecken aus einem Stück gefertigt. „Holz und Stein hingegen verleihen minimalistisch gestalteten Küchen Tiefe“, sagt der Interiordesigner, der auch gerne mal eine Kombination aus Marmor, Beton und Edelstahl einsetzt. Sofort springt die von Edelstahl gerahmte, fast raumhohe Marmorwand ins Auge. Für Kitzig geradezu ein Beweis seiner These der anregenden Kontraste. Die Küche ist 6,40 m hoch. Als Pendant dient ein kreisförmiges Glas am Boden, das den Blick auf den Weinkeller darunter lenkt. Der Weinkühlschrank, lange Inbegriff von Geschmack und Status, hat für ihn ausgedient. Entweder geht man in den Keller oder greift zum Weinschrank, der aber hermetisch geschlossen ist.

Der Planer weiß, dass es zu jedem Trend einen Gegentrend gibt. Aber eines ist für ihn sicher: Die Küche werde so lange Bestand haben, wie sie einen Platz bietet, in dem sich Menschen wohlfühlen. „Sie funktioniert als Lebensraum, weil wir auch immer kleinere Wohnungen haben. Und sie wird noch ein Stück funktionaler.“

GEFRAGT IST DAS BESONDERE

Wo findet Olaf Kitzig Anregungen für seine nächsten Projekte? Der Planer sinniert einen Augenblick. Natürlich könne auch er sich nicht von Trends freimachen. Das fange bei der Farbgebung an und ende bei Möbeln. Ideen sucht er nicht etwa auf den einschlägigen Messen, sondern in der Kunst und in der Mode. Was einmal auf dem Laufsteg war, findet seinen Weg auch in unsere Lebenswelt. Denn die Anforderungen an das Einzigartige und Besondere steigen immer weiter. Da hilft auch kein Internet „Zehn schöne Modelle aus dem Netz ergeben noch lange kein stimmiges Ganzes“.

Die Küche ist nicht mehr der abgeschiedene Raum neben dem Wohnzimmer oder dem Esszimmer, sie ist Mittelpunkt des Wohnens und begleite unsere Esskultur. Kitzig beschreibt den Extremfall einer Familie mit zwei Kühlschränken, einer nur für veganes Essen, das partout nicht mit Fleischprodukten gemischt werden sollte. Dazu kamen verschiedene Pfannen: solche für Fleisch und Fisch und solche für vegetarische Gerichte. Alles haarklein geordnet. Auch deshalb fragt er genau nach, was das kulinarische Zentrum des Hauses denn leisten soll. „Wie wichtig ist morgens der Espresso? Brauchen Sie was zum Stehen? Oder was zum Sitzen?“ Sein Credo: „Die Herausforderung ist nicht der Raum und auch nicht unbedingt das Budget. Sondern die Kunden selbst, ihre Vorstellungen und Träume.“ Der wahre Luxus, das ist neben dem Essen und den Gesprächen ausreichend Raum. Und viel Tageslicht.

Was reizt ihn noch nach über 200 Projekten? „Dieser aktive Part“, antwortet er. „Eine Küche steckt voller Aktion. Hier können Sie kochen, schneiden und reden. Und eben diese Kombination aus Kochen, Anrichten und Genießen macht aus dem Raum etwas, das Anspruch hat und Spaß macht.“ Dafür entwickelt er mindestens zwei Lichtszenarien: gerichtetes Licht zum Arbeiten und ein AmbienteLicht, bei dem „alle wunderbar essen können.“ Licht ist bei der Küchenplanung ein häufig übersehener, aber entscheidender Faktor.

Anspruchsvolle Planung setzt auf Funktionalität. „Stimmige Abläufe sind das Nonplusultra“, so Kitzig: „Die Spülmaschine steht dort, wo auch das Geschirr eingeräumt wird. Und sie ist auf halber Höhe, dass sich niemand stark bücken muss.“

Abläufe entscheiden für ihn darüber, ob eine Küche zum Lieblingsort wird: Pfannen stecken in einem Vollauszug, die dann vom Herd zum Spülbecken und in die Spülmaschine wandern.

Dazu kommen passende Materialien: So funktionieren horizontale Lackflächen nicht, weil sie zerkratzen. Glasoberflächen oder hochglanzpolierter Edelstahl sind schwierige Materialien, wenn etwas auch nach Jahren noch gut aussehen soll.

Hochwertige oder ausgefallene Werkstoffe sind kein Selbstzweck. Die eigentliche Aufgabe besteht darin, sie gegenüberzustellen, ohne Abstriche bei der Funktionalität.

md – INTERIOR | DESIGN | ARCHITECTURE
Sonderausgabe Küche September 2024
Ort Stuttgart, Deutschland
Verlag Konradin Medien GmbH

OFFICE+OBJEKT – Interview Viki Kitzig

OFFICE+OBJEKT
Lieblingsprojekte von Architekten, Planern, Herstellern

In dem jüngst erschienenen Sammelband „OFFICE+OBJEKT“ werden 44 Top-Projekte für Büro & Co. vorgestellt. Es handelt sich um besonders gelungene Planungs- und Einrichtungsbeispiele, „Lieblingsprojekte“ namhafter Archi- tekten, Planer und Hersteller.

Auch dieser im Berliner PRIMA VIER Nehring Verlag erschienene Sammelband stellt mit seinen 208 hochwertig produzierten Seiten ein opulentes Kompendium dar. Die teilnehmenden Architekten, Planer und Hersteller wurden ausgewählt und ausgezeichnet von der Office-Redaktion des Verlags, welche seit über 25 Jahren über alle Facetten moderner Büroarbeit berichtet.

Nach Grußworten von Prof. Carsten Wiewiorra, Präsident des BDIA Bund deutscher Innenarchitektinnen und Innenarchitekten, sowie Helmut Link, Vorsitzender des Industrieverband Büro und Arbeitswelt IBA, thematisieren Autorenbeiträge renommierter Architekten die neuen Herausforderungen der modernen Büroarbeitswelt. Claudia & Klaus de Winder, Karim El-Ishmawi & Chris Middleton, Peter Ippolito, Wilfried Lembert, Tanya Rüegg & Stefan Camenzind betonen die Bedeutung von Inspiration und Individualität, von Flexibilität, Vielseitigkeit und Wandelbarkeit sowie von ökologischer Nachhaltigkeit. Neues Arbeiten benötige neugestaltete Räume.

Im Anschluss folgen bilderreich dargestellte Referenzbeiträge: Umsetzungsbeispiele, die den Architekten, Planern und Herstellern besonders am Herzen liegen und welche die Redaktion beeindruckt haben. Die 44 „Top- Projekte für Büro & Co.“ stammen unter anderem von Apoprojekt, Blocher Partners, Dauphin, de Winder, Evolution Design, Interstuhl, Ippolito Fleitz, Kinnarps, Kinzo, König + Neurath, Miller Knoll, Mintdesign, Scope Architekten, Thonet und Zumtobel.

„Durch die digitale Transformation und New Work ist das moderne Büro zum Treffpunkt, zum Lagerfeuer, zum Showroom, zur Bühne, zum Heimathafen, zur Mehrzweckhalle geworden. Das Unternehmen fungiert als Gastgeber. Dabei bleibt Activity-Based-Working das Konzept der Stunde: für jede Tätigkeit der passende Raum. Heute geht es um Flexibilität, Vielseitigkeit und Nachhaltigkeit. Neben Kommunikations- und Kollaborationszonen braucht es Orte für konzentrierte Arbeit. Und immer wichtiger sind Räume für hybride Meetings geworden, in denen Remote-Worker dazugeschaltet werden können.“, so Herausgeber Dr. Robert Nehring in seinem Vorwort. All dies gelte es heute, unter einen Hut zu bekommen. Eine Herkulesaufgabe und eine Sisyphusarbeit. Denn konstant sei hier nur der Wandel.

Für Robert Nehring steht auch fest, dass das Krisengerede vom Ende der Schreibtische, der Büros und der Bürogebäude deutlich verfehlt war: „Sie sind genauso wenig gestorben wie E-Mail und Festanstellung. Es wird sie natürlich auch in Zukunft geben. Und wenn man einmal genau hinschaut, dann ist die Bürowelt heute lebendiger als jemals zuvor.“

„OFFICE+OBJEKT“ ist als Hardcover und E-Book erschienen. Beide sind erhältlich unter office-roxx.de/shop.

OFFICE+OBJEKT
Ausgabe 2. September 2024
Ort Berlin, Deutschland
Verlag PRIMA VIER Nehring Verlag GmbH/
Buch https://office-roxx.de/produkt/officeobjekt-lieblingsprojekte-von-architekten-planern-herstellern-hardcover/
Mehr zum Projekt COCO Office OSMAB Holding AG — Köln, DE

Deutscher Architektur Verlag – Grand Tirolia Kitzbühel

Hospitality.

Reisen. Genuss. Erlebnis.

Das »Grand Tirolia Kitzbühel« ist ein exklusives Hotel der Hommage Luxury Hotels Collection, das auf dem Hochplateau Eichenheim in der Tiroler Alpenregion steht. Eingebettet in diese atemberaubende Gebirgslandschaft, bietet es seinen Gästen ein umfangreiches Angebot an Sport, Wellness und Kulinarik, das erneuert und erweitert werden soll. Die Sanierung und Renovierung des Hotels erfolgt schrittweise, wobei im ersten abgeschlossenen Abschnitt die Lobby, Rezeption, das Restaurant und Seminarräume sowie die Fitness- und Yoga-Bereiche erneuert wurden.

Kitzig Design Studios begegnen der Aufgabe mit der Grundhaltung, so viel wie möglich vom Bestand zu bewahren. So wurden beispielsweise mit veränderten Oberflächen, Stoffen und Möbeln neue Akzente gesetzt und neue Raumwahrnehmungen geschaffen. Rauer Naturstein, weiche Textiltapeten und schimmernde Glasflächen zonieren und beleben unterschiedliche Sitzkonstellationen, die sich in den Bereichen der Lobby, Bar und des Restaurants in intimere Rückzugsorte, lebendige Kommunikationstische und kuschelige Nischen differenzieren. Dabei bleibt Holz das dominierende Material, wobei es in seiner natürlichen Vielfalt in Farbe, Struktur und Form eingesetzt wird.

Das neue Raumprogramm des Hotels folgt dem Leitmotiv »gemütlicher, luxuriöser, komfortabler«. Die bereits vorhandenen Holzdecken und -vertäfelungen wurden teilweise beibehalten und mit neuen Oberflächen kombiniert. Typische Muster und Formen der Tiroler Alpenregion sind unaufgeregt in das Mobiliar und in Accessoires eingearbeitet und prägen den Charakter der Räume, während weiche Polsterstoffe, Erdtöne und themenbezogene Dekorationen Gemütlichkeit erzeugen. In der gesamten Hotelanlage finden sich Bezüge zur natürlichen Landschaft der Tiroler Alpen, die eine harmonische und authentische Verbindung zur Region schaffen. Zu den besonderen Hinguckern zählen unter anderem die grazile Reliefwand aus Corian hinter den Check-In-Tresen mit alpinen Blumenmotiven und die Rückwandgestaltung der Bar in Anlehnung an die Alpensilhouette.

Für die Gäste des »Grand Tirolia Kitzbühel« entsteht ein authentisches, regional verbundenes Umfeld, das durch die Umgestaltung modern, nachhaltig und funktional übersetzt wurde. Das Design verbindet Natur, Regionalität und höchsten Komfort zu einem charaktervollen Ganzen. Auch die Serviceleistungen und vielseitige Angebote sind auf die Bedürfnisse von unterschiedlichen Zielgruppen abgestimmt.

Mit dem zweiten Bauabschnitt wurden Ballsaal, Jazz Club sowie Ski Keller saniert und die Lobby erweitert, während im dritten Bauabschnitt 69 neue Zimmer und Zimmerflure, Spa Pools, Kino / Theater, Wintergarten, Indoor- und Outdoor-Spielplätze und Außenflächen mit Grillstation erneuert werden.

02 Bereits an den Empfangstheken erleben die Gäste das alpine Gestaltungsthema.

03 Da der Grundriss offen ist, verdeutlichen Teppiche und Deckenausformulierungen mit großzügigen Sitzbereichen gestalterisch definierte Zonen, wie hier in der Lounge.

04 Übersichtsplan Lobby

05 Der Salon ist akustisch vom Rest des offenen Erdgeschosses abgetrennt und gibt mit seinen raumhohen Bücherregalen einen dezenten Hinweis zur Nutzung.

06 Auch im hauseigenen Restaurant gibt es unterschiedliche Sitzgruppierungen und -größen in ihren Nischen zu entdecken, während sich die Deckengestaltung mal repäsentativ nach oben abhebt und an anderer Stelle wieder absenkt, um zwischen verschiedenen Stoffen, Farben und Mustern Gemütlichkeit zu erzeugen.

07 Ein besonderer Hingucker ist die Bar, deren Rückwand der Alpensilhouette nachempfunden ist.

08 Der Yoga-Bereich ist mit durchgängigen Strukturen und cremigen Farbtönen ausformuliert, was den Räumen eine wohltuende Ruhe verleiht.

Architektur + Innenarchitektur Kitzig Design Studios GmbH
Baujahr 2023
Fläche 6.300 m2 BGF
Bauherr Grand Tirolia Kitzbühel GmbH
Standort Eichenheim 10, 6370 Kitzbühel, Österreich
Bauleitung Technisches Büro Ing. Wilhelm Seidl GmbH – Stefan Gruber
Generalunternehmer Riedl Objektbau; Hinterwirth Architekten Ziviltechniker OG
Auszeichnungen HIDEAWAYS Newcomer of the Year 2023; Die 101 besten Hotels in Deutschland, Kategorie »Luxuriöse Nachbarn und Freunde«
Fotografie Ydo Sol
Buchung www.hommage-hotels.com/grand-tirolia-kitzbuehel

Deutscher Architektur Verlag
Ort Münster, Deutschland
Verlag https://www.deutscher-architektur-verlag.de/
Buch https://shop.deutscher-architektur-verlag.de/products/hospitality-reisen-genuss-erlebnis
Mehr zum Projekt Grand Tirolia — Kitzbühel, AT

AIT – Interview Olaf Kitzig

Olaf Kitzig von
Kitzig Design Studios

In einem Vorstellungsgespräch werden oft persönliche Fragen an Bewerberinnen gestellt. Im AIT-Vorstellungsgespräch bitten wir Chefinnen und Chefs um Antwort.

Über 25 Jahre Erfahrung in der Innenarchitektur bringt das Team von Kitzig Design Studios inzwischen auf den Plan. Zum Gründungsbüro, das 1998 von Olaf Kitzig in Lippstadt eröffnet wurde, sind nunmehr drei weitere Standorte in Bochum, München und Düsseldorf hinzugekommen, insgesamt 60 MitarbeiterInnen – vorwiegend mit Innenarchitektur-, Architektur- und Designausbildung – sind hier heute beschäftigt. Trotz stetigem Wachstum sei noch immer jedes Projekt eine Herzensangelegenheit, so das Credo Olaf Kitzigs.

Als international tätiges Interior Design Studio ist Kitzig vor allem spezialisiert auf Projekte in den Bereichen Hotellerie und Gastronomie sowie Spa und Healthcare. Auch Retail- und private Wohnprojekte gehören ins Portfolio; ein „New Work Office“ in München fokussiert Arbeitswelten. Neben Interior Design entwickelt das Design Studio auch Unternehmens- und Mar- kenidentitäten. Olaf Kitzig teilt sich die Geschäftsleitung mit den Architektinnen und Designerinnen Viki Kitzig, Donata Ridder, Tanja Kröger und Rebecca Schmücker.

1. Welches Gebäude löst bei Ihnen leidenschaftliche Gefühle aus?
Das Moma New York City

2. Welcher Innenraum hat Sie am meisten beeindruckt?
Der Spiegelsaal von Versailles

3. Was ist für Sie der Inbegriff von Kitsch?
Farbige Litterkette

4. Gute Innen-/Architektur ist …
Ein Zusammenspiel von Form & Farbe Material & ihren Gegensätzen

5. Welches Vorurteil gegen Ihren Berufsstand bringt Sie zur Weißglut?
Es gibt viele aber keines bringt mich in Rage

6. Innen-/Architekten sind …
Aus meiner Sicht leider nicht die größten Teamplayer

7. Was würden Sie heute als junger Absolvent tun?
Durch die Büros der Welt reisen

8. Was würden Sie gerne erfinden?
Ein Tool, das uns Menschen Fehler nicht zweimal machen lässt

9. Wen oder was würden Sie am liebsten abschaffen?
Narzissmus

10. Von wem hätten Sie sich gerne Ihr Haus bauen lassen?
Frank O. Gehry

11. Zeigen Sie uns die Lieblingsecke in Ihrer Wohnung:
Wohnzimmer mit Blick auf den Rhein

AIT
Ausgabe 3.2024
Ort: Leinfelden, Germany
Verlag https://ait-xia-dialog.de/

BDA Architekturpreis Wuppertal 2023

BDA Architekturpreis Wuppertal 2023

POSTBOUTIQUE HOTEL

Die Jury zeichnet das Projekt Postboutique Hotel Wuppertal mit einer Anerkennung aus.

Dabei steht für die Jury die Gesamtentwicklung des Projektes im Mittelpunkt. Gewürdigt werden der Umgang mit der Substanz und das individuelle Konzept abseits der den Hotelmarkt prägenden Ketten. Knapp 100 Jahren nach der Errichtung (1928) des Gebäudes als Hauptpostamt (Wuppertal-) Elberfeld ist es gelungen das denkmalgeschützte leicht geschwungene Gebäude mit deutlichen Tendenzen des Bauhausstils (Flachdach, typischer Lochfassade und plastischer Schmuck) mit einer neuen zeitgemäßen Nutzung zu beleben. Zusammen mit dem Platz am Kolk und er gegenüberliegenden Kirche ist hier an diesem verkehrstechnisch durchaus belasteten Standort ein neuer Impuls entstanden.

Das Hotel-Interieurs dabei durchaus einer eigenen ästhetischen Logik folgen ist der Jury durchaus bewusst. Auch wenn es hier im Einzelnen durchaus kritische Anmerkungen gibt, lobt die Jury das durchgängige Konzept mit Anklängen an die 1920er Jahre, die das Hotel in allen Bereichen durchzieht. Wuppertal erhält dadurch ein einzigartiges unverwechselbares Hotel.

Wuppertal
Platz am Kolk 3

Architekten
Kitzig Interior Design GmbH

Bauherr
Cosimo Investment Group GmbH

Jahr der Fertigstellung
2021

Fotografien
Marvin Schwienheer

BDA Wuppertal
Datum Januar 2024
Ort Wuppertal
Herausgeber https://www.bda-wuppertal.de/
Mehr zum Projekt: Postboutique Hotel — Wuppertal, DE

FAZ – Sternekoch Thomas Bühner

Sternekoch Thomas Bühner : Unser Mann in Taipeh
Spitzenkoch Thomas Bühner sorgte einst in Osnabrück für kulinarischen Hochgenuss, jetzt bringt er ihn nach Fernost: Sein neues Restaurant befindet sich in einem Luxus-Einkaufszentrum in Taipeh.

Im Nordosten von Taipeh liegt die Jingye Road. Shoppingcenter, Ho­tels und Restaurants säumen die breite Straße, am nördlichen Ende liegt ein großer Kinokomplex, hinter dem ein Riesenrad emporragt. Knapp 100 Me­ter entfernt befindet sich die Noke Mall, ein neues Luxus-Einkaufszentrum. Hier empfängt seit Ende April Thomas Bühner seine Gäste. Ein Sternekoch in einer Mall? „Viele Deutsche und Europäer finden das ungewöhnlich. In Amerika, Asien und im Nahen Osten aber ist das total üblich“, sagt Bühner. Auch aus ganz pragmatischen Gründen; es sei etwa immer für Parkplätze gesorgt. Hochklassige Adressen wie die Noke Mall locken zudem eine anspruchsvolle Klientel. Aus Bühners Sicht verläuft dieser Effekt aber andersherum: „Wir sind das Zugpferd und sorgen für internationale Aufmerksamkeit, wie sie die Mall sonst nicht bekäme.“

Dank Bühners unaufgeregt-westfälischer Art und seiner leisen Stimme klingt ein solcher, durchaus selbstbewusster Satz wie die nüchterne Feststellung eines Menschen, der es nicht nötig hat, nach Aufmerksamkeit zu schreien. Auch in der Küche schreit Bühner wenig. Das bejubelte auf Social Media Anfang des Jahres ein großes Fernsehpublikum, als er in Tim Mälzers „Kitchen Impossible“ auftrat. Neben seiner Kochkunst, die ihm einst drei Sterne einbrachte, begeistert Bühner mit einem Mix aus souveräner Gelassenheit, trockenem Humor und fast entwaffnender Bescheidenheit. Als Mälzer-Kontrahent, Gastkoch, Redner und Berater von Restaurants weltweit. Und als Namensgeber des „La Vie by Thomas Bühner“ in Taiwans Hauptstadt.

Das Konzept hat der 61-Jährige mit seinem hiesigen Geschäftspartner Ray Wu erarbeitet, die Karte mit seinem aus Hongkong stammenden Küchenchef Xavier Yeung entwickelt. Das Personal schult Bühner persönlich vor Ort – und gibt dem Ganzen nicht nur seinen eigenen, sondern auch jenen Namen, mit dem er international bekannt wurde.

Sein Dreisternerestaurant „La Vie“ in Osnabrück feierte zwölf Jahre lang Erfolge – bis zur überraschenden Schließung am 15. Juli 2018. Bühners Blick wird ernst, wenn er über „den schwersten Tag meines Lebens“ spricht. Aber: Ohne diese Erfahrung hätte er danach wohl weder in so vielen Küchen auf der ganzen Welt gekocht noch vor zwei Jahren Ray Wu kennengelernt, aus dessen Idee das „La Vie by Thomas Bühner“ entstand. „Der Name soll mein Commitment ausdrücken“, sagt Bühner: Aus der Ferne Rezepte schicken und, falls mal etwas schiefgeht, die Verantwortung auf das Küchenteam schieben, das sei nicht sein Stil.

Und was ist der kulinarische Stil seines neuen Restaurants mit Platz für 28 Gäste? Europäische Küche und Klassiker aus dem Osnabrücker „La Vie“ treffen auf regionale Produkte, heißt es in einer Pressemitteilung. „Klar, ‚regional‘ sagt jeder“, so Bühner, „aber warum sollte ich in Taiwan Steinbutt aus Frankreich und Brokkoli aus Italien zubereiten? Produkte werden nicht besser, wenn sie einmal um die Welt fliegen.“ Gerichte wie japanischer Kama-Toro zu weißem Spargel und Sauce Paloise sollen den taiwanischen Geschmack treffen.

In Taipeh gibt es 31 Restaurants mit einem Stern

Die Leidenschaft für Gastronomie ist groß in Taiwan. Auch, weil es – wenn man nicht gerade in ein Sternerestaurant geht – günstiger ist, auswärts zu essen, als zu Hause zu kochen. Allein in Taipeh gibt es 31 Restaurants mit einem Stern und mehr; in direkter Nachbarschaft zu Bühners „La Vie“ liegen das „Raw“ und das „Taïrroir“, beide haben je zwei Sterne. Bühner beflügelt diese Nähe: „Es gibt keine bessere Situation! Sie zeigt, dass auch gehobene Gastronomie eine Rolle im Leben der Menschen spielt.“ Auf die Frage, ob seine neuen Nachbarn das genauso sehen, entgegnet er mit westfälischer Gelassenheit: „Ist mir egal.“ Er gehe auf seine Kollegen zu: „Ich mache daraus keine Konkurrenz.“

Auch das Verhältnis zu seinem Küchenchef Xavier Yeung sei ein kollegiales. Mehr noch: „Gerade bei regionalen Zutaten weiß er vieles einfach besser als ich.“ Etwa, dass japanischer Kimedai eine Alternative für Rotbarbe sein könnte. Wo auch immer er kocht, Bühner ist lernwillig. Wenn er erzählt, wie in Indien Kokosnüsse ausgehöhlt werden und Chai gemacht wird oder wie ihm in China ein Küchenchef einen Kochkurs gab, gerät er geradezu ins Schwärmen: „Ich finde das toll, so was mal zu sehen!“

Er lässt die Mannschaft spielen

Ein Projekt wie in Taipeh funktioniere sowieso nur mit Vertrauen in das Können anderer: „Ist die Mannschaft auf dem Platz, muss ich sie spielen lassen. Beim Elfmeter geht der Trainer ja auch nicht aufs Feld und sagt: ‚Lass mich mal‘.“ Ohne dieses Vertrauen müsste er selbst in der Küche stehen – und dauerhaft nach Taipeh ziehen. Das aber stehe aktuell nicht zur Debatte, viel zu gerne komme er nach jeder Reise zurück nach Osnabrück, wo er mit seiner Frau lebt. „Sie hat viel Verständnis, wenn ich lange unterwegs bin, ist aber in der Gegend sehr verwurzelt. Und ich habe ganz und gar keine Motivation, herauszufinden, was sie un­glücklich macht.“

Glücklich sollen auch seine Gäste sein. Auf ein internationales Publikum hoffe er, überhaupt auf mehr Touristen im Land: „Wenn ich Bekannten erzähle, dass ich nach Taiwan fliege, fragen manche, was ich denn schon wieder in Thailand mache.“ Taiwan werde meist nur durch negative Nachrichten wie jene über die Spannungen mit China wahrgenommen. Die Berichterstattung sei zu einseitig. Für einen Moment ist es vorbei mit der Bühner’schen Ruhe: „Einmal hieß es im Radio, dass man hier auf den Straßen die Angst der Menschen spüre. Ich bin sonst gar nicht so mitteilsam, war aber kurz davor, da anzurufen und zu sagen: In all der Zeit habe ich diese Angst noch nie gespürt.“

Bühner fühlt sich wohl in Taipeh – hat er hier womöglich den Ausgangspunkt für weitere Dependancen gefunden? „Ich weiß noch nicht, ob und wie sich die Idee vervielfältigen lässt. Ausschließen kann ich es nicht.“ Nur eines schließt er definitiv aus: einen baldigen Ruhestand. Das liegt offenbar in der Familie, seine Mutter habe noch mit 85 gearbeitet, so Bühner: „Ich habe Lust, noch lange weiterzumachen.“

Frankfurter Allgemeine
Beitrag vom 15.6.2023
Ort Frankfurt am Main
Verlag Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
Mehr zum Projekt: La Vie by Thomas Bühner — Taipei, TW

architektur international – Grand Tirolia, Kitzbühel

GEMÜTLICHER & NOCH LUXURIÖSER

Grand Tirolia, Kitzbühel
Kitzig Design Studios, Düsseldorf

Wer für seinen Urlaub auf der Suche nach maximalem Komfort, Bewegung in einer großartigen Landschaft und spannenden Erlebnissen ist, wird im Luxushotel Grand Tirolia in Kitzbühel fündig. Hier genießen Gäste das großzü- gige Ambiente der luxuriösen Zimmer und Suiten und starten den Tag bei einem exquisiten Frühstück auf ihrem privaten Balkon mit grandiosem Blick auf die Alpen. Die prachtvolle Natur bietet zu jeder Jah- reszeit ein einzigartiges Panorama – für Wanderer, Golfer, Biker, Wintersportler oder Stauner. Das Grand Tirolia, Teil der Hommage Luxury Hotels Collecti- on, ist ein exklusives Refugium, eingebettet in die großartige Tiroler Alpenlandschaft.

Das Haus wird schrittweise umgebaut und erweitert. Für das Interior Design zeichnet die Kitzig Interior Design GmbH verantwortlich. Im ersten Bauabschnitt wurden die Lobby, Rezeption, Restaurant und die Fitness- und Yoga-Bereiche erneuert. Auch die Zimmer erhielten eine umfassende Modernisierung. Die nächsten Bauphasen umfassen dann die anderen öffentlichen Bereiche, zudem wird noch ein Erweiterungsbau mit zusätzlichen Zimmern und tollen Freizeitangeboten – Kino, Spielbereiche für Kinder u. v. m. – folgen.

Wer für seinen Urlaub auf der Suche nach maximalem Komfort, Bewegung in einer großartigen Landschaft und spannenden Erlebnissen ist, wird im Luxushotel Grand Tirolia in Kitzbühel fündig. Hier genießen Gäste das großzü- gige Ambiente der luxuriösen Zimmer und Suiten und starten den Tag bei einem exquisiten Frühstück auf ihrem privaten Balkon mit grandiosem Blick auf die Alpen. Die prachtvolle Natur bietet zu jeder Jah- reszeit ein einzigartiges Panorama – für Wanderer, Golfer, Biker, Wintersportler oder Stauner. Das Grand Tirolia, Teil der Hommage Luxury Hotels Collecti- on, ist ein exklusives Refugium, eingebettet in die großartige Tiroler Alpenlandschaft. Das Haus wird schrittweise umgebaut und erweitert. Für das Interior Design zeichnet die Kitzig Interior Design GmbH verantwortlich. Im ersten Bauabschnitt wurden die Lobby, Rezeption, Restaurant und die Fitness- und Yoga-Bereiche erneuert. Auch die Zimmer erhielten eine umfassende Modernisierung. Die nächsten Bauphasen umfassen dann die anderen öffentlichen Bereiche, zudem wird noch ein Erweiterungsbau mit zusätzlichen Zimmern und tollen Freizeitangeboten – Kino, Spielbereiche für Kinder u. v. m. – folgen.

HOLZ DOMINIERT
Im Zuge des ersten Bauabschnitts wurden vorhandene Holzdecken und -vertäfelungen teilweise beibehalten und mit neuen Oberflächen kombiniert: Mit rauem Naturstein, weichen Textiltapeten und schimmernden Glasflächen werden die Bereiche neu zoniert und belebt. Holz bleibt das dominierende Material, wird aber in einer Vielfalt von Farben, Strukturen und For- men eingesetzt. Typische Muster und Elemente der Tiroler Alpenregion werden modern umgesetzt und prägen den Charakter der Räume. Dazu erzeugen weiche Polsterstoffe, Erdtöne und die themenbezgenen Dekorationen viel Gemütlichkeit und Wärme. Im Küchenbereich kam der edle Tiroler Quarzit von der Firma Unika zum Einsatz, dieser ist perfekt für Innen- und Außenbereiche geeignet. Der Naturstein wird auch in Schwimmbadbereichen verwendet – wie zum Beispiel im Warmbad Villach und im Stanglwirt. Bei der Renovierung der Zimmer wurde auf eine nachhaltige Bewahrung des Bestands geachtet und mit neuen Stoffen und Möbeln modernisiert. Hier stehen eine wohlige Atmosphäre und Komfort im Fokus und der traumhafte Panoramaausblick lädt zum Zurücklehnen und Entspannen ein. Auch der großzügige Yoga-Bereich ist sehr natürlich und hell gestaltet. Die Leichtigkeit versprühenden Räume und das reduzierte Design lenken den Fokus auf Körper und Geist. Die Zonierung bietet viel Raumfreiheit und ermöglicht eine flexible Nutzung. Das Interior Design des Fitnessbereichs setzt einen optischen Kontrast zwischen den technisch anmutenden Fitness- geräten und den Sitz- und Relax-Zonen: Hier finden sich weiche, geschwungene Sitz- und Liegeflächen, kombiniert mit Holztischen und Hockern.

STILVOLLES ENTSPANNEN
In diesem Ambiente wird ein vielfältiges Angebot an Beauty, Wellness und Fitness auf 2.000 Quadratme- tern geboten. Denn im luxuriösen Spa-Bereich des Grand Tirolia geht es nur um eines – um den Gast: Ganz gleich ob erst der Kreislauf beim Kardio-Trai- ning in Schwung gebracht, sich an den Kraftstatio- nen ausgepowert oder gleich in die träumerische Atmosphäre der Sauna- und Pool-Landschaft des Wellnesshotels eingetaucht wird – hier findet jeder Raum und Zeit für sich. Das Fachpersonal verwöhnt Erholungsuchende gerne mit wirksamen Beauty-, Massage- oder Wellness-Anwendungen, die Wohl- befinden, Schönheit und Vitalität spürbar steigern.

MODERNE & ALPINE NOTE
Aus dem Wellnessbereich geht es in das eigene Zu- hause auf Zeit: Holz, Leder und erlesene Materialien verleihen den luxuriösen Zimmern und Suiten des Luxushotels ihre moderne, alpine Note. Das hoch- wertige Interieur sorgt für entspannte Behaglichkeit auf höchstem Niveau. Jedes Zimmer ist mit allem ausgestattet, was auch einen längeren Aufenthalt noch komfortabler macht. Die Deluxe-Zimmer verfügen über Balkone mit einem atemberaubenden Ausblick und Sonnenliegen sowie über ein großzügiges Badezim- mer mit Badewanne und begehbarer Regendusche. Die traumhaften Suiten mit separaten Wohn- und Schlafzimmern strahlen puren Luxus, Großzügigkeit und Eleganz aus, der grandiose Ausblick von dem eigenen Balkon oder der privaten Terrasse auf die Alpen beschert unvergessliche Momente.

KULINARISCHER GENUSS
Für das leibliche Wohl öffnet sich die große, weite Genusswelt des Hotels: Im neuen Restaurant Tirolia werden die Gäste nach höchster Kunst der Kulinarik verwöhnt und können feinste internationale Küche mit alpin-urbanem Flair genießen. Der Golf Course Eichenheim bittet wie gewohnt zur Teatime, das Gasthaus Eichenheim hält sich für täglich frisch gebackene Kuchen sowie deftige Speisen bereit und das Team der Weinbar erfreut alle Weinfreunde und Weinfreundinnen mit erlesenen Tropfen. Die Restaurants und Bars legen den Fokus auf regionale Spezialitäten aus Küche und Keller, internationale Grande Cuisine, die besten Weine sowie edle Spi- rituosen aus Österreich und dem Rest der Welt.

VERANSTALTUNGEN MIT AUSBLICK
Das Grandhotel, das hinsichtlich Luxus, Service und Facilities keine Wünsche offenlässt; die atemberau- bende Berglandschaft mit Blick auf die mächtigen Gipfel der Tiroler Alpen: In dieser perfekten Location sorgt das Service-Team mit Herzblut dafür, dass bei jeder Art von Veranstaltung nicht nur der Rahmen, sondern auch die organisatorischen, technischen und kulinarischen Details stimmen. Vertrauliche VIP-Meetings, Familienfeiern im engsten Kreis oder bedeutende Business-Events und prunkvolle Hochzeitsbanketts mit bis zu 400 Personen – im Grand Tirolia finden Veranstalter die elegante, in- spirierende und für den jeweiligen Anlass ideale Räumlichkeit.

AKTIV ZUR JEDER JAHRESZEIT
Aktive Urlauber erkunden die atemberaubende Na- tur beim Wandern oder Biken, spielen eine Runde Golf mit Blick auf die majestätischen Gipfel oder entspannen einfach inmitten dieser einzigartigen Landschaft. Im Grand Tirolia können Gäste die vielfältigen Aktivitäten entdecken, die Kitzbühel im Sommer zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Zwischen den umliegenden Berggipfeln lugt die Sonne hervor, der Ausblick rund um den mittelalterlichen Stadtkern ist grün. Hier ist jede Jahreszeit besonders, das harmonische Sommer- erlebnis ist allerdings ohne Frage ein Höhepunkt. Ob auf Wanderwegen durch die Alpen oder auf dem Championship Golf Course Eichenheim – hier wird der Sommerurlaub zum unvergesslichen Erlebnis. Zwischen Tradition und Moderne, zwischen Tiroler Berg-Romantik und Jetset hat die Kleinstadt beste Voraussetzungen für einzigartige Momente und vielfältige Aktivitäten. Die Region bietet natürlich auch im Winter viel Ab- wechslung. Denn wenn der Schnee die Landschaft in eine weiße Glitzerwelt verzaubert, ist es Zeit, Skier, Schlitten und Schneeschuhe hervorzuholen und sich dem Wintersport zu widmen. Wonach Win- tersportlern auch ist, ob Nordic Walking, Schlitten- fahren oder Winterwandern in Tirol: Im Kitzbüheler Winterparadies findet jeder ein Erlebnis ganz nach seinem persönlichen Geschmack.

HOMMAGE LUXURY HOTELS COLLECTION
Die exklusiven Häuser der Hommage Luxury Hotels Collection beeindrucken mit ihrem großzügigen Am- biente, zeitgemäßen Luxus und perfekten Service. Hier erleben Gäste puren Genuss und moderne Nachhaltigkeit in Kombination mit der 60-jährigen Hotellerie-Tradition der renommierten Dorint Gruppe. Was die exklusiven Hotels von anderen unterscheidet, ist das Versprechen, dass jeder Aufenthalt zu einem einzigartigen Erlebnis wird. Alle Häuser der Hommage Luxury Hotels Collection sind tief in ihrer Region verwurzelt und haben dieselbe Philosophie: höchste Qualität, Exklusivität und Nachhaltigkeit.

architektur international
Ausgabe 4-2023
Ort: Haunetal, Germany
Verlag https://www.architektur-international.com/
Mehr zum Projekt: Grand Tirolia — Kitzbühel, AT

Wirtschaftswoche, Management-Blog

MANAGEMENT-BLOG,
WAS TUT SICH HINTER DEN KULISSEN DER UNTERNEHMEN?
Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Olaf Kitzig, der immer im Dunkeln duscht

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Olaf Kitzig, der Inhaber der Kitzig Design Studios mit Kunden wie Hilton, Hyatt oder Marriott.

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Kitzig Interior Design realisiert Innenarchitektur- und Architekturprojekte im In- und Ausland mit Fokus auf Hotellerie, Gastronomie und Office und Retail.

Womit beginnt Ihr Tag?

Mein Tag startet sieben Uhr. Als erstes schalte ich Musik an, trinke einen Kaffee, gehe duschen und bevor ich das Haus verlasse, halte ich noch einmal eine Minute Ruhe, eine Art persönliche Meditation, wobei ich versuche an nichts zu denken, Gedanken ziehen zu lassen, um dann in das Getümmel des Tages zu starten.

Welche sichtbaren Attitüden haben Sie, die Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job unterscheiden?

Von der Socke bis zum Einstecktuch muss es bei mir perfekt passen. Vom Gürtel bis zur Brille. Design ist eine Leidenschaft und meine Berufung. Ich liebe und lebe das sehr ganzheitlich.

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

…dass ich penibel und chaotisch zugleich bin. Dass ich mich aufrege, wenn jemand eine Tasse mit dem Aufdruck „Guten Morgen, mein Schatz“ mit ins Büro bringt. Das Geschirr muss immer einheitlich sein. Gleichzeitig esse ich ein Croissant und verteile die Krümel überall auf dem schwarzen Teppich …

Tee oder Kaffee?

Grüner Tee und viel Espresso

Ihr Spitzname ist…?

In meinem näheren Umfeld bin ich O. IDamit komme ich gut weg.

Verraten Sie eine Marotte.

Ich dusche im Dunkeln. Nicht, weil ich mich nicht ertrage. Das ist vor circa 25 Jahren auf Malta entstanden, wo öfter mal der Strom ausgefallen ist. Daraus hat sich eine Art Entspannungsritual entwickelt – auch wenn ich das Glück habe, dass meine Badezimmer immer mit Fenstern Richtung Garten ausgerichtet sind.

Was bringt Sie in Harnisch?

Unzuverlässigkeit und Ignoranz. Vor allem Ignoranz – in jeglicher Form – bringt mich auf Hochtouren.

… und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Mein Hang zu Ordnung und geordnetem Chaos. Ich neige zu Perfektionismus.

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Ich spreche zwar nur Englisch, aber Sprachen sind meine Leidenschaft und ich habe mir vorgenommen, Französisch zu lernen und dann das Land intensiv zu bereisen. Für mich ist Sprache der Schlüssel, um ein Land wirklich zu verstehen.

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Ehrlichkeit und Offenheit. Vor einiger Zeit kam eine Kollegin zu mir, die einen niedergeschlagenen Eindruck machte. Sie erzählte mir, warum ein Projekt schleppend und anstrengend lief. Sie habe einen Fehler gemacht, gestand sie. Je länger wir dasaßen und redeten, umso besser wurde die Stimmung. Weil ich ihre Offenheit und Ehrlichkeit so sehr schätzte, rutschte das berufliche Problem in den Hintergrund, für das wir schließlich gemeinsam eine Lösung fanden. Heute gehört sie zum Führungskreis meines Unternehmens. Ein Unternehmen wie auch das Leben kann man nur mit Ehrlichkeit meistern.

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Ohne mein Smartphone schaffe ich es maximal in den mir selbst auferlegten Detox-Phasen. Als zweites auf mein Auto – Mobilität ist für mich ein großes Zeichen von Freiheit und Selbstständigkeit. Und meine Kaffeemaschine, da man bei meinem etwas übersteigerten Genuss von koffeinhaltigen Getränken und dem immer wiederkehrenden Versuch, entkoffeinierten Kaffee zu trinken, durchaus von einer Sucht sprechen kann.

Was war Ihr peinlichster Moment?

Vor knapp zwei Jahren trug ich einen Zweireiher bei einer Präsentation im Headquarter der Hilton Hotels in London. Nachdem die 15 Projektbeteiligten Platz genommen hatten, schloss ich mein Laptop an den Beamer an, beugte mich nach vorne und in dem Moment sprang der sechste Knopf meines Zweireihers ab und schoss über den Konferenztisch. Die eine Hälfte der Runde amüsierte sich prächtig. Die andere schaute verschämt zur Seite. Ich auch. Schlussendlich war aber das Eis gebrochen und die Präsentation war erfolgreich.

Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?

Bei einer Reise auf die Seychellen, immer ein Traumziel von mir, machte ich auf der Hauptinsel Mahé auf eine Rundfahrt mit einem Hovercraft. Nach einer Viertelstunde waren fast alle auf dem Boot grün und blau im Gesicht. Nach einer knappen Stunde endete die Tour frühzeitig wieder am Ausgangspunkt. Da stellte sich heraus, dass dieses Hovercraft-Boot erst am Vorabend geliefert worden war und die Crew mit uns ihre Jungfernfahrt absolviert hatte.

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Ein Job bei Ärzte ohne Grenzen in einem der extremen Einsatzgebiete, um einmal einen völligen Perspektivwechsel zu bekommen und das Leben anders zu fühlen und wahrzunehmen.

Mit dem Bonsai in seinem Büro will sich Olaf Kitzig immer wieder „daran erinnern, die kleinen Dinge zu sehen“, sagt er.

Wirtschaftswoche – Management-Blog
Beitrag vom 22.8.2023
Ort Düsseldorf, Germany
Verlag Handelsblatt GmbH & Co. KG
Link zum Beitrag https://blog.wiwo.de/management/

ahgz – Thomas Bühner kommt zurück nach Deutschland

Thomas Bühner kommt zurück nach Deutschland

Der Metro AG ist es gelungen, den Sternekoch für ihren Campus in Düsseldorf zu gewinnen. Sein Gourmet-Restaurant soll La-Vie-Klassiker servieren.

Von Taipeh nach NRW: Der langjährige 3-Sterne-Koch Thomas Bühner kommt mit einem neuen Restaurant zurück nach Deutschland. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2025 vorgesehen, entstehen wird das neue Projekt auf dem Metro Campus in Düsseldorf. Geplant ist ein Gourmetrestaurant, in dem Klassiker aus dem ehemaligen La Vie mit Neuheiten von Bühners Reisen rund um den Globus präsentiert werden. Für das Interieur wird Interior Designer Olaf Kitzig verantwortlich zeichnen.

Zurück in Düsseldorf

Düsseldorf habe für den Spitzenkoch eine ganz besondere Bedeutung: „ Hier hat 1983 meine Karriere bei Günther Scherrer begonnen. Hier habe ich die Grundlagen des Kochens gelernt. Mit meinem neuen Restaurant schließt sich also ein Kreis und ich freue mich sehr darauf, Gäste aus Düsseldorf und aus der ganzen Welt schon bald mit meiner Küche zu begeistern.“

Bühner hat unter Harald Wohlfahrt in der Schwarzwaldstube Baiersbronn gekocht. 1996 erkochte er als Küchenchef im La Table Dortmund seinen ersten Michelin-Stern, 1998 folgte der zweite. Den dritten errang er schließlich mit seinem La Vie in Osnabrück. Im Juli 2018 schloss das Restaurant die Pforten, da der Eigentürmer, die Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe sich organisatorisch neuasusrichten wollte.

Weltenwandler zwischen Ost und West

Bühner selbst soll als Betreiber, Konzeptgeber und Patron des Projektes fungieren. Erst im April dieses Jahres hat der Spitzenkoch das La Vie by Thomas Bühner im taiwanischen Taipeh eröffnet. Seitdem teilt er seine Zeit zwischen den beiden Kontinenten auf und verbindet die Zeit in Asien mit weltweiten Gastauftritten in Boston, Mumbai, Singapore, Hongkong, und vielen anderen Städten.

ahgz.de
Beitrag vom: 28.09.2023
Ort Frankfurt am Main
Verlag dfv Mediengruppe
Mehr zum Projekt: La Vie by Thomas Bühner — Taipei, TW

Elle Taiwan – Zhongtai Le Living Restaurant

Zhongtai Le Living Restaurant: La Vie by Thomas Bühner

The famous La Vie restaurant, which has been awarded three Michelin stars for seven consecutive years under the direction of German celebrity chef Thomas Bühner, is now also available at NOKE Zhongtai Le Life. The “La Vie by Thomas Bühner Ruili Restaurant”, jointly invested and operated with its Taiwanese partner, offers menus created by Chef Thomas Bühner himself, combining his world-famous three-dimensional cooking philosophy with the best ingredients from around the world and selected materials from Taiwan to create a unique and exquisite Michelin-starred experience in Taiwan.

Elle Taiwan
Edition 05/2023
Location Taiwan, TW
Publisher https://www.elle.com/tw/
More about the project: La Vie by Thomas Bühner — Taipei, TW

Callwey Best of Interior – TheFlat

DIE REINSTE INSPIRATIONSQUELLE
DÜSSELDORF – KITZIG DESIGN STUDIOS

Wer es sich zur Aufgabe gemacht hat, anderen Menschen ihre Lebenswelten zu gestalten, ist bei der Auswahl für die eigenen Belange sicher besonders anspruchsvoll. Olaf Kitzig von den gleichnamigen Design Studios mit vier Standorten in Lippstadt, Bochum und jetzt eben auch Düsseldorf stellte entsprechend hohe Anforderungen an das Domizil in der nordrhein-west­ fälischen Landeshauptstadt. Die herrschaftliche Villa mit Rheinblick brachte jedenfalls beste Voraussetzungen für eine repräsentative neue Dependance mit.

Geplant sowohl als Showroom als auch privates temporäres Domizil demonstriert das Interieur die Umsetzung eines Konzepts, das wohnliche Qualitäten mit einer Bandbreite beispielhafter Lösungen verbindet. „Vorhandene Elemente wie die originalen Bauteile der historischen Architektur wurden zunächst wieder aufgearbeitet und in das neue Konzept integriert“, fasst Inhaber und Bauherr Olaf Kitzig die denkmalgerechten Ausführungen des mit Holzschnitzereien versehenen Treppenhauses, des Eichenparketts im Fischgrätmuster sowie die Restaurierung der Kastenfenster und Türen zusammen. Jeder Raum des dreigeschossigen, 100 Jahre alten Gebäudes wurde anschließend nach einem eigenen Farb-, Material- und Möbelkonzept gestaltet, ohne dabei je die elegant-zeitlose Linie zu verlassen. Die Herausforderung bestand darin, zeitgemäßen Komfort mit dem authentischen Charme der Substanz zu vereinen. Eine Klammer schafft die beachtliche Kunstsammlung des Hausherrn, die jedem Bereich vom Entree bis zum Bad eine persönliche Note verleiht. Individuelle Lichtlösungen vom Kronleuchter am Essplatz über die atmosphä­ rische Beleuchtung im Kaminzimmer und dezent funktionale Deckenspots bis zur kunstvollen LED-Installation im Treppenhaus sorgen dafür, dass auf den über 500 Quadratmetern Fläche das Gefühl von Intimität und privatem Komfort aufkommt. Zu den Highlights des an spektakulären Details nicht gerade armen Interieurs gehört auf jeden Fall die smaragdgrüne Badewanne, die auf einem Podest stehend den Blick in den Düsseldorfer Himmel bietet. Ein luxuriöses Extra, das seinen inspirierenden Show-Effekt mit Bravour erfüllt.

Callwey GmbH
Ausgabe 2023
Ort Munich, Germany
Verlag https://www.callwey.de/
Mehr zum Projekt: The Flat — Düsseldorf, DE

Artemide – Kitzig Design Studios Düsseldorf

Lichtgestalten: Architektur trifft auf strahlende Inszenierung

Neuer Glanz für einen ehrwürdigen Altbau am Rhein: Ein Interieur-Spaziergang der Spitzenklasse durch die Welt von Artemide und Kitzig Design Studios

In der Welt der Architektur ist Licht das unsichtbare Sichtbare, das die Macht hat, Räume zum Leben zu erwecken und Emotionen zu entfachen. Ob bei der Renovierung eines bestehenden Hauses oder beim Entwurf eines neuen Gebäudes, eine geschickte Lichtinszenierung ist der Schlüssel, um ein unvergessliches Erlebnis zu schaffen. Ein beeindruckendes Beispiel des perfekten Beleuchtungskonzepts liefert Designer Olaf Kitzig, der gerade eine alte Düsseldorfer Villa in ein begehbares Schmuckstück verwandelt hat – inklusive maßgeschneidertem Lichtkonzept. Begleiten Sie uns auf einem architektonischen Spaziergang durch die Welt von Artemide und Kitzig Design Studios.

Licht hat die außergewöhnliche Fähigkeit, die Atmosphäre eines Raumes maßgeblich zu beeinflussen. Gerichtetes, inszeniertes Licht – etwa im Entree – kann architektonische Merkmale betonen, Kunstwerke hervorheben und die räumliche Wahrnehmung lenken. In der Villa am Rhein entfaltet das Lichtkonzept seine einladende und repräsentative Wirkung direkt hinter der Haustür: Sechs Stufen führen zum Eingang der denkmalgeschützten Villa, wo ein quadratischer Vorraum Besucher begrüßt, von dem Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, der Gästebereich und das Kaminzimmer abzweigen. Unter den Füßen Eichenparkett, über der hohen Fußleiste fließt graue Seidentapete über die Wände. „Vector Wall Aufbaustrahler“ setzen großformatige bildnerische Arbeiten in Szene. Mit ihrer schlichten Formgebung und großem farblichen Variantenreichtum lassen sich die Leuchten perfekt in unterschiedliche Szenerien einpassen. Mit ihrer hohen Leistung schaffen sie eine angenehme Grundbeleuchtung.

Spiel mit Schatten und Licht – für wohnliche Behaglichkeit

Licht und Schatten sind untrennbar miteinander verbunden. Der richtige Einsatz von Schatten erzeugt Tiefe und Kontrast und verleiht Räumen eine visuelle Spannung. Durch die geschickte Platzierung von Lichtquellen können architektonische Details hervorgehoben oder verborgen werden. Licht kann auch dazu dienen, den Fokus auf bestimmte Bereiche zu lenken und die Aufmerksamkeit auf besondere Merkmale oder Kunstwerke zu richten. Ein gut inszeniertes Spiel aus Licht und Schatten erzeugt ein lebendiges Zusammenspiel von Formen und Strukturen und verleiht der Architektur eine besondere Dimension. Peter Josef Kleesattel errichtete die Villa am Rhein 1926 als eines seiner letzten Werke. Der für seine Kirchen bekannte Baumeister hatte ein herrschaftliches Anwesen entworfen: Das zweigeschossige Wohnhaus mit seiner prominenten Fassade aus Ziegelmauerwerk mit Natursteinelementen war in den Nachkriegsjahren Residenz des britischen Generalkonsuls, bevor es jahrelang leer stand und dem Verfall preisgegeben war.

Für Olaf Kitzig war das alte Haus „Liebe auf den ersten Blick“. Und wie es sich für Amour fou gehört, kann der Designer seine Leidenschaft für den Zusammenklang von Alt und Neu nicht leugnen. Es ging um besondere Details, um Farben, Stoffe und den Zusammenklang von Materialien und Mobiliar – und um moderne Lichteindrücke, die Charme und Charakter des repräsentativen Altbaus noch betonen. Etwa in der Küche mit ihrer Arbeitsplatte aus Naturstein. Hier verbinden sich zwei Lichtszenarien: Ausrichtbare Vector-Strahler übernehmen die Grundbeleuchtung, Teti von Vico Magistretti wiederum zieht den Blick auf die beiden historischen Porträts. Gezielte Lichtführung lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf besondere Details wie die Porträts.

Moderne Innenarchitektur bedeutet, dass Objekte und Interieur verschmelzen

Von der Küche geht es direkt ins Speisezimmer, einem Ensemble aus dunkler Tafel und korrespondierenden Sesseln unter historischer Balkendecke. Die schwarzen Lüster aus mundgeblasenem Murano-Glas unterstreichen den ambivalenten Charakter des Raums in seiner opulenten Schlichtheit. Der Blick wandert hinüber zum sandfarbenen Wohnzimmer, in dem mokkafarbene Vorhänge eine beige Sofalandschaft umfließen. Darüber schwebt ein Klassiker: Ernesto Gismondis Pendelleuchte Miconos mit ihrem transparenten Diffusor aus geblasenem Glas. Es wächst eine Wohnsymphonie aus Mobiliar, Kunstwerken und eigens entworfenen Teppichen. Eine kluge Mischung aus Ambient Lighting und Spots unterstreicht die wechselnden Atmosphären des Hauses.

Homeoffice delight: Verbindung von Innen- und Außenraum

Licht spielt nicht nur im Innenraum eine entscheidende Rolle, sondern auch im Zusammenspiel von Innen- und Außenraum. Durch Fensterfronten oder Glaswände kann Tageslicht tief in die Räume eindringen und eine Verbindung zur umgebenden Natur herstellen. Allerdings gilt es für Büroräume darauf zu achten, dass die ideale Lichtumgebung blendfrei und aktivierend sein sollte. So wie in Olaf Kitzigs Design: Fenster, Türen und Einbauten – alles musste erneuert, ausgetauscht und modernisiert werden. 2021 machte sich der Designer mit seinem Team daran, das rund 1000 Quadratmeter große Anwesen wiederzubeleben. Das einstige Repräsentationsobjekt mit Garten sollte wieder in alter Pracht erstrahlen. Kitzig plante das Haus von Grund auf neu, als Showroom seines international tätigen Büros, private Wohnung im ersten Stock sowie mit Arbeitsräumen unterm Dach – das Studio verfügt über einen eigenen Eingang. Hier kommt es auf perfektes Arbeitslicht an, damit Ideen wachsen können. „Alphabet of Light Pendelleuchten“ und „Demetra Professional Tischleuchten“ verbinden mit ihrer hohen Lichtausbeute Ästhetik und Effizienz. In der schwarz-weißen Büroküche dagegen sorgt die filigrane Pendelleuchte „A 24 Sharping“ für fokussiertes Licht auf dem Tisch. Damit sich auch Büroräume wie ein kreatives Zuhause anfühlen.
Lichtgestalten Architektur trifft auf strahlende Inszenierung

Fazit: Olaf Kitzigs Vision eines modernistischen Lichtkonzepts, das die repräsentative Wirkung der denkmalgeschützten Villa am Rhein betont und zum Leben erweckt, ist aufgegangen. Und das mit smarten Leuchten und Objekten von Artemide, die sich jeder nach Hause holen kann, um die maximale Raumwirkung zu erzeugen!

ad-magazin.de
Beitrag vom: Juli 2023
Verlag Condé Nast Germany GmbH
Kooperation Artemide
Mehr zum Projekt: The Flat — Düsseldorf, DE

CUBE Magazin – Kitzig Design Studios Bochum

RAUM FÜR KREATIVITÄT
In einem über 100 Jahre alten Wohnhaus in Bochum entstehen heute Ideen für Interior Design

Das Team von Kitzig Interior Design entwirft weltweit individuelle Innenarchitektur und arbeitet von vier Standorten aus. Eine ihrer Kreativschmieden ist in Bochum beheimatet und nach der umfassenden Renovierung eines Gebäudes an den äußeren Rand einer beliebten Wohngegend gezogen. Nur zehn Minuten von der Innenstadt und in der Nähe des ehemaligen Opel-Werksgelände gelegen, auf dem derzeit ein spannender neuer Stadtteil aus einer Mischung aus Gewerbe, universitärer Nutzung und Unternehmen entsteht, befindet sich das 1916 erbaute Haus, das schon von Weitem mit seiner schwarzen, mit Stuck verzierten Fassade auf sich aufmerksam macht. Innen trifft Historisches auf Zeitgenössisches.

So schmuck wie heute hat das Gebäude nicht ausgesehen, als 2019 mit dem Umbau begonnen wurde, erinnert sich Architektin Viki Kitzig. „Alles war marode und wir haben erst einmal einen Rohbau hergestellt, teils durchfeuchtete Deckenbalken entfernt, Fenster und die Wintergärten im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss wieder neu in Holz fertigen lassen, die Grundrisse angepasst, die Konstruktion der Treppe neu aufgelegt und alle Oberflächen renoviert, um nur einiges aufzuzählen.“ Der Innenausbau ist nun so gestaltet, dass die Büroflächen, die auf zwei Geschosse verteilt sind, zum kreativen Arbeitsprozess passen, aber auch eine spätere Nutzung in zwei Wohneinheiten ohne Umbauten möglich ist. Da das Dachgeschoss bereits für Wohnzwecke genutzt wird, wurde im Treppenhaus eine Brandmeldeanlage eingebaut. Der Charme der Innenräume wurde erst sichtbar, als Kunststoffbeläge und Verkleidungen sowie abgehängte Decken entfernt wurden und die ursprüngliche Höhe der Räume ihre Wirkung entfalten konnte. Im Eingangsbereich blieb der vorhandene Naturstein erhalten, in den Räumen und Fluren wurde ein leicht weiß geölter Eichenboden verlegt und die aufbereitete Treppe und die Podeste aus dem Baujahr sind mit einem hochflorigen Teppich belegt. Eine Herausforderung war, neben den Arbeits- und Besprechungsflächen noch eine Küche mit Essbereich unterzubringen. Hier war die Kreativität des Teams gefragt: die raumteilenden Schränke, die Küche, alle Sideboards und Regale, sämtliche Schreibtische im Erdgeschoss sowie die Türen entspringen eigenen Entwürfen und sind Sonderanfertigungen. Teile der Dekorationselemente sind zudem Prototypenmöbel aus Projekten – sie sind nicht nur Beispiel der eigenen Kreativität, sondern auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit.

CUBE Magazin
Das Magazin für Architektur, modernes Wohnen und Lebensart im Ruhrgebiet 04 | 23
Ort Düsseldorf
Verlag https://www.cube-magazin.de/
Mehr zum Projekt: Kitzig Design Studios — Bochum, DE

Marie Claire – Thomas Bühner eröffnet La Vie

Thomas Bühner opens La Vie: unique restaurant for unforgettable sensory pleasures

Three-star German chef Thomas Bühner has opened La Vie, the world’s only restaurant that offers guests an unforgettable culinary experience, in Taipei, Taiwan. The restaurant’s design, created by renowned German designer Olaf Kitzig, integrates contemporary Oriental influences with natural colors, golden accents and textured walls. The opening menu was developed in collaboration with Michelin-starred chef Xavier Yeung, who incorporates exquisite ingredients from Taiwan and around the world to create unique and delicious dishes.

Marie Claire Taiwan
Edition 04/2023
Location Taiwan, TW
Publisher https://www.marieclaire.com.tw/
More about the project: La Vie by Thomas Bühner — Taipei, TW

InteriorFashion – Hotel Pomander Nürnberg

Verschmelzung von Vergangenheit und Gegenwart

Innerhalb von knapp zwei Jahren wurde das 1986 eröffnete Maritim Hotel in Nürnberg von Grund auf saniert und zum Hotel Pomander mit 311 Zimmern und Suiten umgebaut. Es gehört zum schwedischen Hotelimmobilienunternehmen Pandox und wird als eigenständige Marke mit Fokus auf Nachhaltigkeit geführt. Die Gestaltung aller öffentlichen Bereiche wie Rezeption, Restaurant, Fitnessraum, Saunen und Pool sowie der Eventflächen, Meetingräume und Co-Working-Spaces lag dabei in den Händen von Kitzig Design Studios.

Benannt wurde das Hotel nach der vom Nürnberger Uhrmacher Peter Henlein entwickelten, ersten tragbaren Uhr, der „Pomander-Uhr“ – und dementsprechend spielt Zeit eine essenzielle Rolle: „Hier treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander. Sie verschmelzen und zeigen dem Gast subtil, wie kostbar doch Zeit ist“, sagt die Architektin Viki Kitzig.

Beim ressourcenschonenden Umbau standen maximaler Bestandserhalt und ein zeitgemäß umgesetzter lokaler Bezug im Vordergrund. „Die größte Herausforderung bestand darin, mit dem Bestand zu arbeiten“, erklärt Viki Kitzig. „Es gab unzählige Mengen an Materialien, Mustern und Oberflächen, von denen wir vieles, auch auf Kundenwunsch, beibehalten und – zeitgemäß interpretiert – in das neue Konzept integriert haben.“ So wurden vorhandene Holzpaneele an Wänden und Decken lackiert und mit farblich passenden Teppichböden und Dielen in Holzbodenoptik kombiniert. Aus einzelnen geschlossenen Räumen entstand ein großzügiger öffentlicher Bereich, in dem kühlere, raue Materialien wie Sichtbeton mit Terrazzo-Fliesen aufgelockert wurden, elegante Details aus Metall spielerisch mit knalligen Farben zusammengehen. Jedem Hotelbereich wurde ein eigenes Farbkonzept zugeordnet, „das im Zusammenspiel mit ausgewählten Materialien und dem gezielten Einsatz der Gestaltungselemente jedem Bereich einen einzigartigen Charakter verleiht“.

Interior|Fashion Fachverlag für gedruckte und digitale Medien e.K.
Ausgabe 2|2024
Ort Fürth, Deutschland
Verlag https://www.interiorfashion.de/
Mehr zum Projekt Hotel Pomander — Nürnberg, DE

Lufthansa Lounge in Newark

Rückzugsort, Arbeitsplatz, Wohlfühloase

Die neue Lufthansa Lounge auf dem Flughafen in Newark erfüllt auf mehr Platz die unterschiedlichen Bedürfnisse der Fluggäste. Ein Gespräch mit den Macher:innen

Der Newark Liberty International Airport (EWR) in New Jersey zählt zu den drei wichtigsten Flughäfen im Großraum New York. Seine Lage etwa 17 Kilometer südwestlich vor den Toren Manhattans macht ihn zu einem beliebten Ziel, die Verkehrsanbindung an New York ist hervorragend. Reisende mögen außerdem seine im Vergleich zum John F. Kennedy-Airport weniger hektische, fast familiäre Atmosphäre.

Diese Atmosphäre unterstreicht auch die Lounge, die Lufthansa in Newark für ihre Fluggäste ganz neu errichtet hat. Sie bietet mehr Platz und individuelle Services als ihre Vorgängerin und lädt dadurch noch besser zum Entspannen, Genießen und – sofern erforderlich – mobilen Arbeiten ein. Das Design der neuen Lounge orientiert sich in Teilen an Lufthansa Allegris, dem neuen Kabinensystem. Seit August steht sie – nach einer etwa neunmonatigen Bauzeit – Gästen der Lufthansa zur Verfügung.

Geleitet hat den Neubau ein dreiköpfiges Team: Nadja Kaupmann war zusammen mit externen Architekten verantwortlich für Entwicklung des Designs und die Gestaltung der Lounge. Nadina Ochs hat als Projektleiterin Real Estate Management die bauliche Realisierung der Lounge gesteuert. Und Projektleiter Marcus Ceh war seitens des Produktmanagements für das Gesamtprodukt der Lounge verantwortlich.

Warum hat Lufthansa die Lounge am Flughafen in Newark umgebaut? Gab es einen bestimmten Anlass dafür?

Marcus Ceh: Wir haben die Lounge ja nicht nur umgebaut, sondern sie komplett neu errichtet und außerdem erweitert. Dafür gab es mehrere Gründe. Eine Rolle hat gespielt, dass die dort seit 2013 bestehende Lounge wirklich in die Jahre gekommen war. Das hängt mit ihrer intensiven Nutzung zusammen. Etwa 120.000 Reisende haben sie jedes Jahr besucht, durchschnittlich mehr als 300 am Tag – und die Tendenz war steigend. Nicht zu vergessen, dass die Lounge in Newark die einzige weltweit war, die während der Corona-Pandemie durchgehend geöffnet war.

Nadina Ochs: Wir rechnen üblicherweise mit einem Lebenszyklus von zehn Jahren für unsere Lounges. Das heißt, Newark stand ohnehin weit oben auf der Liste für eine Sanierung. Den Ausschlag für einen kompletten Neubau hat dann gegeben, dass die bestehende Lounge nicht mehr die Ansprüche erfüllen konnte, die unsere Fluggäste an einen zeitgemäßen Aufenthalt stellen.

Was heißt das konkret?

Nadja Kaupmann: Die Sitzplatzkapazität reichte nicht mehr aus. Hinzu kam, dass der gesamte Zuschnitt der Lounge aufgrund der Zweiteilung ungünstig war: Die Küche befand sich in der Mitte und war nicht für gehobene Ansprüche ausgestattet. Rechts davon befand sich die Business Lounge, links ging es zur Senator Lounge. Die unvorteilhafte Raumaufteilung wirkte sich auch auf Serviceprozesse negativ aus, die gesamte Anmutung der Lounge war zuletzt nicht mehr Premium, nicht mehr auf höchstem Standard.

Was erwarten Gäste von ihrem Aufenthalt in einer Lufthansa Lounge?

Kaupmann: Die Basiswünsche sind im Grunde immer dieselben: entspannen, zur Ruhe kommen, das letzte Meeting Revue passieren lassen, etwas essen und trinken, Gespräche führen. Hinzugekommen ist in den vergangenen Jahren vor allem das mobile Arbeiten – mit einem großen Einfluss auf die Ausgestaltung unserer Lounges. Wir brauchen heute an jedem Platz eine Steckdose, wir brauchen Laptoptische, wir brauchen multifunktionale Plätze.

Ceh: Durch Corona hat sich außerdem der Wunsch verstärkt, sich auch mal von anderen Gästen separieren zu können. Das ist aber nur ein Punkt, in dem sich die Bedürfnisse von Reisenden verändert haben.

Welche gibt es denn noch?

Ceh: Die Bedürfnisse sind individueller und diverser geworden. Und unsere Gäste haben die Erwartung, dass wir ihren individuellen und wechselnden Bedürfnissen in den Lounges Rechnung tragen. Dazu gehört der Wunsch nach Flexibilität zusammen. Unsere Gäste wollen in Ruhe arbeiten können und anschließend, wenn die Arbeit erledigt ist, entspannt einen Drink genießen, mit Kolleg:innen sprechen oder ein gutes Essen zu sich nehmen – alles an einem Ort in einem Setting.

Wie schlagen sich diese Trends in der neuen Lounge nieder?

Ochs: Als allererstes in mehr Platz. Die neue Lounge verfügt über fast 600 m2 nutzbare Fläche, das sind rund 120 m2 mehr als vorher. Wir können jetzt 166 Gästen gleichzeitig einen Sitzplatz anbieten, ein Plus von rund 40. Dieser Raumgewinn bildet die Voraussetzung dafür, dass wir die Wünsche unserer Gäste so erfüllen können, wie sie es zurecht von uns erwarten. Unser Glück war, dass eine angrenzende Lagerfläche zur Verfügung stand. Da haben wir die Gelegenheit beim Schopf gepackt.

Welches Konzept liegt der Lounge zugrunde?

Ceh: Wir sind überzeugt, dass an dem Standort EWR eine einzige Lounge für alle zugangsberechtigen Reisenden das beste Erlebnis bietet. Deshalb ist die Lounge in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt, die jeder Gast nutzen kann. Unser Konzept lehnt sich dabei an eine Idee an, die schon die Entwicklung von Lufthansa Allegris geprägt hat: Vielfalt. Dort sind ja allein in der Business Class fünf verschiedene Sitzoptionen buchbar, je nachdem, ob Fluggäste an Bord arbeiten, lieber ausruhen oder mit Mitreisenden kommunizieren wollen. Diese Flexibilität haben wir auf die Lounge übertragen. Exklusiv für First-Class-Passagiere und Hon-Circle-Mitglieder haben wir zusätzlich eine Zone eingerichtet, die wir Wining & Dining nennen.

Wie ist die Lounge aufgebaut, welche Bereiche und Services bietet sie?

Kaupmann: Herzstück ist die schiffsartige Skyline Bar in der Mitte der Lounge, um die herum sich die anderen Bereiche gruppieren. Sie gibt dem Raum Weite und Offenheit und bildet das kommunikative Zentrum. Dahinter haben wir einen Bistro-Bereich angelegt. Links von der Bar befinden sich eine Zone zum Entspannen sowie ein großer Bereich, in dem wir die Möglichkeit zu arbeiten mit der Option verbinden, in Arbeitspausen zu relaxen, einen Snack zu essen oder sich über den Flug auszutauschen. Hier finden unsere Gäste für jeden Anlass die passende Einrichtung: unterschiedliche, zum Teil drehbare Stühle, bequeme Sessel, situative Beleuchtung, Arbeits- und Abstelltische, Telefonboxen. Wir haben außerdem zwei verschließbare Multifunktionsräume eingerichtet – fürs konzentrierte Arbeiten in einer kleinen Gruppe, aber auch als Rückzugsort für Familien. Rechts auf der hinzugewonnenen Fläche finden Gäste den Farmer’s Market mit einer Selbstbedienungstheke, Sitzplätzen an Hochtischen und Bänken.

Was unterscheidet den Farmer’s Market von der übrigen Lounge?

Ceh: Der Farmer’s Market steht mit seinen Produkten und seiner Einrichtung für die Verbindung zu New Jersey. Wir wissen aus Kundenbefragungen, dass unsere Gäste in den Lounges auch die jeweilige Destination wiederfinden wollen. Sie sollen eben nicht überall gleich aussehen, sondern sich zumindest punktuell unterscheiden und lokales Flair verströmen. Ein Nebeneffekt ist, dass Reisende in den Lounges jeweils andere Reiseerfahrungen sammeln können. Nach dem Motto: „Jetzt kenne ich die Lounge in Newark, wie sieht denn die auf dem JFK-Flughafen aus?“

Das Stichwort Lufthansa Allegris ist schon gefallen: Finden sich weitere Anleihen in der Lounge?

Kaupmann: Im Wining & Dining haben wir uns am Design von Lufthansa Allegris orientiert. Unsere Gäste der First Class werden hier Elemente wie zum Beispiel die lamellenartigen Raumtrenner und Wandverkleidungen, die Sitzbänke, das Farbdesign wiedererkennen. Wir stellen sehr bewusst eine Verbindung zwischen Bord und Boden her.

Welches Gefühl sollen Ihre Gäste künftig aus der Lounge mitnehmen?

Ceh: Dass sie gerne wiederkommen möchten. Gastfreundlichkeit steht bei uns an der ersten Stelle, und wir hoffen sehr, dass wir das in unserer Lounge vermitteln können.

Kaupmann: Unsere Gäste sollen sich in der Lounge herzlich willkommen fühlen. Durch das wohnzimmerartige Ambiente, durch die persönliche Ansprache der Mitarbeitenden, durch die Qualität der Services, durch eine familiäre Atmosphäre.

Ochs: Dass sie ein bisschen vergessen, dass sie auf Reisen sind, wenn sie unser neues kulinarisches Angebot entdecken. Die Ausstattung der Küche erlaubt es uns jetzt, eine erheblich bessere Qualität und eine größere Vielfalt an Speisen auf die Tische zu bringen.

Interview Lufthansa Blog
13. August 2024
lufthansa.com

Luxusresort – Grand Tirolia Kitzbühel

Familien-Spa, Hotelkino & Co. – Zubau birgt Familienglück

Mit der Wintersaison 2024/25 konnte das Grand Tirolia in Kitzbühel – Teil der 5-Sterne-Marke Hommage Luxury Hotels Collection – seinen Erweiterungsbau enthüllen: 69 Zimmer und Suiten, ein familienfreundlicher Spa auf zwei Ebenen und eine Entertainment-Area samt Kino bereichern das Angebot des Feriendomizils. Sechs Veranstaltungsräume und ein elegantes Atrium für private und geschäftliche Events mit bis zu 350 Personen durften ebenfalls Platz im neuen Gebäude finden. Ein weiteres Highlight folgt im Sommer 2025: ein Naturteich, der in der warmen Jahreszeit zum Schwimmen und im Winter zum Eislaufen lädt.

Im Ganzjahres-Luxusresort hat eine neue Ära begonnen. Stärker denn je positioniert sich das Grand Tirolia Kitzbühel als herausragende Wahl für einen unvergesslichen Urlaub am idyllischen Rand von Kitzbühel – besonders für Familien. Noch mehr Komfort, noch mehr Genuss und noch mehr Familienglück erwartet Gäste seit Dezember 2024.

Im neuen Erweiterungsbau untergebracht sind 41 zusätzliche Doppelzimmer und 28 familienfreundliche Suiten, die auf großzügigem Raum alpinen Charme mit modernem Design vereinen. Exklusive Ausstattung und atemberaubende Aussichten in die Kitzbüheler Wälder oder auf die Kitzbüheler Alpen kommen durchwegs hinzu.

Ebenfalls im Neubau zu finden ist das vergrößerte Grand Alps SPA mit Grand Family SPA. Auf 1500 m2 und zwei Etagen eröffnet sich hier eine exklusive Wohlfühloase für Kinder wie Erwachsene – gestaltet in den natürlichen Farben und Materialien der Alpenlandschaft. Der geräumige Innen- und Außenpool samt Liegewiese wird Familien mit Kindern besonders viel Freude bereiten, während die Erwachsenen sich über eine erweiterte Saunalandschaft und den vergrößerten Fitnessbereich mit modernsten Geräten und Sitzecke freuen dürfen. Die neue Grand Alps Yoga-Lounge schafft zudem Raum für Ruhe und innere Balance. Auf etwa 300 m2 Fläche ermöglichen drei Yoga- und Meditationsräume maßgeschneiderte Yoga-Einheiten, gemeinsame Yoga-Stunden und ausgeklügelte Yoga-Retreats.

Ein weiterer, speziell für Familien konzipierter Bereich ist die neue Entertainment-Area mit dem Kino Tirolia und der KitzKids Lodge. Im hochmodernen Kino nehmen bis zu 28 Personen in soften, roten Kinosesseln Platz – genießen Filme nach Wahl in hochauflösenden Bildern und mit mitreißendem SurroundSound. Snacks und Getränke gibt’s auf Wunsch dazu. Damit eignet sich das Kino Tirolia perfekt für exklusive Filmabende mit der Familie, Kindergeburtstage oder auch Team­ events in besonderem Ambiente. In der KitzKids Lodge bleiben ebenso so gut wie keine Wünsche offen. Kinder aller Altersklassen, mit oder ohne Eltern, finden Action und Spaß an der Kletterwand, beim Rutschen ins Bällebad, an der Carrera-Bahn oder während der Bastel-Workshops. Ein betreuter Kinderclub beschert Kindern zwischen 3 und 12 Jahren abwechslungsreiche Stunden unter Gleichgesinnten – Eltern zugleich sorgenfreie Auszeiten.

Auf die Teens wartet ein ebenso abwechslungsreiches Programm voll spannender Erlebnisse und sportlicher Herausforderungen – vom gemeinsamen Mountainbiken bis zum Ausflug in den Freizeitpark. Der Naturteich, der das Angebot rechtzeitig zur Sommersaison 2025 bereichern wird, bietet eine weitere, erfrischende, oder auch eisglatte, Erlebnismöglichkeit.

Vor und nach der Erweiterung, das Grand Tirolia Kitzbühel bleibt seiner Maxime treu: „Where Moments make Memories“.

Fakten
| Erweiterungsbau mit 41 Zimmern und 28 Suiten im alpinen Charme / neuer familiengerechter Spa auf 2 Ebenen mit Innen- und Außenpool, Saunalandschaft und Relax-Zonen / erweiterter Fitnessbereich / Grand Alps Yoga mit 3 Yoga-Räumen / Kino- und Entertainment-Area für Kinder und Jugendliche / 6 weitere Veranstaltungsräume und Atrium für Events mit bis zu 350 Personen | | Neuer Schwimmteich mit rund 250 m2 Fläche ab Sommer 2025 (Natureislaufplatz im Winter) | | Generalunternehmer: Technisches Büro Ing. Wilhelm Seidl GmbH, Krems an der Donau, www.tb-seidl.at | | Innenarchitektur: Kitzig Design Studios GmbH, Düsseldorf, www.kitzig.com |

Sinnliches
| Kitzbühel als erste Urlaubsdestination im Alpenraum mit europäischem Wandergütesiegel und Wintersportort schlechthin (hoteleigener Shuttle-Service zu zahlreichen Pisten) | | Restaurant Tirolia mit einer von Frankreich und der Schweiz inspirierten (Show-)Küche / Sonnenterrasse / traditionelles Tiroler Gasthaus Eichenheim / stilvolle Cooper Bar / The Golden – Jazzclub mit Live-Events | | Beauty, Fitness und Wellness auf 3000 m2 / Day Spa / vielfältiges kostenfreies Wochenprogramm | | Direkt am preisgekrönten 18-Loch-Championship-Golfplatz Eichenheim mit Golfschule, Shop, Golfsimulator, Driving Range | | Stilvolle Hochzeitslocation mit traumhafter Kulisse – kostenlose Hochzeitsnacht plus Frühstück in einer dekorierten Suite / Profi-Team stimmt organisatorische Details ab / 2,5 km mit dem Golfcart, Oldtimer oder Hochzeitsauto zur Kirche St. Peter |

wellhotel
Ausgabe Nr. 1-2025
Ort Reutte, Österreich
Verlag wellhotel – Huter & Klimesch GmbH
Mehr zum Projekt: Grand Tirolia — Kitzbühel, AT

Gastronomie report – Hotel Pomander

Hotel Pomander – Spagat zwischen Geschichte und Moderne
Wem die Stunde schlägt

Wer hat in dieser hektischen Welt noch Zeit? Sie ist zu einem raren Gut geworden, das sinnvoll genutzt werden sollte, z. B. für einen Besuch im neuen Nürnberger Hotel Pomander. Der Name ist als Hommage an einen bedeutenden Sohn der Stadt gedacht, im Hotel trifft große Vergangenheit auf spannende Gegenwart.

Nürnberg war im Spätmittelalter eine Hochburg der Kunst und der Erfindungen. Weltberühmt wurde der Uhrmacher Peter Heinlein als Schöpfer der ersten tragbaren Taschenuhr, genannt Pomander-Uhr. Pomander waren kleine Schmuckkästchen, in denen im Mittelalter Duftstoffe aufbewahrt und mitgenommen wurden. An all diese Traditionen will das neue Hotel Pomander anknüpfen und den Gästen auf subtile Weise zeigen, wie kostbar Zeit ist.

Knapp zwei Jahre dauerte es, um das ehemalige Maritim Hotel (Eröffnung 1986) von Grund auf zu sanieren und neu zu gestalten. Als Hotel Pomander öffnete es mit 311 Zimmern und Suiten im Herbst vergangenen Jahres seine Pforten. Die Lage am zentralen Frauentorgraben, nahe des Hauptbahnhofs und des historischen Stadtkerns, soll sowohl Touristen wie auch Geschäftsleute anlocken. General Manager Michael Fritz brachte als erfahrener Hotelier Opening-Erfahrungen vom „Jaz in the City“ in Wien mit und hatte auch die Neueröffnung sowie -positionierung des Steigenberger Hotel Treudelberg in Hamburg geleitet.

Küchenchef ist Christian Thieme. Die Speisekarte des Restaurants „Public Kitchen & Bar“ enthält zu einem Großteil vegane und vegetarische Gerichte, die durch tierische oder pflanzliche „Add Ons“ ergänzt werden können. Zugleich legen Christian Thieme und sein Team großen Wert auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. „Um die Natur zu schonen und zugleich die regionale (Land)-Wirtschaft zu unterstützen, wählen wir die Zutaten für unsere Gerichte, wenn möglich regional und umweltfreundlich aus“, so Thieme. „Bei uns können die Gäste frische, saisonale Gerichte genießen und zugleich ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren. Dafür geben wir bei jedem Gericht einen CO2-Abdruck an, um die Klima-Belastung ersichtlich zu machen.“

Die Gestaltung aller öffentlichen Bereiche wie Rezeption, Restaurant, Fitnessraum, Saunen und Pool sowie Eventflächen, Meetingräume und Co-Working-Spaces lag in den Händen der renommierten Kitzig Design Studios. „Hier treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander und zeigen dem Gast subtil, wie kostbar doch Zeit ist“, sagt die Architektin Viki Kitzig, die gemeinsam mit ihrem Team das Interior Design des Nürnberger Hotels entwickelt und realisiert hat. Beim ressourcenschonenden Umbau des ehemaligen Maritim Hotels standen maximaler Bestandserhalt und ein zeitgemäß umgesetzter lokaler Bezug im Vordergrund.

„Die größte Herausforderung bestand darin, mit dem Bestand zu arbeiten“, erklärt Viki Kitzig. „Es gab unzählige Mengen an Materialien, Mustern und Oberflächen, von denen wir vieles, auch auf Kundenwunsch, beibehalten und – zeitgemäß interpretiert – in das neue Konzept integriert haben.“ So wurden vorhandene Holzpaneele an Wänden und Decken lackiert und mit farblich passenden Teppichböden und Dielen in Holzbodenoptik kombiniert. Aus einzelnen geschlossenen Räumen entstand ein großzügiger öffentlicher Bereich, in dem kühlere, raue Materialien wie Sichtbeton mit Terrazzo-Fliesen aufgelockert wurden, elegante Details aus Metall spielerisch mit knalligen Farben zusammengehen.

Die Begrünung im Restaurant unterstreicht den engen Bezug zu den Nürnberger Hesperidengärten, verleiht dem Raum Frische und Lebendigkeit. Inspiriert von den mittelalterlichen unterirdischen Kellern, in denen das traditionelle Nürnberger Rotbier gelagert wurde, dominiert Kupfer in der Lobby. Gelbe Deckenfelder im Work-Bar-Bereich wirken anregend, stimulierend, licht. „Unsere Gäste können einen Tempo- und Rhythmuswechsel erleben, sobald sie durch die Tür gehen“, so fasst General Manager Michael Fritz das Konzept zusammen. „Und wenn sie gehen, nehmen sie das schöne Gefühl mit, ihre Zeit gut verbracht zu haben.“

Das neue fränkische Hotel-Schmuckstück gehört zum schwedischen Hotelimmobilienunternehmen Pandox, wird aber als eigenständige Marke mit Fokus auf Nachhaltigkeit geführt. Pandox ist ein führender Eigentümer von Hotelimmobilien in Nordeuropa mit Schwerpunkt auf große Hotels in wichtigen Urlaubs- und Geschäftszielen. Das Hotelimmobilienportfolio von Pandox umfasst 159 Hotels mit rund 35.800 Hotelzimmern in 15 Ländern.

Gastronomie report
Ausgabe 1|2024
Ort Fürth, Germany
Verlag Gastro-Report Verlags ABR GmbH
Mehr zum Projekt: Hotel Pomander — Nürnberg, DE

Tophotel – H2 Hotel Mainz

Neueröffnung
H-Hotels: Zuwachs im Rhein-Main-Gebiet

Das H2 Hotel Mainz der Hotelgruppe ergänzt ab sofort das Übernachtungsangebot der Landeshauptstadt. Mit dem Hotel zeigt das Unternehmen ein überarbeitetes Interior-Design-Konzept.

Das Designhotel befindet sich in der Rheinallee mitten im modernen Stadtquartier des Zollhafens. Es verfügt über 195 Zimmer, darunter 45 Vierbettzimmer für Familien oder Freundesgruppen. Mit dem H2 Hotel Mainz hat H-Hotels.com seine Marke H2 Hotels deutlich im Innendesign weiterentwickelt und setzt gleichzeitig neue Farbakzente.

Design im Zeichen des Buchdrucks
Mainz ist die Heimat des Erfinders des Buchdrucks, Johannes Gutenberg. Dieses Thema findet sich in den öffentlichen Bereichen und den Zimmern in vielen Details wieder, beispielsweise mit einer historischen Druckmaschine im „Hub“ und mit Büchern bedruckter Tapeten in den Zimmern. Für das Innendesign zeichnet Kitzig Interior Design verantwortlich. „Mit dem innovativen Design schaffen wir eine direkte Verbindung zwischen einem Highlight der Stadtgeschichte und unserem neuen H2 Hotel“, erklärt Thomas Haas, CEO von H-Hotels.com.

Zentraler Treffpunkt des Hotels ist der für die H2 Hotels typische Hub mit verschieden gestalteten Bereichen im Erdgeschoss, die zum Verweilen, Arbeiten, Essen und Trinken einladen. Neben dem Frühstücksbuffet am Morgen bietet dort die Frontcooking-Station mit Self-Service Gästen bis Mitternacht Speisen wie Pizza, Pasta, Burger und Salate sowie süße Snacks an.

Mit dem neuen Haus baut die Hotelgruppe ihre Präsenz im Rhein-Main-Gebiet weiter aus. H-Hotels.com betreibt beispielsweise Häuser der Marke H4 in Frankfurt sowie der Marke H+ in Eschborn, Bad Soden und Wiesbaden-Niedernhausen.

Über H-Hotels.com
Die H-Hotels GmbH mit Sitz im hessischen Bad Arolsen zählt zu den größten privat geführten Hotelgesellschaften Deutschlands. Seit 1969 am Markt, blickt das Unternehmen auf über 50 Jahre Erfahrung als Gastgeber zurück. Mehr als 60 Häuser befinden sich derzeit unter dem Dach der H-Hotels GmbH. Im Frühjahr 2024 begrüßt ein erstes Haus in der Seine-Metropole seine Gäste ‒ Salut H4 Hotel Paris Pleyel. Im ersten Halbjahr 2024 folgen das H2 Hotel in Wien und das H2 Hotel in Saarbrücken.

Tophotel – Hotel + Technik
Ausgabe 05.12.2023
Ort: Bad Wörishofen, Germany
Verlag https://www.tophotel.de/
Mehr zum Projekt: H2 Hotel — Mainz, DE

Jasper Neueröffnung in Paderborn

GLÄNZENDE AUSSICHTEN

Das Jasper Ladenlokal im Herzen der Paderborner Innenstadt bekommt ein exklusives Makeover. Unsere Vision ist ein stilvolles, privates Ambiente. Im Fokus: die Kreation sinnlicher, hochindividualisierter Shopping-Erlebnisse.

»Die neuen und größeren Räumlichkeiten am Marienplatz sind ein klares Statement für die Attraktivität der Paderborner Innenstadt und unsere tolle Kundschaft.«
Friedrich Jasper

»Wir wecken Emotionen – und zwar positive: Behaglichkeit, Sichtbarkeit, Wohlfühlen, Zugehörigkeit.«
Olaf Kitzig

Neueröffnung in Paderborn

Gemeinsam mit den Kitzig Design Studios in Lippstadt haben wir unser Interieur nicht nur neu gedacht, sondern vollkommen neu konzipiert: Auf einer künftig mehr als doppelt so großen Verkaufsfläche schaffen wir ein neues Einkaufserlebnis rund um unsere hochwertigen Uhren- und Schmuckkollektionen.

Der Fokus liegt dabei auf einem besonders intensiven, ganzheitlichen Einkaufserlebnis. Dafür haben wir unsere Markenidentität in ein modernes Shopping- und Interieurkonzept übersetzt. Entstanden sind so atmosphärische Verkaufsbereiche auf verschiedenen Ebenen, die ein persönliches, entspanntes und individuelles Einkaufserlebnis ermöglichen. Je nach persönlichen Vorlieben stehen neben dem klassischen Beratungstisch unsere großzügige Lounge oder unsere stilechte Bar für Gespräche zur Verfügung. Für noch mehr Privatsphäre sind der halbtransparente Meeting-Raum oder ein absolut privater Bereich Teil der Konzeption. Eine besonders spannende Aufgabe im kreativen Prozess war die harmonische Einbindung unserer exklusiven Marken – insbesondere des Rolex Shop-in-Shop-Systems. Als zertifizierter Fachhändler haben wir das anspruchsvolle Design dieser renommierten Uhrenmanufaktur mit unserer eigenen Vorstellung einer zeitgemäßen Kundenumgebung zusammengeführt. So ist eine außergewöhnlich geschmackvolle Verbindung entstanden — das Rolex Design verschmilzt mit Jaspers Markenauftritt.

Für das sinnliche Erleben des Tiefgangs unserer Räumlichkeiten haben wir gemeinsam mit dem Design-Team auf eine ausdrucksstarke Farbgestaltung und eine sorgfältige Auswahl an Materialien gesetzt: Holz, Naturstein, edle Stoffe und fein bearbeitete Metalle sorgen für ein besonderes Ambiente. So wird die positiv emotionalisierende Wirkmacht von Kontrasten und Texturen, von Akustik und Haptik, von Licht und sogar von Düften zur Gestaltung ganzheitlicher Markenerlebnisse bereits beim Betreten unserer Räumlichkeiten unmittelbar erlebbar.

Eine zentrale Leitlinie während des gesamten Planungsprozesses war die Einhaltung nachhaltiger Qualitätsmerkmale. Dazu zählt die bewusste Auswahl umweltfreundlicher Materialien ebenso wie ein langlebiges, zukunftsfähiges Design, das unsere hohen Qualitätsansprüche dauerhaft erfüllt. Die Kitzig Design Studios haben sich intensiv mit unserer Marke auseinandergesetzt und daraus ein zeitgemäßes, aber nicht kurzlebig schickes Konzept entwickelt: Modern, aber nicht modisch. Einladend und auf Augenhöhe verführt es Sie zu einem noch intensiveren, individuell perfekten Erlebnis rund um unsere hochwertigen Uhren- und Schmuckkollektionen.

Auch wenn es zunächst noch abzuwarten gilt, freuen wir uns schon jetzt darauf, Sie im Frühjahr 2026 in unseren neu gestalteten Geschäftsräumen willkommen zu heißen!

1797 A MAGAZINE BY JASPER
Ausgabe Oktober 2025
Ort Lippstadt, Deutschland

Hogapage – H2 Hotel Mainz

H2 Hotel Mainz eröffnet als Hommage an Johannes Gutenberg

Neueröffnung mit Stil: Das H2 Hotel Mainz der Gruppe H-Hotels.com bereichert ab sofort das Übernachtungsangebot der Landeshauptstadt. Inspiriert vom Erfinder des Buchdrucks, Johannes Gutenberg, spiegelt sich das Thema Druckkunst im gesamten Design des Hotels wider.

Das H2 Hotel Mainz befindet sich in der Rheinallee mitten im modernen Stadtquartier des Zollhafens. Es verfügt über 195 stylische Zimmer, darunter 45 Vierbettzimmer für Familien oder Freundesgruppen.

Mit dem budgetfreundlichen Designhotel hat H-Hotels.com seine Marke H2 Hotels im Innendesign weiterentwickelt und setzt gleichzeitig neue Farbakzente.

Der Buchdruck als Designelement
Die Landeshauptstadt ist die Heimat des Erfinders des Buchdrucks, Johannes Gutenberg. Dieses Thema findet sich in den öffentlichen Bereichen und den Zimmern in vielen Details wieder, beispielsweise mit einer historischen Druckmaschine im HUB und mit Büchern bedruckter Tapeten in den Zimmern.

„Mit dem innovativen Design schaffen wir eine direkte Verbindung zwischen einem Highlight der Stadtgeschichte und unserem neuen H2 Hotel. Unser komplett verglaster HUB hat Anwohner und Passanten bereits während des Probebetriebs angelockt, das ist eine schöne erste Rückmeldung für unser Konzept“, erklärt Thomas Haas, CEO von H-Hotels.com.

Für das Innendesign des H2 Hotel Mainz zeichnet Kitzig Interior Design verantwortlich.

Annehmlichkeiten des Hotels
Zentraler Treffpunkt des Hotels ist der für die H2 Hotels typische HUB mit verschieden gestalteten Bereichen im Erdgeschoss, die zum Verweilen, Arbeiten, Essen und Trinken einladen.

Neben dem Frühstücksbuffet am Morgen bietet hier die Frontcooking-Station mit Self-Service Hotelgästen und Mainzern bis Mitternacht Speisen wie Pizza, Pasta, Burger und Salate sowie süße Snacks, darunter auch vegane und vegetarische Gerichte an.

Präsenz im Rhein-Main-Gebiet ausgebaut
Die H2 Hotels zeichnen sich generell durch ein modernes Design, ein funktionelles Raumkonzept und Zimmer zu fairen Preisen aus. Jedes dieser Häuser bietet barrierefreie sowie rollstuhlgerechte Zimmer. Auch der HUB ist rollstuhlgerecht.

Mit dem H2 Hotel Mainz baut die Gruppe H-Hotels.com ihre Präsenz im Rhein-Main-Gebiet weiter aus. H-Hotels.com betreibt beispielsweise Häuser der Marke H4 in Frankfurt sowie der Marke H+ in Eschborn, Bad Soden und Wiesbaden-Niedernhausen.

HOGAPAGE – Das HOGAPAGE Branchenportal für Hotellerie & Gastronomie
Ausgabe 6.12.2023
Ort: Augsburg, Germany
Verlag https://www.hogapage.de/
Mehr zum Projekt: H2 Hotel — Mainz, DE

Streifzug Media – AUSZEITWOHNEN

AUSZEITWOHNEN
NAHE ST. PETER-ORDING

Zum Verkauf stehen 15 exklusiv ausgestattete Ferienwohnungen in einem historischen Gebäude, einst die alte Schule von Westerhever. Mit aufwändigen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten wurde dieses Projekt liebevoll umgesetzt. Jede Ferienwohnung wurde von dem renommierten Designer Olaf Kitzig hochwertig ausgestattet und wird komplett möbliert übergeben. Von hochwertigen Tischlereinbauten bis hin zu exklusiven Ausstattungsdetails in Badezimmern und Küchen erwartet Sie hier ein Höchstmaß an Wohnkomfort.

Die Wohnungen tragen Namen von Eiderstedter Dörfern, von Tetenbüll über Westerhever bis hin zu Ehst. Ihre Vielfalt spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Außenbereichen wider: von Gartenanteilen über wunderschöne Balkone bis hin zu traumhaften Terrassen. Die gesamte Außenanlage wurde individuell gestaltet und mit ortstypischen Materialien neu angelegt. Sie besticht durch eine Vielzahl an Ruheplätzen sowie ein wunderschön angelegtes Grundstück mit einem Spielplatz, einem Schwimmteich, einem Gym und diversen Rückzugsmöglichkeiten.

ERLEBEN SIE DAS UNVERFÄLSCHTE EIDERSTEDT IN SEINER REINSTEN FORM.

Westerhever ist berühmt für seinen bezaubernden Leuchtturm, die unendliche Weite und die faszinierenden Blickachsen in die Natur. Erleben Sie das unverfälschte Eiderstedt in seiner reinsten Form. Genießen Sie die atemberaubende Umgebung und den Luxus dieser Ferienwohnungen, die den Komfort, die Weite und die Schönheit der Natur Eiderstedts perfekt vereinen – wenige Kilometer vom beliebten Nordseeort St. Peter-Ording entfernt.

Streifzug Hamburg
Ausgabe 31 | Frühling 2024
Ort Kitzbühl, Österreich
Verlag https://www.streifzugmedia.com/

Interview Petra Dieners von Lieblingsstil

Olaf Kitzig – vielleicht der kreativste Kopf, den ich kenne

„Eher Ruhe. Langeweile fördert meine Kreativität. Gedanklich mal auszuflippen. Das passiert bei meinenEntwürfen. Ich versuche erst einmal völlig frei zu denken. Wir sind zu viel mit Normen behaftet und mit Regeln, was gegen Kreativität und freies Denken spricht. Wenn ich viel entwerfe, habe ich relativ schlabberige Looks an. Ich ziehe mein Sakko und meine Schuhe aus. Ich knöpfe mein Hemd auf. Ich fühle mich im Zweireiher auch wohl, aber das hat etwas mit körperlicher Freiheit zu tun. Der Entwurf beginnt im Kopf und die Essenz bringe ich dann aufs Papier. Ich entwerfe noch ganz viel mit der Hand. Ich mache mich frei von der Meinung anderer Leute. Ich denke in dem Moment nicht darüber nach, ob es anderen gefallen könnte.“

Olaf Kitzig ist Interieur Designer und lebt in einem der schönsten Häuser Düsseldorfs. Am Rhein. In der ehemaligen Residenz des britischen Generalkonsuls, wo auch schon Prinzessin Diana genächtigt hat.

Im Seitenflügel des Hauses ist auch eines seiner Büros untergebracht. Kitzig Design gründete der kreative Kopf 1998 in Lippstadt. Nach abgeschlossener Ausbildung zum Maler und Lackierer sowie Schauwerbegestalter war Olaf Kitzig in Großbritannien und Malta als Trainee in einem Designunternehmen tätig, bildete sich als geprüfter Einrichtungsfachberater weiter und arbeite eine Zeit lang in Atlanta, USA als Freelancer im Interior Design.

Nach Eröffnung seiner Büros in Lippstadt, Bochum und München kam er schließlich auch nach Düsseldorf. Er ist einer der kreativsten Köpfe, die ich bislang getroffen habe und sehr modebewußt. So hatte ich Lust, ihn zu interviewen. „Kreativität liegt im Auge des Betrachters. Das Umfeld ist unglaublich wichtig für die Kreativität. Kleider machen Leute. Das kann man auch auf Häuser beziehen. So wie ich lebe und wohne, so bin ich. Ich lerne von den Räumen und sie lernen von mir. Sie haben meine Persönlichkeit. Vor Corona hatte ich 180 Flüge im Jahr. Wir haben in 36 verschiedenen Ländern Projekte gestaltet. Heute reise ich wesentlich weniger. Museumsbesuche finde ich unglaublich spannend. Aber vor allem die Ruhe in diesem Haus in Düsseldorf fördert meine Kreativität.“

Das Kerngeschäft von Kitzig Design sind große Projekte wie Hotels und Restaurants, wie z.B. das von Thomas Bühner in Taipeh, oder das Hotel Schloss Roxburghe. Manchmal berät der Interior Designer mit 58 Angestellten aber auch Privatpersonen. „Bevor wir ein Angebot machen, gehen wir ganz stark in die Analyse. Wir treffen uns mindestens drei Mal. Der Funke muss gegenseitig überspringen. Man muss sich sympathisch sein. Mit vielen bin ich heute befreundet. Ich muss verstehen, wie der Mensch jetzt lebt, fühlt und ißt. Ich muss das jetzige Haus bzw. die Wohnung sehen. Wie schaut der Bewohner auf die Dinge. Wie fast er sie an. Ich möchte nicht die Lieblingsfarbe kennen oder wissen, was er/sie sich vorstellt. Da hat man wieder Grenzen und kann nicht frei sein. Ich entwerfe etwas und schaue erst später, wie es sich umsetzten läßt.“

Mich interessiert, wie kreativ Olaf schon als Kind war. „Mit acht Jahren habe ich die Rollade meines Kinderzimmers von außen mit Lackfarbe zum Leidwesen meiner Eltern angemalt. Seit dem ich einen Stift halten kann, habe ich gerne gemalt und Tapeten und Bettwäsche verziert. Keiner sonst war kreativ in meiner Familie. Meine Mutter hatte eine leichte Tendenz in Richtung Mode. Ich habe immer gespürt, dass ich etwas machen möchte, was mit Gestaltung und Design zu tun hat. Dass ich Interior Design machen würde, hat sich erst später ergeben. Ich hätte genauso gerne Fashion Design gemacht.“

„Der britische Konsul hatte ca. 1500 Flaschen im Weinkeller dieses Hauses. Das brauche ich nicht! Mein ehemaliger Weinkeller ist jetzt mein Kunstatelier. Hier male ich, wann immer ich Lust habe. Das hat was meditatives für mich. Ich möchte die Bilder weder verkaufen noch möchte ich sie ausstellen. Es ist Zeit nur für mich. Mein Mental-Wellness. Meistens verschenke ich die Bilder oder mische sie mit der Kunst, die ich hier im Hause habe und intensiv sammele.“

„Mein erstes Werk, dass ich gekauft habe, ist Fotokunst von In Sook Kim, einer Meisterschülerin aus Düsseldorf vor ca. 17 Jahren. Dann bin ich zur Streetart gekommen und dann zur klassischen Malerei. Leider habe ich keine freien Wände mehr und seitdem sammele ich Skulpturen und Arbeiten, die frei im Raum stehen können. Ich bin nicht auf einen besonderen Stil festgelegt. Junge und etablierte Künstler. Ich sammele nach Herz! Ich muss mich in ein Bild verlieben!“

„Meine Arbeit ist mein Hobby! Ich liebe Kunst, Textil, Interieur. Das verwirbt sich immer mehr. Als ich begonnen habe, Kunst zu sammeln, wurde das plötzlich auch in meinem Geschäft interessant. Das war aber überhaupt nicht beabsichtigt.“

Olaf hat viel erreicht. Mich interessiert, ob er ans Aufhören denkt oder wie er seine Zukunft sieht. Meine Frage habe ich noch nicht ganz ausgesprochen und er antwortet: „Ich habe noch viel vor! Ich sehe mich niemals im Rentendasein. Das ist klar! Die letzten 52 Jahre sind sensationell gewesen und ich hoffe, dass es in dieser Qualität bleibt. Ich habe keine konkrete Zielsetzung für die Zukunft. Mir macht es Spaß darüber nachzudenken, welche Dinge es nicht gibt. Auch wenn man glaubt, dass es schon alles gibt! Es gibt so viele kleine Nischen. An was ganz Großem bin ich gar nicht interessiert.“

Neben all seinen Projekten, hat Olaf Kitzig gerade ein Teppich Design entworfen. Die Carpet Collection wird nach Maß gefertigt und wird in Kürze exklusiv durch seine Firma „The Flat“ sowie über 8 bis 12 Möbelhändler vertrieben.

Olf Kitzig ist immer super stylish gekleidet. „Ich war schon immer sehr modebewusst. Als Kind musste ich leider jahrelang ertragen, die Kleidung meiner Cousine anzuziehen. Das Schlimmste war eine aubergindefarbene Thermohose mit einem Jeansflicken tragen zu müssen. Es war schrecklich für mich, dass ich nicht selbst entscheiden durfte, was ich anziehe. Mit 13 oder 14 Jahren habe ich begonnen, nur noch schwarze Hosen und weiße Hemden zu tragen. Das war damals für mein Alter ungewöhnlich. Von meinem ersten Gehalt in der Ausbildung habe ich mir ein grünes Samtsakko gekauft. Und von dem Moment an, habe ich nur noch das getragen, was ich möchte.“

Meistens find ich nichts, wie ich es mir vorgestellt. Deshalb lasse ich mir Hosen, Anzüge, Hemden und Mäntel nach meinen Vorstellungen machen. Ich habe fünf verschiedene Maßschneider und Ateliers, wo ich meine privaten Sachen anfertigen lasse. Jeder ist auf andere Dinge spezialisiert. Der eine ist klassischer. Der andere ist offen für ganz ausgeflippte Stücke. Ich gebe das Design vor und zeichne es auch.

Zu unserem Interview trägt Olaf eine elefenbeinfarbenen Flanellanzug.

„Ich wollte etwas helles für den Winter. Den Schal habe ich zufällig entdeckt. Normalerweise wäre ich blond… Zu meinem Hauttyp würden ganz helle Töne nicht passen. Deshalb kombiniere ich dazu den brauen Schal. Ich brauche den Kontrast. Mein Naturell ist Zweifarbigkeit. Grau, Blau, Schwarz und helle Töne kombiniert. Ab und zu kaufe ich auch mal ein Designer Sakko. Jetzt kürzlich habe ich sogar mal ein cooles Hemd von Sandro entdeckt und gekauft. Blau mit einem leichten Print. Für den Sommer mit Jeans. Ich bin schon markenbeeinflusst, aber wenn das Teil eine Handschrift hat, cool ist und mir gefällt, kaufe ich es. Ich habe meine Sachen alle sehr, sehr lange. Ich habe noch alle meine Anzüge. Zum Teil trägt sie jetzt mein Sohn umgearbeitet. Diese Woche hatte ich einen Prada Schuh an, den ich das letzte Mal vor 12 Jahren getragen habe. Ich werfe nichts weg. Die Frage ist: Ist das Mode oder gehört es zu mir? Wenn ich einen Anzug lange hatte, gehört er zu mir! Damit verbinde ich Geschichten. Ich kann zu jedem Einstecktuch erzählen, wo ich es gekauft habe. Meine Kleidung ist der Ausdruck meiner Individualität.“

„Es gibt Tage da habe ich definitiv nicht das Selbstbewusst sein für einen elfenbeinfarbenen Zweireiher. Es ist eine Frage, wie man sich fühlt. Manchmal lege ich den Abend vorher etwas heraus und denke morgen früh: „Das wird WOW!“ Und dann stehe ich am nächten Morgen auf und denke, „nee das geht jetzt gar nicht!“ Ich suche die Sachen in einer anderen Stimmung aus, als in der ich aufwache. Wenn ich meine Yamamoto Plisseehose, quasi ohne Schnitt, während meiner Entwürfe trage, bin ich auch in einem anderen Mindset.“

Ganz nebenbei ist Olaf auch noch Modedesigner. „Taschen, Manschettenknöpfe, Hüte wären alles Dinge, die ich gekauft hätte, wenn es sie gegeben hätte. Hüte sind gerade überhaupt nicht en vogue. Ich trage aber keine Kappen, sondern im Sommer gerne Hüte. Deshalb habe ich mir Hüte machen lassen. Wenn ich Manschettenknöpfe habe fertigen lassen, haben sie Menschen wiederum an mir gesehen und wollten sie auch kaufen. Wir haben große Materialboards bei Kitizg Design, die sind 50 x 70 cm und es gab keine Taschen für den Transport zum Kunden dafür. Also habe ich Taschen machen lassen. Aus dieser großen „Transporttasche“, habe ich dann kleine Taschen machen lassen und jetzt gibt es bald die Taschen in verschiedenen Farben. Anfang des kommenden Sommers wird der Internetshop dazu scharfgeschaltet. Es geht mir gar nicht darum, dass ich jetzt 500 Tasche verkaufe. Was ich liebe, kann man auch kaufen!“

„Zu diesem Anzug habe ich eine enge und eine weite Hose machen lassen. Als Ausnahme trage ich heute Ludwig Reiter Schuhe dazu. Das Halstuch ist von Burberry. Das hatte ich schon vor dem Anzug. Ich liebe Krawatten oder Hemden einen Knopf zu weit auf. Wie man es eigentlich nicht trägt… Ich trage 10 Tage im Monat eine Krawatte. Manchmal sogar zum Kaffeetrinken samstagnachmittags. Krawatten sind etwas spannendes und aussagekräftiges. In uni. kariert. Vintage. Ich finde mittlerweile weiße Sneakers, olle Jeans, weißes Hemd, blaues Sakko und eine tolle Krawatte wieder super! Ich trage aber auch gerne Krawattenschals.“

„Schwächen habe ich unglaublich viele…Pedantisch und pingelig. Den Anspruch, den ich habe, ist auch für mich persönlich ein bisschen hoch. Das kann manchmal anstrengend sein. Dem versuche ich entgegenzuwirken. Ich versuche die Perspektive zu wechseln. Persepektivwechsel ist überhaupt das Wort worüber ich in den letzten Jahren am meisten nachgedacht habe. Ich versuche alles von der andren Seite anzuschauen. Meine Mitarbeiter würden sagen: „Der sieht jeden Fehler auf 10 m Entfernung.“ Meine Cholerik ist verwachsen. Das ist von alleine gegangen durch mehr Ruhe. Heute bin ich gelassener und entspannter. Ich bin vielleicht nicht immer so verständnisvoll. Sonst bin ich perfekt!“

Worüber freut sich ein Mensch, der alles hat: „Ich freue mich sehr, wenn sich jemand Gedanken gemacht hat. Etwas persönliches, authentisches.“ Vielleicht inspiriert Dich dieses Interview auch, selbst noch kreativer zu werden. Bei Interesse kannst Du Dir noch weitere Projekte von Kitzig Design anschauen. Hier der Link zur Webseite.

Einen kreativen Sonntag wünsche ich Dir!

Lieblingsstil – Petra Dieners
25.02.2024
Ort Düsseldorf, Germany
Verlag Lieblingsstil GmbH
Link zum Beitrag: Olaf Kitzig – vielleicht der kreativste Kopf, den ich kenne