{"id":10356,"date":"2019-06-14T16:07:28","date_gmt":"2019-06-14T14:07:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kitzig.com\/?post_type=dt_portfolio&p=10356"},"modified":"2019-10-30T09:39:45","modified_gmt":"2019-10-30T08:39:45","slug":"faz-ist-das-kunst-oder-nur-deko","status":"publish","type":"dt_portfolio","link":"https:\/\/www.kitzig.com\/es\/presse\/faz-ist-das-kunst-oder-nur-deko\/","title":{"rendered":"Frankfurter Allgemeine Zeitung"},"content":{"rendered":"
Disculpa, pero esta entrada est\u00e1 disponible s\u00f3lo en Ingl\u00e9s Estadounidense<\/a> y Alem\u00e1n<\/a>. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in one of the available alternative languages. 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Das Interesse an Kunst f\u00fcr die eigenen vier W\u00e4nde wachse, so die gemeinsame Erfahrung, die Zeit der Kunstdrucke sei f\u00fcr viele vorbei. \u201eGerade junge Kunden haben einen offenen, aber auch kritischen Blick\u201c, hat Gericke beobachtet.<\/p>\n Das d\u00fcrfte auch an der Digitalisierung liegen: Aktionen wie jene des britischen Streetart-K\u00fcnstlers Banksy, der vergangenes Jahr eines seiner Werke schreddern lie\u00df, nachdem es kurz zuvor f\u00fcr knapp 1,2 Millionen Euro versteigert wurde, verbreiten sich innerhalb k\u00fcrzester Zeit \u00fcber den gesamten Globus und sto\u00dfen Debatten \u00fcber Kunst an. Plattformen wie Instagram nutzen internationale Gr\u00f6\u00dfen der Kunstwelt wie der Chinese Ai Weiwei ebenso wie Nachwuchsk\u00fcnstler. Das gr\u00f6\u00dfere Bewusstsein verst\u00e4rkt den Wunsch, sich Kunst nach Hause zu holen und mit ihr zu leben, statt sie nur and\u00e4chtig im Museum anzuschauen.<\/p>\n Nicht nur in D\u00fcsseldorf wird darauf reagiert: Ende April verloste der Wohnraumvermittler Airbnb eine Nacht im Louvre. Die Gewinner durften einen Abend in dem legend\u00e4ren Pariser Museum verbringen und dessen Sch\u00e4tze einmal ganz anders erleben: Cocktails wurden in Lounge-Sesseln vor der Mona Lisa gereicht, das Dinner an einer Tafel im Midcentury-Stil vor der Venus von Milo serviert, ein Privatkonzert in den R\u00e4umen von Napoleon III. gegeben. Das nur f\u00fcr diese eine Nacht aufgestellte Mobiliar sollte die Werke und die Architektur des Museums erg\u00e4nzen, aber nicht von ihnen ablenken, erl\u00e4utert Sophie Peters von der Londoner Agentur Amplify, die das Projekt realisierte: \u201eWir haben nicht nur die Farbpaletten der Werke in den M\u00f6beln aufgegriffen, sondern auch die Architektur des Museums.\u201c<\/p>\n Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen dabei sei es gewesen, die weltber\u00fchmten Gem\u00e4lde nicht zu Dekoration zu degradieren, sagt Peters. Diesen Balanceakt kennen auch die D\u00fcsseldorfer Galeristinnen. Kurz vor Ausstellungser\u00f6ffnung entschieden sie sich zum Beispiel gegen eine gemusterte Tapete. \u201eDie Kunst kam davor einfach zu wenig zur Geltung. Dabei steht sie auch bei diesem Konzept im Fokus\u201c, sagt Galeristin Gericke.<\/p>\n Erst die Kunst, dann die Einrichtung, dieser Pr\u00e4misse folgt auch der Innendesigner Olaf Kitzig. Mit seinem Unternehmen Kitzig Design Studios, einem der gr\u00f6\u00dften seiner Art in Europa, richtet er nicht nur Hotels und B\u00fcros, sondern auch private H\u00e4user und Apartments ein. Werke passend zum bereits vorhandenen Interieur auszusuchen verleihe ihnen schnell einen dekorativen Charakter, findet Kitzig. Zudem sei Mobiliar weniger langlebig: \u201eEinen Tom Wesselmann h\u00e4nge ich vielleicht nach ein paar Jahren um, aber ich tausche ihn nicht so einfach gegen ein anderes Kunstwerk aus.\u201c Die Hangung und das Ambiente passt Kitzig dem individuellen Habitus und Lebensstil seiner Kunden an. \u201eZu Pop-Art oder surrealistischen Gem\u00e4lden kann eine ganz klassische Einrichtung genauso spannend sein wie schwarzes Parkett oder knallbunte Teppiche.\u201c<\/p>\n Kunst m\u00fcsse nicht teuer sein, um f\u00fcr den Einzelnen Wert zu haben. Und wie ist es mit Werken, die Menschen nur bei sich aufh\u00e4ngen, um ihren Besuch zu beeindrucken? \u201eIch glaube nicht, dass es besonders clever ist, sich in seiner privaten Oase mit Kunstwerken zu umgeben, die man nicht wirklich liebt. Kunst, die nur eine Investition ist, w\u00fcrde ich in den Tresor legen und mich lieber mit etwas umgeben, das ich jeden Tag ansehen m\u00f6chte.\u201c Das k\u00f6nne, m\u00fcsse aber nicht jedem Gast gefallen, sagt Kitzig: \u201eWas der eine sch\u00f6n findet, kann f\u00fcr den anderen verst\u00f6rend sein.\u201c<\/p>\n Kunst ist eine h\u00f6chst subjektive Angelegenheit. Genauso wie Einrichtung. Deshalb planen die D\u00fcsseldorfer Galeristinnen auch nicht, all ihre zuk\u00fcnftigen Ausstellungen dauerhaft um Interieur\u2014 Elemente zu erg\u00e4nzen: \u201eWenn die Einrichtung zu weit vom Geschmack eines Kunden entfernt ist, beschneidet man seine Phantasie wom\u00f6glich\u201c, meint Ariane Schneider-Paffrath. Manchmal muss es eben eine wei\u00dfe Wand sein.[\/vc_column_text]<\/div><\/div>\n\n\t\t\t<\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column el_class=\u00bbpressepdfausgabec\u00bb][vc_column_text el_class=\u00bbpdfpresse\u00bb]PDF<\/a>[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=\u00bbpresseausgabe\u00bb]Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH<\/em> Redakteurin
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\nAusgabe 26. Mai 2019<\/p>\n
\nKatharina Pfannkuch
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