{"id":1226,"date":"2017-03-24T20:46:41","date_gmt":"2017-03-24T19:46:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kitzig.com\/?post_type=dt_portfolio&#038;p=1226"},"modified":"2019-10-30T09:58:45","modified_gmt":"2019-10-30T08:58:45","slug":"fachzeitschrift-hotelbau","status":"publish","type":"dt_portfolio","link":"https:\/\/www.kitzig.com\/en\/presse\/fachzeitschrift-hotelbau\/","title":{"rendered":"hotelbau"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>MORE\"data-newtitle=\"LESS\"data-icon=\"\"data-newicon=\"\"data-activeicon=\"#333333\"data-effect=\"slideToggle\"data-override=\"0\"data-activetitle=\"#333333\"data-activebg=\"#dbdbdb\"data-img=\"https:\/\/www.kitzig.com\/wp-content\/uploads\/plus-2.png\"data-newimg=\"https:\/\/www.kitzig.com\/wp-content\/uploads\/minus.png\"><div class=\"ult_exp_section-main ult_expleft_icon\">\t<div class=\"ult-just-icon-wrapper ult_exp_icon\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"align-icon \">\n\t\t\t\t\t\t\n<br><span class=\"aio-icon-img  ult_expsection_icon \" style=\"font-size:21px;\" >\n\t<img decoding=\"async\" class=\"img-icon ult_exp_img \" alt=\"null\" src=\"https:\/\/www.kitzig.com\/wp-content\/uploads\/plus-2.png\" \/>\n<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"ult_expheader\" >MORE\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div><div class=\"ult_exp_content \" style=\"background-color:#dbdbdb;  \"><div class=\"ult_ecpsub_cont\" style=\" \" >[vc_column_text el_class=&#8221;pressetext&#8221;]<strong>J\u00f6rg Lindner:<\/strong> Korrekt. Die Lindner lnvestment Management GmbH und die Lindner Hotels AG unter F\u00fchrung meines Bruders Otto waren schon immer zwei unabh\u00e4ngig voneinander operierende Unternehmen. Deshalb haben wir uns bei der LlM auch unsere eigenen HoteImanagement-Kompetenzen aufgebaut. Diese Unabh\u00e4ngigkeit zu unterstreichen, war auch mit ein Grund f\u00fcr die im August 2016 vollzogene Umfirmierung in 12.18. Investment Management GmbH. Die Zahlen stehen f\u00fcr die Positionen unserer beider Nachnamen, Lindner und Richter, im Alphabet. Kai Richter ist bereits seit 2013 mit seiner Mediinvest Development GmbH zu 50 Prozent am Unternehmen beteiligt. Die Umbenennung war auch vor diesem Hintergrund nur konsequent.<\/p>\n<p><em>Ihr Unternehmensslogan lautet: \u201eAnders Ans Prinzip \u201c Was ist an 12.18. prinzipiell anders als an anderen Hotelinvestoren? <\/em><\/p>\n<p><strong>Kai Richter:<\/strong> Zum einen schon mal der Name. Mit 12.18. haben wir ein K\u00fcrzel gew\u00e4hlt, das sehr einpr\u00e4gsam ist und vor allem gut den Namen der Objektgesellschaften der jeweiligen Projekte vorangestellt werden kann. Dadurch bekommen sie einen hohen Wiedererkennungseffekt, was vor allem bei den Online-Medien immer wichtiger wird. Bei der Namensfindung hat uns \u00fcbrigens Hubertus von Lobenstein beraten, der unter anderem auch den neuen TUI-Claim \u201eDiscover your Smile\u201d entwickelt hat.<\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Inhaltlich unterscheiden wir uns durch unseren Leitspruch \u201eInnovation in der Hotellerie kommt durch die Gastronomie\u201d. Das verdeutlichen wir mit der im November 2016 geschlossenen strategischen Kooperation mit Sternekoch Johann Lafer. Er wird uns bei der Entwicklung der Gastronomiekonzepte in s\u00e4mtlichen unserer Projekte zur Seite stehen, so zum Beispiel auch in unserem \u201eFleesensee Hotels &amp; Sportresort\u201d im Gourmetbistro \u201eBl\u00fcchers\u201c. In Fleesensee bauen wir \u00fcbrigens unser Gem\u00fcse selbst organisch an und halten eigene H\u00fchner, Schweine und Rinder. Selbstredend legen wir sehr viel Wert auf die Zubereitung der Speisen. Wir verkaufen nie nur Urlaub und Entschleunigung, sondern immer ein Konzept drumherum.<\/p>\n<p><strong>Richter: <\/strong>Au\u00dferdem heben wir uns vom Mitbewerb durch unsere Zielsetzung ab, unterbewertete Objekte zu \u00fcbernehmen, um dann nach einer Revitalisierung und Neupositionierung erst den Betriebswert und in Folge auch den Immobilienwert zu steigern.<\/p>\n<p><em>Stichwort Fleesensee: Mit dein Resort Land Fleesensee haben Sie sich im Oktober 2014 als Investoren und Betreiber an ein sehr problembehaftetes Objekt gewagt?<\/em><\/p>\n<p><strong>Richter: <\/strong>Falsch, Fleesensee hatte keine Probleme im Betrieb, war aber falsch finanziert, und zwar in Schweizer Franken. Das hatte zur Folge, dass die Nettoverschuldung nach Auslaufen der Finanzierung allein aufgrund des Wechselkursverlusts h\u00f6her war als im Jahr 2000, als sich der ehemalige Eigent\u00fcmer mit der Finanzierung eingedeckt hatte. Das f\u00fchrte zur bilanziellen \u00dcberschuldung und letztendlich zum Verkauf an uns. Fleesensee l\u00e4uft sehr gut. Das Dorfhotel und der RobinsonClub, die wir dort besitzen, geh\u00f6ren zu den erfolgreichsten H\u00e4usern der TUI-Gruppe.<\/p>\n<p><em>Hat TUI daf\u00fcr Pacht- oder Managementvertr\u00e4ge?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Managementvertr\u00e4ge, genauso wie im lberotel und im Dorfhotel in der Ferienanlage \u201eWei\u00dfe Wiek\u201d in Boltenhagen, die wir zum 1.Januar 2017 \u00fcbernommen haben. Uns geh\u00f6ren damit 90 Prozent aller von TUl in Deutschland gef\u00fchrten H\u00e4user. Mit TUI verbindet uns eine sehr angenehme Partnerschaft, die wir auch langfristig weiterf\u00fchren wollen.<\/p>\n<p><em>Zu Fleesensee geh\u00f6rt auch das Schlosshotel. Dies wurde zum Zeitpunkt der \u00dcbernahme von Rezidor als Radisson Blu gef\u00fchrt. Ist das immer noch so?<\/em><\/p>\n<p><strong>Richter:<\/strong> Nein. Das Schlosshotel betreiben wir seit 2015 selbst. Wir haben gerade f\u00fcr 11 Mio. Euro den umfangreichen Umbau abgeschlossen, der unter anderem einen neuen Wellnessbereich umfasste. Anfang April werden wir nun das Schlosshotel neu er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p><em>In unserem Interview anl\u00e4sslich der \u00dcbernahme von Fleesensee im Oktober 2014 gaben Sie an, dass Sie den Umsatz des Resorts ausgehend von 30 Mio. Euro um f\u00fcnf bis zehn Prozent j\u00e4hrlich steigern wollten. Ziel erreicht?<\/em><\/p>\n<p><strong>Richter:<\/strong> Ja, unsere Erwartungen sind eingetreten. Wir hatten nat\u00fcrlich leichte Verschiebungen, weil wir das Schlosshotel in zwei Phasen renovierten und es daf\u00fcr letztes Jahr f\u00fcr drei Monate und nun zum Jahreswechsel noch einmal f\u00fcr eineinhalb Monate schlie\u00dfen mussten. Beim Robinson-Club und beim Dorfhotel konnten wir im letzten Jahr den Umsatz jedoch um zehn Prozent steigern.<\/p>\n<p><em>Ihr Fokus lag bisher ausschlie\u00dflich auf Ferienhotelobiekten. Soll das so bleiben?<\/em><br \/>\n<strong><br \/>\nRichter:<\/strong> Wir investieren gezielt in diese Assetklasse, weil sie sehr viele Opportunit\u00e4ten bietet und wir in diesem Segment \u00fcber eine gro\u00dfe Expertise verf\u00fcgen. Die Ferienhotellerie ist ein stetig wachsender Markt. Weltweit reisen j\u00e4hrlich rund 1,3 Mrd. Menschen, davon rund 800 Millionen nach Europa. In f\u00fcnf Jahren werden sich diese Zahlen verdoppelt haben. Das Reiseland Nummer eins der Deutschen ist immer noch Deutschland. Deshalb suchen wir auch hierzulande weiter nach Investitionszielen, vornehmlich nach bestehenden Objekten, die wir dann nach einer Revitalisierung und Neupositionierung wieder dem Markt zuf\u00fchren. Wenn man sich in diesem Segment auskennt, sind anst\u00e4ndige Renditen zu verdienen, insbesondere dann, wenn man wie wir von der Investition \u00fcber die Projektentwicklung bis zum Betrieb aIIes aus einer Hand abdeckt. Das k\u00f6nnen nicht viele, weshalb wir im Wettbewerb im Moment auch sehr gut unterwegs sind.<br \/>\n<em><br \/>\nSie stemmen die Investitionen meist nicht allein, sondern holen sich Partner an Bord. Bei Fleesensee ist das Versorgungswerk der Zahn\u00e4rztekammer Berlin mit 45 Prozent beteiligt, auch bei der \u201eWei\u00dfen Wiek\u201c ist die Zahn\u00e4rztekammer mit von der Partie. Es \u00fcberrascht mich, dass institutionelle Anleger bei Ferienhotels mitziehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Richter:<\/strong> Diverse institutionelle Anleger sind bei uns in unterschiedlichsten Formen investiert, mal rein als Geldgeber, oft aber auch in Form dar\u00fcber hinausgehender Partnerschaften. Wir weiten gezielt diese Beteiligungen aus, sonst k\u00f6nnten wir unsere Expansion nicht in der jetzigen Geschwindigkeit beibehalten. Wir haben bislang in unseren Projekten 236 Mio. Euro an Eigenkapital platzieren k\u00f6nnen und halten s\u00e4mtliche Objekte im Bestand. Das gelingt nur durch Einbeziehung institutioneller Partner. Was sie \u00fcberzeugt, sind die Renditen und Wertsteigerungen, die unsere Projekte erfahren. Mit unseren Projekten in Deutschland und auch mit unseren zwei spanischen Seven-Pines-Resorts auf Ibiza und Teneriffa, die sich derzeit im Bau befinden, haben wir unter den derzeit gegebenen weltpolitischen Rahmenbedingungen auf die richtigen M\u00e4rkte gesetzt.<\/p>\n<p><em>Wie sehen Ihre Zielsetzungen f\u00fcr die Wei\u00dfe Wiek aus?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Zielsetzung ist eine Steigerung der Auslastung und der Zimmerraten. Wir planen dazu gemeinsam mit der TUl, das Iberotel in ein TUI BLUE umzuwandeln. Ein gro\u00dfes Potenzial sehen wir auch im Yachthafen und der Werft, die wir dort mit 120 Mitarbeitern ebenfalls betreiben.<\/p>\n<p><em>Woran erkennen Sie ein Objekt, in das es sich lohnt zu investieren?<\/em><\/p>\n<p><strong>Richter:<\/strong> Das Objekt muss \u00fcber das Potenzial verf\u00fcgen, \u00fcber die Revitalisierung zu einem trendigen Hotel zu werden. Der Standort muss zukunftsf\u00e4hig sein und sich aus touristischer Perspektive \u00fcber die n\u00e4chsten zehn Jahre weiterentwickeln. Dazu ist entscheidend, wie sich die jeweiligen Landesregierungen und Gemeinden hinsichtlich der Entwicklung der touristischen Infrastruktur engagieren. Da ist Mecklenburg-Vorpommern sehr weit vorne und hat Bayern l\u00e4ngst bei den \u00dcbernachtungszahlen \u00fcberholt. Die Landesregierung ist sehr innovativ und unterst\u00fctzt die Hoteliers vorbildlich. Wir besch\u00e4ftigen in unseren Hotels in Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile 1.100 Mitarbeiter und sehen weiterhin ein gutes Klima, um dort zu investieren.<br \/>\n<em><br \/>\nIm Gegensatz zu Fleesensee und zur Wei\u00dfen Wiek ist Ihr Marem\u00fcritz Yachthafenenresort &amp; Spa, das sich derzeit im Bau befindet, kein Bestandsobjekt, sondern ein komplettes Neubauprojekt. Wie kam das Vorhaben zustande?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Das Projekt Marem\u00fcritz haben wir im September 2015 von einem Projektentwickler \u00fcbernommen, der es nicht realisieren konnte. Dort investieren wir rund 40 Mio. Euro in 184 Ferienapartments und einen Yachthafen mit 150 Bootsliegepl\u00e4tzen. Wir ver\u00e4u\u00dfern die Apartments an private Kapitalanleger, mieten sie dann zur\u00fcck und vermarkten sie als Ferienwohnungen. Knapp 60 Prozent der Apartments sind bereits verkauft.<\/p>\n<p><em>Seitdem Erwerb der Seven Pines Resorts auf Teneriffa und lbiza sind Sie auch im Ausland aktiv. Was ist der Status quo bei diesen Projekten?<\/em><\/p>\n<p><strong>Richter:<\/strong> Beides sind Mitte der 1970er Jahre gebaute Ferienanlagen, die wir 2012 bzw. 2013 von der DER-Touristik erwerben konnten. Beide bed\u00fcrfen einer umfassenden Revitalisierung, die quasi einem Neubau gleichkommt. Wir m\u00fcssen allerdings die Altsubstanz erhalten aufgrund der Baugenehmigung, die man heute f\u00fcr einen Neubau gar nicht mehr bekommen w\u00fcrde. Objekte aus diesen Baujahren sind ein Garant f\u00fcr beste Lagen. Auf lbiza investieren wir 74 Mio. Euro, auf Teneriffa 35 Mio. Euro. Beide Anlagen werden wir unter unserer Eigenmarke Seven Pines als Luxusresorts f\u00fchren, das Seven Pines Resort lbiza wird sogar bei \u201eLeading Hotels of the World\u201d aufgenommen. lbiza liegt als Feriendestination absolut im Trend, die Investition war goldrichtig. Beide Resorts sollen noch in diesem Jahr er\u00f6ffnen.<br \/>\n<em><br \/>\nHatten Sie gezielt nach InvestitionszieIen um Ausland gesucht?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lindner:<\/strong> Nein, wir investieren ja opportunistisch. Wir bekommen jeden Tag eine gro\u00dfe Anzahl von Projekten angeboten, die wir sehr sorgf\u00e4ltig hinsichtlich ihrer Potenziale pr\u00fcfen.<\/p>\n<p><em>Bei welchen L\u00e4ndern schlie\u00dfen Sie derzeit kategorisch ein Investment aus, wo macht es hingegen Sinn?<\/em><\/p>\n<p><strong>Richter:<\/strong> Wir w\u00fcrden derzeit nicht in der T\u00fcrkei investieren und auch nicht in Afrika. Afrika w\u00e4re sehr w\u00fcnschenswert, aber ein Investment dort ist mehr eine Entwicklungshilfe als alles andere. Viele Hotelbetreiber, die dort investiert hatten, haben sich schon wieder zur\u00fcckgezogen. Interessant sind hingegen der asiatische Markt und nat\u00fcrlich die europ\u00e4ischen L\u00e4nder, in denen wir schon vertreten sind. Wir verfolgen au\u00dferdem gerade ein sehr sch\u00f6nes neues Seven-Pines-Projekt in Italien, bei dem gerade der Architekturwettbewerb l\u00e4uft. Zudem sind wir erstmals strategisch ausgerichtet auf der Suche nach einem Schihotel in den Alpen, allerdings aufgrund des hohen Lohnniveaus eher nicht in der Schweiz. Ein reiner Winterbetrieb k\u00e4me uns sehr entgegen, da wir Ibiza in den Wintermonaten nicht offen halten wollen und den dortigen Mitarbeitern damit eine Ausweichm\u00f6glichkeit bieten k\u00f6nnten.<br \/>\n<em><br \/>\nWie Viele Projekte k\u00f6nnen Sie eigentlich parallel stemmen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Richter: <\/strong>Mit unseren derzeitigen 34 Mitarbeitern an unseren Unternehmensstandorten in Berlin und D\u00fcsseldorf wollen wir drei bis f\u00fcnf Projekte pro Jahr steuern. Gegenw\u00e4rtig umfasst unser Portfolio neun Hotels in Betrieb und Bau. F\u00fcr die Organisation des Hotelbetriebs haben wir mit der \u201e12.18. Hotelmanagement\u201d unl\u00e4ngst eine in Berlin ans\u00e4ssige neue Gesellschaft gegr\u00fcndet, in der hochqualifizierte Fachkr\u00e4fte aus der Hotellerie arbeiten und die wir personell weiter ausbauen werden. Unsere Wachstumsziele k\u00f6nnen wir jedoch nicht verwirklichen, wenn wir alle Objekte selbst betreiben. Deshalb versuchen wir, f\u00fcr jedes Objekt den optimalen Betreiber zu finden. Die Wei\u00dfe Wiek kann die TUI beispielsweise sehr viel besser betreiben als wir. Beim Schlosshotel Fleesensee sind wir hingegen der \u00dcberzeugung, dass wir das sehr gut machen.<\/p>\n<p><em>Derzeit w\u00e4re auch ein guter Zeitpunkt, lmmobilien zu ver\u00e4u\u00dfern. Denken Sie dar\u00fcber nach?<\/em><\/p>\n<p><strong>Richter:<\/strong> Wir unterhalten bei unseren Projekten Partnerschaften mit institutionellen Anlegern, die ein langfristiges Anlageziel verfolgen und nicht auf eine kurzfristige Rendite aus sind. Was w\u00fcrden wir zudem machen, wenn alles verkauft ist? Wieder einkaufen, was zurzeit nicht so einfach ist? Solange unsere Projekte eine gute Eigenkapitalrendite abwerfen, ist es sinnvoll, sie zu halten.<\/p>\n<p><em>Martin Gr\u00e4ber<\/em><br \/>\n<br \/><br \/><br \/>\n<strong>TRENDS IN DER BADGESTALTUNG<\/strong><\/p>\n<h4>Immer individueller<\/h4>\n<p>Auf der diesj\u00e4hrigen lSH, der Weltleitmesse f\u00fcr den Verbund von Wasser und Energie, vom 14. bis 18. M\u00e4rz 2017 stehen die aktuellen Trends in Sachen Individualit\u00e4t in der Badgestaltung im Mittelpunkt. Eine Sonderausstellung namens \u201ePop up my Bathroom\u201d stellt inzwischen zum f\u00fcnften Mal vor, was im Bereich Sanit\u00e4rausstattung in Zukunft angesagt sein wird.<\/p>\n<p>Seit 2009 hinterfragt das Trendforum \u201ePop up my Bathroom\u201d alle zwei Jahre anl\u00e4sslich der ISH im Auftrag der Messe Frankfurt und derVereinigung Deutsche Sanit\u00e4rwirtschaft e.V. (VDS) die Entwicklungen im Bad-Design im Rahmen einer Studie. Installationen, Foto-Inszenierungen und BIog-Beitr\u00e4ge werden zeigen, in welche Richtung sich die Sanit\u00e4rwelten weiterentwickeln k\u00f6nnten. F\u00fcr die ISH 2017 standen die beiden Fragestellungen im Mittelpunkt, was typisch individuell ist und welche Typen individueller B\u00e4der es eigentlich gibt. ln der Sonderschau \u201ePop up my Bathroom\u201d werden auch in diesem Jahr wieder auf der Weltleitmesse f\u00fcr den Verbund von Wasser und Energie die Ergebnisse der Studie vorgestellt. Acht Antworten auf die beiden Fragestellungen sollen die Vielfalt darstellen, wie unterschiedlich Sanit\u00e4rbereiche aussehen k\u00f6nnen. Besucher k\u00f6nnen sich \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der Badplanung informieren und sich von den f\u00fcr die ISH kreierten 3D-Collagen inspirieren lassen. \u201eDas Bad wird zunehmend zu einem Raum mit hoher Aufenthaltsqualit\u00e4t.\u201d So erkl\u00e4rt sich Jens J. Wischmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der VDS, den Trend zu mehr Individualit\u00e4t im Sanit\u00e4rbereich.<\/p>\n<p><strong>Modischer und farbiger<\/strong><\/p>\n<p>Farben spielen in den Nassbereichen eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Das ist eine sehr einfache Art und Weise, R\u00e4umen einen individuellen Style zu verleihen. Je nach Geschmack k\u00f6nnen mit mehr oder weniger Farbe unterschiedliche Welten geschaffen werden. Das Forum sieht einen deutlichen Trend zu mehr Mode im Bad und kreierte hierf\u00fcr ein pinkes, feminines Gesamtkonzept. Inszeniert wurde ein Fashion-Bathroom in angesagten Rose-T\u00f6nen (1), der neben weiteren 3D-Trend-Modellen auf der ISH 2017 zu sehen sein wird. im Mittelpunkt steht eine frei stehende Badewanne von Bette in der Farbe Rosa, deren Wannenk\u00f6rper ganz klassisch aus Stahl-Email gefertigt ist. Doch die Besonderheit liegt in der Wannensch\u00fcrze: Sie ist wie ein Sofa gepolstert und mit gewebtem, wasser- und klimaresistentem Stoff \u00fcberzogen. Dieser verleiht der Wanne ihren besonderen Look. Der dazu passende Waschtisch feiert auf der diesj\u00e4hrigen ISH seine Premiere.<\/p>\n<p>Laut Trendforum gehen die Zeiten der tristen wei\u00dfen B\u00e4der mit bis zur Decke hochgefliesten Zimmerw\u00e4nden langsam zu Ende und die Aspekte Zeitlosigkeit und Langlebigkeit verlieren allm\u00e4hlich an Bedeutung. Hingegen glaubt das Forum, dass in n\u00e4chster Zeit die Lust am Gestalten und das Bed\u00fcrfnis nach Repr\u00e4sentation immer mehr modische Details ins Badezimmer bringen werden. Von dekorativen Accessoires bis hin zu au\u00dfergew\u00f6hnlichen Boden- und Wandgestaltungen und trendigen M\u00f6beln sind der Individualit\u00e4t bei der Sanit\u00e4rgestaltung keine Grenzen gesetzt. K\u00fcnftig wird in den Badezimmern immer mehr auf Ster und Wohlf\u00fchlatmosph\u00e4re Wert gelegt, und das Thema Farbe wird zunehmend an Bedeutung gewinnen. Auch die Hersteller haben das gemerkt, stellen immer mehr Farbvarianten bereit, und das Sortiment wird immer variantenreicher und komplexer.<\/p>\n<p>Im Jaz Amsterdam (2), das Ende 2015 er\u00f6ffnete, verleihen knallige Orange-T\u00f6ne den Sanit\u00e4rbereichen des Hotels eine individuelle Note. Der optische Fokus liegt auf den farbigen Waschtischen und der frei stehenden Badewanne. Es muss aber nicht immer bunt sein. Auch mediterrane oder skandinavische Stilelemente sowie von der Natur inspirierte Farbgebungen k\u00f6nnen R\u00e4umen das gewisse Etwas verleihen. Innovative Modetrends wie bedruckte Gl\u00e4ser von Duschw\u00e4nden (3) oder Spiegeln (4) sind ebenfalls auf dem Vormarsch.<\/p>\n<p><strong>Comfortable Bathroom<\/strong><\/p>\n<p>Individuelle Badgestaltung impliziert aber nicht extravagante Ausstattungen oder besonders au\u00dfergew\u00f6hnliche Ideen, sondern laut Trendforum \u201eein in Funktion und Aussehen ganz auf seinen Nutzer und auf die architektonischen Gegebenheiten zugeschnittenes Badezimmer\u201d. Aus dem Bad als reinem Funktionsraum wurden in den letzten Jahren komfortable Wohlf\u00fchlzonen (5). Heutzutage wird immer mehr erwartet, und zwar nicht auf den Luxus bezogen, sondern auf pers\u00f6nliche W\u00fcnsche. Bei der Einrichtung z\u00e4hlt viel mehr der Moment als die Langlebigkeit. Erwartet werden aber nicht nur moderne M\u00f6bel und Hightech-Features bei Wasseranwendungen, Toilette oder Lichtsystemen, sondern auch die ergonomische und individualisierbare Gestaltung von M\u00f6beln, Materialien und Stilelementen gewinnt an Bedeutung. Und der Wunsch nach Identifikation wird immer gr\u00f6\u00dfer. Die Umsetzung in Hotels ist nat\u00fcrlich nicht ganz einfach. Deswegen m\u00fcssen individuelle Konzepte entwickelt werden, die trotzdem die Mehrheit der Leute \u00fcberzeugt. Orte m\u00fcssen inszeniert werden, in denen sich die Leute wohlf\u00fchlen wie in ihrem Zuhause.<\/p>\n<p><strong>Zukunftsweisende Technik<\/strong><\/p>\n<p>Aber auch die voranschreitende Digitalisierung unterstreicht den Trend zur Individualisierung. Immer facettenreicher werden die Einstellungen bei Armaturen, Licht- und Soundsystemen. Touchpads sind l\u00e4ngst nichts Neues mehr. Sogar in die Spiegel integrierte Fernseher gibt es mittlerweile in einigen 5-Sterne-H\u00e4usern. Und auch die Duschprogramme an sich werden stetig weiterentwickelt. Das zeigt auch der perfektionierte Brausestrahl der Marke Axor von Hansgrohe (6), der f\u00fcr ein luxuri\u00f6ses Duscherlebnis steht und auf der diesj\u00e4hrigen ISH vorgestellt wird. Zudem wurden in den letzten Jahren individuelle Duschprogramme entwickelt, die sich durch das Zusammenspiel von Licht und Wasser auszeichnen. Auch ber\u00fchrungslose Produkte wie spezielle Armaturen haben den Einzug ins Badezimmer bereits gefunden. Ein Beispiel ist \u201eHansamurano X\u201d (7) aus dem Hansa\/Edition-Segment der Hansa Armaturen GmbH. Charakteristisch ist ein breiter, filigraner Wasserschleier, der aus einer vermeintlich schwebenden Fl\u00e4che aus Metall und Glas austritt und mit einem Ann\u00e4herungssensor einschlie\u00dflich Lichtfunktion kombiniert ist. Das Hansa-Produkt ist ber\u00fchrungslos mittels eines Infrarotsensors bedienbar und ein LED-Leuchtband gibt dem Nutzer R\u00fcckmeldung zu seiner Einstellung. Ideengeber ist erneut Bruno Sacco, der auch das Vorg\u00e4ngermodell \u201eHansamurano\u201d entworfen hatte.<\/p>\n<p><strong>Mehr Hygiene im Bad<\/strong><\/p>\n<p>Auch die hygienischen Verh\u00e4ltnisse spielen im Bad eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Darauf weist die Initiative Blue Responsibility f\u00fcr nachhaltige Sanit\u00e4rl\u00f6sungen hin. Erwartet werden innovative Materialien, die reinigungsfreundlich, aber auch robust sind und f\u00fcr mehr Hygiene im Bad sorgen. Zudem sollen sie Kalkflecken und Schmutzablagerungen entgegenwirken \u2013 ein h\u00e4ufiges Problem in Badezimmern. Hierf\u00fcr eignen sich laut Blue Responsibility glatte, porenfreie und harte Materialien, die f\u00fcr ihre Best\u00e4ndigkeit gegen Schmutz bekannt sind, wie zum Beispiel Stahl-Email. Das Produkt steht f\u00fcr Abrieb-, Kratz- und Schlagfestigkeit und ist als Material f\u00fcr Waschtische, Duschfl\u00e4chen und Badewannen geeignet.<\/p>\n<p>Auf dieses Material setzt auch Kaldewei. Mit dem selbstreinigenden Perl-Effekt bietet der Hersteller f\u00fcr alle Bade- und Duschwannen aus Stahl-Email 3,5 mm eine einfache und praktische L\u00f6sung, die hygienisch und pflegeleicht zugleich ist. Mit 30 Jahren Garantie verspricht Kaldewei, dass der Perl-Effekt Schmutz- und Kalkpartikeln keine Chance l\u00e4sst. Dies erm\u00f6glicht die besondere Email-Oberfl\u00e4che, an der das Wasser abperlt. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist die frei stehende Badewanne \u201eEmerso\u201d von Kaldewei (8) \u2013 die erste Einsitzer-Wanne der Nieisterst\u00fccke-Kollektion. Kennzeichnend sind eine hohe R\u00fcckenschr\u00e4ge und ein in sich gedrehterWannenrand, der den \u00dcbergang zwischen hochgezogener R\u00fcckenlehne und Fu\u00dfbereich bildet. In das Wannendesign ist ein emaillierter, b\u00fcndiger Ablaufdeckel integriert sowie ein dezenter \u00dcberlauf aus Stahl-Email. Die Wanne besitzt eine fugenlose, konische Verkleidung. Das Design stammt von Arik Levy.<\/p>\n<p>Ein weiteres beliebtes Material ist laut der Initiative f\u00fcr nachhaltige Sanit\u00e4rl\u00f6sungen der pflegeleichte und extrem stabile Mineralguss oder der reinigungsfreundliche Werkstoff Varicor, der sehr schlag- und sto\u00dffest ist. Blue Responsibility nennt aber auch spezielle Glasuren und Veredelungen als geeignete Materialien f\u00fcr den Einsatz in Sanit\u00e4rbereichen, da diese Keramikoberfl\u00e4chen verbessern k\u00f6nnen. Laut Keramag entsteht durch die von ihnen entwickelte Keramik-Spezialglasur eine nahezu porenfreie und sehr glatte Oberfl\u00e4che, die schmutzbest\u00e4ndig ist. Waschtische und WCs erhalten damit reinigungsfreundliche Oberfl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Bei den ebenerdigen Duschfl\u00e4chen \u00fcberzeugen in Sachen Hygiene fugenfreie Oberfl\u00e4chen, die durchg\u00e4ngig emailliert und einfach zu reinigen sind. Der Ablauf sitzt in der Regel in der Bodenfl\u00e4che. Anders ist das bei Geberit. Der Hersteller entwickelte einen Ablauf, bei dem das Wasser in die Wand abflie\u00dft (9) und die Bodenfl\u00e4che nicht unterbricht.<\/p>\n<p><em>Miriam Gla\u00df<\/em>[\/vc_column_text]<\/div><\/div>\n\n\t\t\t<\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column el_class=&#8221;pressepdfausgabec&#8221;][vc_column_text el_class=&#8221;pdfpresse&#8221; bb_tab_container=&#8221;&#8221;]<a href=\"https:\/\/www.kitzig.com\/wp-content\/uploads\/hotelbau-02-2017-presseuebersicht.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF<\/a>[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8221;presseausgabe&#8221;]<em>hotelbau \u2013 FACHZEITSCHRIFT F\u00dcR HOTELIMMOBILIEN \u2013 ENTWICKLUNG<\/em><br \/>\nAusgabe M\u00e4rz\/April 2017<br \/>\nOrt Merching, Deutschland<br \/>\nVerlag <a href=\"http:\/\/www.hotelbau.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.hotelbau.de\/<\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/www.kitzig.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/dt_portfolio\/1226\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"DE\">DE<\/a>. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.<\/p>\n<p>Kai Richter, J\u00f6rg Lindner, 12.18. Investment Management<br \/>\n\u201cFerienhotels als Langzeitanlage\u201d<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die meisten Hotel-Investoren in Deutschland um gebrandete Midscale-Business-Hotels in lnnenstadtlagen schlagen, setzt die 12.18. lnvestment Management GmbH (ehedem Lindner Investment Management) auf herausfordernde Ferienresortprojekte. Die Gesellschafter Kai Richter und J\u00f6rg Lindner erkl\u00e4ren weshalb.<\/p>\n<p>Herr Richter, Herr Lindner, auffallend an Ihren Projekten ist, dass in keinem die Lindner Hotelgruppe als Betreiber involviert ist.<\/p>\n<p>J\u00f6rg Lindner: Korrekt. Die Lindner lnvestment Management GmbH und die Lindner Hotels AG unter F\u00fchrung meines Bruders Otto waren schon immer zwei unabh\u00e4ngig voneinander operierende Unternehmen. Deshalb haben wir uns bei der LlM auch unsere eigenen HoteImanagement-Kompetenzen aufgebaut. Diese Unabh\u00e4ngigkeit zu unterstreichen, war auch mit ein Grund f\u00fcr die im August 2016 vollzogene Umfirmierung in 12.18. Investment Management GmbH. Die Zahlen stehen f\u00fcr die Positionen unserer beider Nachnamen, Lindner und Richter, im Alphabet. Kai Richter ist bereits seit 2013 mit seiner Mediinvest Development GmbH zu 50 Prozent am Unternehmen beteiligt. Die Umbenennung war auch vor diesem Hintergrund nur konsequent.<\/p>\n<p>Ihr Unternehmensslogan lautet: \u201eAnders Ans Prinzip \u201c Was ist an 12.18. prinzipiell anders als an anderen Hotelinvestoren?<\/p>\n<p>Kai Richter: Zum einen schon mal der Name. Mit 12.18. haben wir ein K\u00fcrzel gew\u00e4hlt, das sehr einpr\u00e4gsam ist und vor allem gut den Namen der Objektgesellschaften der jeweiligen Projekte vorangestellt werden kann. Dadurch bekommen sie einen hohen Wiedererkennungseffekt, was vor allem bei den Online-Medien immer wichtiger wird. Bei der Namensfindung hat uns \u00fcbrigens Hubertus von Lobenstein beraten, der unter anderem auch den neuen TUI-Claim \u201eDiscover your Smile\u201d entwickelt hat.<\/p>\n<p>Lindner: Inhaltlich unterscheiden wir uns durch unseren Leitspruch \u201eInnovation in der Hotellerie kommt durch die Gastronomie\u201d. Das verdeutlichen wir mit der im November 2016 geschlossenen strategischen Kooperation mit Sternekoch Johann Lafer. Er wird uns bei der Entwicklung der Gastronomiekonzepte in s\u00e4mtlichen unserer Projekte zur Seite stehen, so zum Beispiel auch in unserem \u201eFleesensee Hotels &#038; Sportresort\u201d im Gourmetbistro \u201eBl\u00fcchers\u201c. In Fleesensee bauen wir \u00fcbrigens unser Gem\u00fcse selbst organisch an und halten eigene H\u00fchner, Schweine und Rinder. Selbstredend legen wir sehr viel Wert auf die Zubereitung der Speisen. Wir verkaufen nie nur Urlaub und Entschleunigung, sondern immer ein Konzept drumherum.<\/p>\n<p>Richter: Au\u00dferdem heben wir uns vom Mitbewerb durch unsere Zielsetzung ab, unterbewertete Objekte zu \u00fcbernehmen, um dann nach einer Revitalisierung und Neupositionierung erst den Betriebswert und in Folge auch den Immobilienwert zu steigern.<\/p>\n<p>Stichwort Fleesensee: Mit dein Resort Land Fleesensee haben Sie sich im Oktober 2014 als Investoren und Betreiber an ein sehr problembehaftetes Objekt gewagt?<\/p>\n<p>Richter: Falsch, Fleesensee hatte keine Probleme im Betrieb, war aber falsch finanziert, und zwar in Schweizer Franken. Das hatte zur Folge, dass die Nettoverschuldung nach Auslaufen der Finanzierung allein aufgrund des Wechselkursverlusts h\u00f6her war als im Jahr 2000, als sich der ehemalige Eigent\u00fcmer mit der Finanzierung eingedeckt hatte. Das f\u00fchrte zur bilanziellen \u00dcberschuldung und letztendlich zum Verkauf an uns. Fleesensee l\u00e4uft sehr gut. Das Dorfhotel und der RobinsonClub, die wir dort besitzen, geh\u00f6ren zu den erfolgreichsten H\u00e4usern der TUI-Gruppe.<\/p>\n<p>Hat TUI daf\u00fcr Pacht- oder Managementvertr\u00e4ge?<\/p>\n<p>Lindner: Managementvertr\u00e4ge, genauso wie im lberotel und im Dorfhotel in der Ferienanlage \u201eWei\u00dfe Wiek\u201d in Boltenhagen, die wir zum 1.Januar 2017 \u00fcbernommen haben. Uns geh\u00f6ren damit 90 Prozent aller von TUl in Deutschland gef\u00fchrten H\u00e4user. Mit TUI verbindet uns eine sehr angenehme Partnerschaft, die wir auch langfristig weiterf\u00fchren wollen.<\/p>\n<p>Zu Fleesensee geh\u00f6rt auch das Schlosshotel. Dies wurde zum Zeitpunkt der \u00dcbernahme von Rezidor als Radisson Blu gef\u00fchrt. Ist das immer noch so?<\/p>\n<p>Richter: Nein. Das Schlosshotel betreiben wir seit 2015 selbst. Wir haben gerade f\u00fcr 11 Mio. Euro den umfangreichen Umbau abgeschlossen, der unter anderem einen neuen Wellnessbereich umfasste. Anfang April werden wir nun das Schlosshotel neu er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>In unserem Interview anl\u00e4sslich der \u00dcbernahme von Fleesensee im Oktober 2014 gaben Sie an, dass Sie den Umsatz des Resorts ausgehend von 30 Mio. Euro um f\u00fcnf bis zehn Prozent j\u00e4hrlich steigern wollten. Ziel erreicht?<\/p>\n<p>Richter: Ja, unsere Erwartungen sind eingetreten. Wir hatten nat\u00fcrlich leichte Verschiebungen, weil wir das Schlosshotel in zwei Phasen renovierten und es daf\u00fcr letztes Jahr f\u00fcr drei Monate und nun zum Jahreswechsel noch einmal f\u00fcr eineinhalb Monate schlie\u00dfen mussten. Beim Robinson-Club und beim Dorfhotel konnten wir im letzten Jahr den Umsatz jedoch um zehn Prozent steigern.<\/p>\n<p>Ihr Fokus lag bisher ausschlie\u00dflich auf Ferienhotelobiekten. Soll das so bleiben?<\/p>\n<p>Richter: Wir investieren gezielt in diese Assetklasse, weil sie sehr viele Opportunit\u00e4ten bietet und wir in diesem Segment \u00fcber eine gro\u00dfe Expertise verf\u00fcgen. Die Ferienhotellerie ist ein stetig wachsender Markt. Weltweit reisen j\u00e4hrlich rund 1,3 Mrd. Menschen, davon rund 800 Millionen nach Europa. In f\u00fcnf Jahren werden sich diese Zahlen verdoppelt haben. Das Reiseland Nummer eins der Deutschen ist immer noch Deutschland. Deshalb suchen wir auch hierzulande weiter nach Investitionszielen, vornehmlich nach bestehenden Objekten, die wir dann nach einer Revitalisierung und Neupositionierung wieder dem Markt zuf\u00fchren. Wenn man sich in diesem Segment auskennt, sind anst\u00e4ndige Renditen zu verdienen, insbesondere dann, wenn man wie wir von der Investition \u00fcber die Projektentwicklung bis zum Betrieb aIIes aus einer Hand abdeckt. Das k\u00f6nnen nicht viele, weshalb wir im Wettbewerb im Moment auch sehr gut unterwegs sind.<\/p>\n<p>Sie stemmen die Investitionen meist nicht allein, sondern holen sich Partner an Bord. Bei Fleesensee ist das Versorgungswerk der Zahn\u00e4rztekammer Berlin mit 45 Prozent beteiligt, auch bei der \u201eWei\u00dfen Wiek\u201c ist die Zahn\u00e4rztekammer mit von der Partie. Es \u00fcberrascht mich, dass institutionelle Anleger bei Ferienhotels mitziehen.<\/p>\n<p>Richter: Diverse institutionelle Anleger sind bei uns in unterschiedlichsten Formen investiert, mal rein als Geldgeber, oft aber auch in Form dar\u00fcber hinausgehender Partnerschaften. Wir weiten gezielt diese Beteiligungen aus, sonst k\u00f6nnten wir unsere Expansion nicht in der jetzigen Geschwindigkeit beibehalten. Wir haben bislang in unseren Projekten 236 Mio. Euro an Eigenkapital platzieren k\u00f6nnen und halten s\u00e4mtliche Objekte im Bestand. Das gelingt nur durch Einbeziehung institutioneller Partner. Was sie \u00fcberzeugt, sind die Renditen und Wertsteigerungen, die unsere Projekte erfahren. Mit unseren Projekten in Deutschland und auch mit unseren zwei spanischen Seven-Pines-Resorts auf Ibiza und Teneriffa, die sich derzeit im Bau befinden, haben wir unter den derzeit gegebenen weltpolitischen Rahmenbedingungen auf die richtigen M\u00e4rkte gesetzt.<\/p>\n<p>Wie sehen Ihre Zielsetzungen f\u00fcr die Wei\u00dfe Wiek aus?<\/p>\n<p>Lindner: Zielsetzung ist eine Steigerung der Auslastung und der Zimmerraten. Wir planen dazu gemeinsam mit der TUl, das Iberotel in ein TUI BLUE umzuwandeln. Ein gro\u00dfes Potenzial sehen wir auch im Yachthafen und der Werft, die wir dort mit 120 Mitarbeitern ebenfalls betreiben.<\/p>\n<p>Woran erkennen Sie ein Objekt, in das es sich lohnt zu investieren?<\/p>\n<p>Richter: Das Objekt muss \u00fcber das Potenzial verf\u00fcgen, \u00fcber die Revitalisierung zu einem trendigen Hotel zu werden. Der Standort muss zukunftsf\u00e4hig sein und sich aus touristischer Perspektive \u00fcber die n\u00e4chsten zehn Jahre weiterentwickeln. Dazu ist entscheidend, wie sich die jeweiligen Landesregierungen und Gemeinden hinsichtlich der Entwicklung der touristischen Infrastruktur engagieren. Da ist Mecklenburg-Vorpommern sehr weit vorne und hat Bayern l\u00e4ngst bei den \u00dcbernachtungszahlen \u00fcberholt. Die Landesregierung ist sehr innovativ und unterst\u00fctzt die Hoteliers vorbildlich. Wir besch\u00e4ftigen in unseren Hotels in Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile 1.100 Mitarbeiter und sehen weiterhin ein gutes Klima, um dort zu investieren.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Fleesensee und zur Wei\u00dfen Wiek ist Ihr Marem\u00fcritz Yachthafenenresort &#038; Spa, das sich derzeit im Bau befindet, kein Bestandsobjekt, sondern ein komplettes Neubauprojekt. Wie kam das Vorhaben zustande?<\/p>\n<p>Lindner: Das Projekt Marem\u00fcritz haben wir im September 2015 von einem Projektentwickler \u00fcbernommen, der es nicht realisieren konnte. Dort investieren wir rund 40 Mio. Euro in 184 Ferienapartments und einen Yachthafen mit 150 Bootsliegepl\u00e4tzen. Wir ver\u00e4u\u00dfern die Apartments an private Kapitalanleger, mieten sie dann zur\u00fcck und vermarkten sie als Ferienwohnungen. Knapp 60 Prozent der Apartments sind bereits verkauft.<\/p>\n<p>Seitdem Erwerb der Seven Pines Resorts auf Teneriffa und lbiza sind Sie auch im Ausland aktiv. Was ist der Status quo bei diesen Projekten?<\/p>\n<p>Richter: Beides sind Mitte der 1970er Jahre gebaute Ferienanlagen, die wir 2012 bzw. 2013 von der DER-Touristik erwerben konnten. Beide bed\u00fcrfen einer umfassenden Revitalisierung, die quasi einem Neubau gleichkommt. Wir m\u00fcssen allerdings die Altsubstanz erhalten aufgrund der Baugenehmigung, die man heute f\u00fcr einen Neubau gar nicht mehr bekommen w\u00fcrde. Objekte aus diesen Baujahren sind ein Garant f\u00fcr beste Lagen. Auf lbiza investieren wir 74 Mio. Euro, auf Teneriffa 35 Mio. Euro. Beide Anlagen werden wir unter unserer Eigenmarke Seven Pines als Luxusresorts f\u00fchren, das Seven Pines Resort lbiza wird sogar bei \u201eLeading Hotels of the World\u201d aufgenommen. lbiza liegt als Feriendestination absolut im Trend, die Investition war goldrichtig. Beide Resorts sollen noch in diesem Jahr er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Hatten Sie gezielt nach InvestitionszieIen um Ausland gesucht?<\/p>\n<p>Lindner: Nein, wir investieren ja opportunistisch. Wir bekommen jeden Tag eine gro\u00dfe Anzahl von Projekten angeboten, die wir sehr sorgf\u00e4ltig hinsichtlich ihrer Potenziale pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Bei welchen L\u00e4ndern schlie\u00dfen Sie derzeit kategorisch ein Investment aus, wo macht es hingegen Sinn?<\/p>\n<p>Richter: Wir w\u00fcrden derzeit nicht in der T\u00fcrkei investieren und auch nicht in Afrika. Afrika w\u00e4re sehr w\u00fcnschenswert, aber ein Investment dort ist mehr eine Entwicklungshilfe als alles andere. Viele Hotelbetreiber, die dort investiert hatten, haben sich schon wieder zur\u00fcckgezogen. Interessant sind hingegen der asiatische Markt und nat\u00fcrlich die europ\u00e4ischen L\u00e4nder, in denen wir schon vertreten sind. Wir verfolgen au\u00dferdem gerade ein sehr sch\u00f6nes neues Seven-Pines-Projekt in Italien, bei dem gerade der Architekturwettbewerb l\u00e4uft. Zudem sind wir erstmals strategisch ausgerichtet auf der Suche nach einem Schihotel in den Alpen, allerdings aufgrund des hohen Lohnniveaus eher nicht in der Schweiz. Ein reiner Winterbetrieb k\u00e4me uns sehr entgegen, da wir Ibiza in den Wintermonaten nicht offen halten wollen und den dortigen Mitarbeitern damit eine Ausweichm\u00f6glichkeit bieten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Wie Viele Projekte k\u00f6nnen Sie eigentlich parallel stemmen?<\/p>\n<p>Richter: Mit unseren derzeitigen 34 Mitarbeitern an unseren Unternehmensstandorten in Berlin und D\u00fcsseldorf wollen wir drei bis f\u00fcnf Projekte pro Jahr steuern. Gegenw\u00e4rtig umfasst unser Portfolio neun Hotels in Betrieb und Bau. F\u00fcr die Organisation des Hotelbetriebs haben wir mit der \u201e12.18. Hotelmanagement\u201d unl\u00e4ngst eine in Berlin ans\u00e4ssige neue Gesellschaft gegr\u00fcndet, in der hochqualifizierte Fachkr\u00e4fte aus der Hotellerie arbeiten und die wir personell weiter ausbauen werden. Unsere Wachstumsziele k\u00f6nnen wir jedoch nicht verwirklichen, wenn wir alle Objekte selbst betreiben. Deshalb versuchen wir, f\u00fcr jedes Objekt den optimalen Betreiber zu finden. Die Wei\u00dfe Wiek kann die TUI beispielsweise sehr viel besser betreiben als wir. Beim Schlosshotel Fleesensee sind wir hingegen der \u00dcberzeugung, dass wir das sehr gut machen.<\/p>\n<p>Derzeit w\u00e4re auch ein guter Zeitpunkt, lmmobilien zu ver\u00e4u\u00dfern. Denken Sie dar\u00fcber nach?<\/p>\n<p>Richter: Wir unterhalten bei unseren Projekten Partnerschaften mit institutionellen Anlegern, die ein langfristiges Anlageziel verfolgen und nicht auf eine kurzfristige Rendite aus sind. Was w\u00fcrden wir zudem machen, wenn alles verkauft ist? Wieder einkaufen, was zurzeit nicht so einfach ist? Solange unsere Projekte eine gute Eigenkapitalrendite abwerfen, ist es sinnvoll, sie zu halten.<\/p>\n<p>Martin Gr\u00e4ber<\/p>\n<p>TRENDS IN DER BADGESTALTUNG<br \/>\nImmer individueller<\/p>\n<p>Auf der diesj\u00e4hrigen lSH, der Weltleitmesse f\u00fcr den Verbund von Wasser und Energie, vom 14. bis 18. M\u00e4rz 2017 stehen die aktuellen Trends in Sachen Individualit\u00e4t in der Badgestaltung im Mittelpunkt. Eine Sonderausstellung namens \u201ePop up my Bathroom\u201d stellt inzwischen zum f\u00fcnften Mal vor, was im Bereich Sanit\u00e4rausstattung in Zukunft angesagt sein wird.<\/p>\n<p>Seit 2009 hinterfragt das Trendforum \u201ePop up my Bathroom\u201d alle zwei Jahre anl\u00e4sslich der ISH im Auftrag der Messe Frankfurt und derVereinigung Deutsche Sanit\u00e4rwirtschaft e.V. (VDS) die Entwicklungen im Bad-Design im Rahmen einer Studie. Installationen, Foto-Inszenierungen und BIog-Beitr\u00e4ge werden zeigen, in welche Richtung sich die Sanit\u00e4rwelten weiterentwickeln k\u00f6nnten. F\u00fcr die ISH 2017 standen die beiden Fragestellungen im Mittelpunkt, was typisch individuell ist und welche Typen individueller B\u00e4der es eigentlich gibt. ln der Sonderschau \u201ePop up my Bathroom\u201d werden auch in diesem Jahr wieder auf der Weltleitmesse f\u00fcr den Verbund von Wasser und Energie die Ergebnisse der Studie vorgestellt. Acht Antworten auf die beiden Fragestellungen sollen die Vielfalt darstellen, wie unterschiedlich Sanit\u00e4rbereiche aussehen k\u00f6nnen. Besucher k\u00f6nnen sich \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der Badplanung informieren und sich von den f\u00fcr die ISH kreierten 3D-Collagen inspirieren lassen. \u201eDas Bad wird zunehmend zu einem Raum mit hoher Aufenthaltsqualit\u00e4t.\u201d So erkl\u00e4rt sich Jens J. Wischmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der VDS, den Trend zu mehr Individualit\u00e4t im Sanit\u00e4rbereich.<\/p>\n<p>Modischer und farbiger<\/p>\n<p>Farben spielen in den Nassbereichen eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Das ist eine sehr einfache Art und Weise, R\u00e4umen einen individuellen Style zu verleihen. Je nach Geschmack k\u00f6nnen mit mehr oder weniger Farbe unterschiedliche Welten geschaffen werden. Das Forum sieht einen deutlichen Trend zu mehr Mode im Bad und kreierte hierf\u00fcr ein pinkes, feminines Gesamtkonzept. Inszeniert wurde ein Fashion-Bathroom in angesagten Rose-T\u00f6nen (1), der neben weiteren 3D-Trend-Modellen auf der ISH 2017 zu sehen sein wird. im Mittelpunkt steht eine frei stehende Badewanne von Bette in der Farbe Rosa, deren Wannenk\u00f6rper ganz klassisch aus Stahl-Email gefertigt ist. Doch die Besonderheit liegt in der Wannensch\u00fcrze: Sie ist wie ein Sofa gepolstert und mit gewebtem, wasser- und klimaresistentem Stoff \u00fcberzogen. Dieser verleiht der Wanne ihren besonderen Look. Der dazu passende Waschtisch feiert auf der diesj\u00e4hrigen ISH seine Premiere.<\/p>\n<p>Laut Trendforum gehen die Zeiten der tristen wei\u00dfen B\u00e4der mit bis zur Decke hochgefliesten Zimmerw\u00e4nden langsam zu Ende und die Aspekte Zeitlosigkeit und Langlebigkeit verlieren allm\u00e4hlich an Bedeutung. Hingegen glaubt das Forum, dass in n\u00e4chster Zeit die Lust am Gestalten und das Bed\u00fcrfnis nach Repr\u00e4sentation immer mehr modische Details ins Badezimmer bringen werden. Von dekorativen Accessoires bis hin zu au\u00dfergew\u00f6hnlichen Boden- und Wandgestaltungen und trendigen M\u00f6beln sind der Individualit\u00e4t bei der Sanit\u00e4rgestaltung keine Grenzen gesetzt. K\u00fcnftig wird in den Badezimmern immer mehr auf Ster und Wohlf\u00fchlatmosph\u00e4re Wert gelegt, und das Thema Farbe wird zunehmend an Bedeutung gewinnen. Auch die Hersteller haben das gemerkt, stellen immer mehr Farbvarianten bereit, und das Sortiment wird immer variantenreicher und komplexer.<\/p>\n<p>Im Jaz Amsterdam (2), das Ende 2015 er\u00f6ffnete, verleihen knallige Orange-T\u00f6ne den Sanit\u00e4rbereichen des Hotels eine individuelle Note. Der optische Fokus liegt auf den farbigen Waschtischen und der frei stehenden Badewanne. Es muss aber nicht immer bunt sein. Auch mediterrane oder skandinavische Stilelemente sowie von der Natur inspirierte Farbgebungen k\u00f6nnen R\u00e4umen das gewisse Etwas verleihen. Innovative Modetrends wie bedruckte Gl\u00e4ser von Duschw\u00e4nden (3) oder Spiegeln (4) sind ebenfalls auf dem Vormarsch.<\/p>\n<p>Comfortable Bathroom<\/p>\n<p>Individuelle Badgestaltung impliziert aber nicht extravagante Ausstattungen oder besonders au\u00dfergew\u00f6hnliche Ideen, sondern laut Trendforum \u201eein in Funktion und Aussehen ganz auf seinen Nutzer und auf die architektonischen Gegebenheiten zugeschnittenes Badezimmer\u201d. Aus dem Bad als reinem Funktionsraum wurden in den letzten Jahren komfortable Wohlf\u00fchlzonen (5). Heutzutage wird immer mehr erwartet, und zwar nicht auf den Luxus bezogen, sondern auf pers\u00f6nliche W\u00fcnsche. Bei der Einrichtung z\u00e4hlt viel mehr der Moment als die Langlebigkeit. Erwartet werden aber nicht nur moderne M\u00f6bel und Hightech-Features bei Wasseranwendungen, Toilette oder Lichtsystemen, sondern auch die ergonomische und individualisierbare Gestaltung von M\u00f6beln, Materialien und Stilelementen gewinnt an Bedeutung. Und der Wunsch nach Identifikation wird immer gr\u00f6\u00dfer. Die Umsetzung in Hotels ist nat\u00fcrlich nicht ganz einfach. Deswegen m\u00fcssen individuelle Konzepte entwickelt werden, die trotzdem die Mehrheit der Leute \u00fcberzeugt. Orte m\u00fcssen inszeniert werden, in denen sich die Leute wohlf\u00fchlen wie in ihrem Zuhause.<\/p>\n<p>Zukunftsweisende Technik<\/p>\n<p>Aber auch die voranschreitende Digitalisierung unterstreicht den Trend zur Individualisierung. Immer facettenreicher werden die Einstellungen bei Armaturen, Licht- und Soundsystemen. Touchpads sind l\u00e4ngst nichts Neues mehr. Sogar in die Spiegel integrierte Fernseher gibt es mittlerweile in einigen 5-Sterne-H\u00e4usern. Und auch die Duschprogramme an sich werden stetig weiterentwickelt. Das zeigt auch der perfektionierte Brausestrahl der Marke Axor von Hansgrohe (6), der f\u00fcr ein luxuri\u00f6ses Duscherlebnis steht und auf der diesj\u00e4hrigen ISH vorgestellt wird. Zudem wurden in den letzten Jahren individuelle Duschprogramme entwickelt, die sich durch das Zusammenspiel von Licht und Wasser auszeichnen. Auch ber\u00fchrungslose Produkte wie spezielle Armaturen haben den Einzug ins Badezimmer bereits gefunden. Ein Beispiel ist \u201eHansamurano X\u201d (7) aus dem Hansa\/Edition-Segment der Hansa Armaturen GmbH. Charakteristisch ist ein breiter, filigraner Wasserschleier, der aus einer vermeintlich schwebenden Fl\u00e4che aus Metall und Glas austritt und mit einem Ann\u00e4herungssensor einschlie\u00dflich Lichtfunktion kombiniert ist. Das Hansa-Produkt ist ber\u00fchrungslos mittels eines Infrarotsensors bedienbar und ein LED-Leuchtband gibt dem Nutzer R\u00fcckmeldung zu seiner Einstellung. Ideengeber ist erneut Bruno Sacco, der auch das Vorg\u00e4ngermodell \u201eHansamurano\u201d entworfen hatte.<\/p>\n<p>Mehr Hygiene im Bad<\/p>\n<p>Auch die hygienischen Verh\u00e4ltnisse spielen im Bad eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Darauf weist die Initiative Blue Responsibility f\u00fcr nachhaltige Sanit\u00e4rl\u00f6sungen hin. Erwartet werden innovative Materialien, die reinigungsfreundlich, aber auch robust sind und f\u00fcr mehr Hygiene im Bad sorgen. Zudem sollen sie Kalkflecken und Schmutzablagerungen entgegenwirken \u2013 ein h\u00e4ufiges Problem in Badezimmern. Hierf\u00fcr eignen sich laut Blue Responsibility glatte, porenfreie und harte Materialien, die f\u00fcr ihre Best\u00e4ndigkeit gegen Schmutz bekannt sind, wie zum Beispiel Stahl-Email. Das Produkt steht f\u00fcr Abrieb-, Kratz- und Schlagfestigkeit und ist als Material f\u00fcr Waschtische, Duschfl\u00e4chen und Badewannen geeignet.<\/p>\n<p>Auf dieses Material setzt auch Kaldewei. Mit dem selbstreinigenden Perl-Effekt bietet der Hersteller f\u00fcr alle Bade- und Duschwannen aus Stahl-Email 3,5 mm eine einfache und praktische L\u00f6sung, die hygienisch und pflegeleicht zugleich ist. Mit 30 Jahren Garantie verspricht Kaldewei, dass der Perl-Effekt Schmutz- und Kalkpartikeln keine Chance l\u00e4sst. Dies erm\u00f6glicht die besondere Email-Oberfl\u00e4che, an der das Wasser abperlt. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist die frei stehende Badewanne \u201eEmerso\u201d von Kaldewei (8) \u2013 die erste Einsitzer-Wanne der Nieisterst\u00fccke-Kollektion. Kennzeichnend sind eine hohe R\u00fcckenschr\u00e4ge und ein in sich gedrehterWannenrand, der den \u00dcbergang zwischen hochgezogener R\u00fcckenlehne und Fu\u00dfbereich bildet. In das Wannendesign ist ein emaillierter, b\u00fcndiger Ablaufdeckel integriert sowie ein dezenter \u00dcberlauf aus Stahl-Email. Die Wanne besitzt eine fugenlose, konische Verkleidung. Das Design stammt von Arik Levy.<\/p>\n<p>Ein weiteres beliebtes Material ist laut der Initiative f\u00fcr nachhaltige Sanit\u00e4rl\u00f6sungen der pflegeleichte und extrem stabile Mineralguss oder der reinigungsfreundliche Werkstoff Varicor, der sehr schlag- und sto\u00dffest ist. Blue Responsibility nennt aber auch spezielle Glasuren und Veredelungen als geeignete Materialien f\u00fcr den Einsatz in Sanit\u00e4rbereichen, da diese Keramikoberfl\u00e4chen verbessern k\u00f6nnen. Laut Keramag entsteht durch die von ihnen entwickelte Keramik-Spezialglasur eine nahezu porenfreie und sehr glatte Oberfl\u00e4che, die schmutzbest\u00e4ndig ist. Waschtische und WCs erhalten damit reinigungsfreundliche Oberfl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Bei den ebenerdigen Duschfl\u00e4chen \u00fcberzeugen in Sachen Hygiene fugenfreie Oberfl\u00e4chen, die durchg\u00e4ngig emailliert und einfach zu reinigen sind. Der Ablauf sitzt in der Regel in der Bodenfl\u00e4che. Anders ist das bei Geberit. Der Hersteller entwickelte einen Ablauf, bei dem das Wasser in die Wand abflie\u00dft (9) und die Bodenfl\u00e4che nicht unterbricht.<\/p>\n<p>Miriam Gla\u00df<\/p>\n<p>hotelbau \u2013 FACHZEITSCHRIFT F\u00dcR HOTELIMMOBILIEN \u2013 ENTWICKLUNG<br \/>\nAusgabe M\u00e4rz\/April 2017<br \/>\nOrt Merching, Deutschland<br \/>\nVerlag http:\/\/www.hotelbau.de\/<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1227,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","dt_portfolio_category":[75],"dt_portfolio_tags":[],"class_list":["post-1226","dt_portfolio","type-dt_portfolio","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","dt_portfolio_category-magazine","dt_portfolio_category-75","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kitzig.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/dt_portfolio\/1226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kitzig.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/dt_portfolio"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kitzig.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/dt_portfolio"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kitzig.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kitzig.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1226"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.kitzig.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/dt_portfolio\/1226\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kitzig.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1227"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kitzig.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"dt_portfolio_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kitzig.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/dt_portfolio_category?post=1226"},{"taxonomy":"dt_portfolio_tags","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kitzig.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/dt_portfolio_tags?post=1226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}