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Interiordesigner erklären ihre Lieblingsprojekte

ARBEITEN MIT FUNDEN AUS DEM BESTAND

Die Rezeption und Lounge stehen exemplarisch für das Interior – design des heute als Hotel genutzten Schlosses Roxburghe in Schottland. Der Tresen mit Marmorplatte und hochwertiger Goldlackierung scheint aufgrund des verdeckt angebrachten Lichtbandes zu schweben. Ebenso gilt das für den hinterleuchteten Schlüsselkasten. Das Schloss weist aufwendige Stuckarbeiten auf, die wir nur wenig ausbessern mussten. Auch sie werden indirekt von unten beleuchtet, ohne dass andere Elemente den Gesamteindruck stören. Authentisch sind auch die detailreichen Holzeinbauten. Für die Sessel verwendeten wir edle Bezugsmaterialien mit Karomuster.


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Ich bin noch heute froh über unsere Entscheidung, mit einem Großteil der Bestandsmaterialien zu arbeiten. Dazu war viel Vorarbeit nötig. So trennten und kategorisierten wir im Vorfeld eine riesige Anzahl im Schloss vorgefundener Dekora tionsstücke. Das war eine Heidenarbeit. Aber sie hat sich gelohnt. Nun trifft im Hotel der schottisch-klassische Landhausstil mit Tweed-Materialien auf den Victorian Style.

Zur Person
Der Interiordesigner Olaf Kitzig gründete 1998 Kitzig Interior Design in Lippstadt. Das Büro verfügt heute über drei weitere Dependancen mit 60 Mitarbeitern. Neben der Innenarchitektur zählen auch Architekturprojekte und Designobjekte zu den Tätigkeitsfeldern.

Projekt: Hotel Schloss Roxburghe
Standort: Kelso, Schottland
Bauherr: 12.18. Hotel Collection, Düsseldorf
Fertigstellung: 2019

md INTERIOR | DESIGN | ARCHITECTURE
Ausgabe 04/2021
Ort Leinfelden
Verlag https://www.md-mag.com/
Mehr zum Projekt: SCHLOSS Roxburghe, Kelso Scotland