{"id":42108,"date":"2024-01-21T13:45:29","date_gmt":"2024-01-21T12:45:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kitzig.com\/?post_type=dt_portfolio&#038;p=42108"},"modified":"2026-10-21T13:56:03","modified_gmt":"2026-10-21T11:56:03","slug":"heimatmuseum-in-coesfeld-lette","status":"publish","type":"dt_portfolio","link":"https:\/\/www.kitzig.com\/en\/presse\/heimatmuseum-in-coesfeld-lette\/","title":{"rendered":"Heimatmuseum in Coesfeld-Lette"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>MORE\"data-newtitle=\"LESS\"data-icon=\"\"data-newicon=\"\"data-activeicon=\"#333333\"data-effect=\"slideToggle\"data-override=\"0\"data-activetitle=\"#333333\"data-activebg=\"#dbdbdb\"data-img=\"https:\/\/www.kitzig.com\/wp-content\/uploads\/plus-2.png\"data-newimg=\"https:\/\/www.kitzig.com\/wp-content\/uploads\/minus.png\"><div class=\"ult_exp_section-main ult_expleft_icon\">\t<div class=\"ult-just-icon-wrapper ult_exp_icon\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"align-icon \">\n\t\t\t\t\t\t\n<br><span class=\"aio-icon-img  ult_expsection_icon \" style=\"font-size:21px;\" >\n\t<img decoding=\"async\" class=\"img-icon ult_exp_img \" alt=\"null\" src=\"https:\/\/www.kitzig.com\/wp-content\/uploads\/plus-2.png\" \/>\n<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"ult_expheader\" >MORE\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div><div class=\"ult_exp_content \" style=\"background-color:#dbdbdb;  \"><div class=\"ult_ecpsub_cont\" style=\" \" >[vc_column_text css=&#8221;&#8221; el_class=&#8221;pressetext&#8221;]<strong>Der Bestand<\/strong><\/p>\n<p>Der Bestand des Heimatmuseums ist ein sehr typischer: Die Objekte reichen zeitlich bis in die Urgeschichte zur\u00fcck (Gesteine und Fossilien), f\u00fchren seit der Jungsteinzeit (Stein- und Bronzewerkzeuge, Keramik) durch die Jahrtausende bis heute: Historische M\u00f6bel, Einrichtungsgegenst\u00e4nde aller Art, Gebrauchsg\u00fcter und Kleidungsst\u00fccke aus Alltag und Festtagen, Funde flei\u00dfiger Hobbygeologen und aus einigen arch\u00e4ologischen Grabungen, Schenkungen aus aufgel\u00f6sten Handwerksbetrieben, Privath\u00e4usern, H\u00f6fen, Inventar der alten Kirche. Dazu M\u00fcnzen aus 800 Jahren, B\u00fccher (vor allem fromme) und ungez\u00e4hlte Flachware: Dokumente, Karten und Pl\u00e4ne, Presseartikel, Fotos. Es ist eben ein \u201egewachsener Bestand\u201c und keine Sammlung mit klarem Konzept.<\/p>\n<p>Er enth\u00e4lt allerdings einige Unikate und Besonderheiten von hohem wissenschaftlichem und historischem Wert. Der Heimatverein hat einen immensen Teil von mehr als 700 Objekten inventarisiert, beschriftet und in Listen erfasst. Die Herkunft vieler Objekte ist ungewiss, das Wissen aus Jahrzehnten des d\u00f6rflichen Lebens, famili\u00e4ren Erz\u00e4hlungen und b\u00fcrgerschaftlichem Engagement teils l\u00fcckenhaft, teils widerspr\u00fcchlich. Ambitionierte Heimatforscher:innen und auch Fachleute der Regionalgeschichte haben zu spezifischen Themen des Orts publiziert. Alles in allem besitzt das Museum einen reichen Schatz, der nun mit einer neuen Dauerausstellung gehoben wurde.<\/p>\n<p><strong>Die neue Konzeption<\/strong><\/p>\n<p>Aus dem Bestand haben zwei Ausstellungsplanerinnen eine neue Konzeption entwickelt (Rebecca Schm\u00fccker (Kitzig Identities, Lippstadt) und Dr. Anna Lammers, M\u00fcnster). Der Wunsch des Heimatvereins war eine moderne, geordnete und nicht \u00fcberfrachtete Pr\u00e4sentation mit Anbindung an die Gegenwart statt haupts\u00e4chlich historischem Fokus und Anspruch auf \u201em\u00f6glichst viel\u201c. Daf\u00fcr bestand die Bereitschaft, sich von Vielem aus der alten Ausstellung zu trennen \u2013 neben zahlreichen, teils sehr gro\u00dfen Objekten (z.B. einem Beichtstuhl) auch von rund 100 Texttafeln und in die Jahre gekommenen, disparaten Ausstellungsm\u00f6beln. Hinzugekommen ist unter anderem die Rallye \u201eLetter-Entdecker\u201c f\u00fcr Kinder ab 8 Jahren.<\/p>\n<p>Die R\u00e4ume brachten spezifische Anforderungen mit sich: Im Erdgeschoss Mehrfachnutzung und st\u00e4ndiger Zugang, da das Heimathaus praktisch jederzeit f\u00fcr viele Gruppen und Vereine offen ist. Die wesentlichen Ausstellungsr\u00e4ume liegen im Dachgeschoss \u2013 das bedeutet Schr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Die Verteilung der Themen in den R\u00e4umen brauchte eine deutliche Strukturierung und Gewichtung. Daher waren Themen-Inseln mit klarer Wegef\u00fchrung die r\u00e4umliche L\u00f6sung, luftige Raumteiler und farbige Unterscheidungen die gestalterische, starke Fokussierung auf begrenzte Themen und Objekte die inhaltliche.<\/p>\n<p><strong>\u00dcberblick: \u201eDie Geschichte Lettes in 20 Objekten\u201c und \u201eSedimente der Sammlung\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Vielfalt und Masse des Bestands sollte dennoch in einem Querschnitt angedeutet werden. Deshalb begr\u00fc\u00dfen jetzt zwei Konzentrate die G\u00e4ste: Zum einen zeigen \u201eSedimente\u201c quasi Ablagerungen des Bestands, zum anderen sind dem gegen\u00fcber zehn Objektpaare mit Bezug zur Ortsgeschichte zusammengestellt. In einer neuen Medienstation k\u00f6nnen die G\u00e4ste au\u00dferdem durch einen Zeitstrahl klicken, Bilder und Hintergrundinformationen w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Den \u00dcbergang zur Ausstellung im Dachgeschoss begleiten Fun Facts und pers\u00f6nliche \u201eSch\u00e4tzken\u201c von Letteraner:innen. <\/p>\n<p><strong>Ausstellungseinheiten: Geschichte und Spezialthemen<\/strong><\/p>\n<p>Oben er\u00f6ffnet sich dann die reichhaltige Ortsgeschichte mit der Aufteilung auf die fr\u00fche Geschichte, die NS-Zeit und die Jahrzehnte davor und danach, sowie die Religion und das Thema Heimatforschung.<\/p>\n<p>Das Gl\u00fcck wollte es, dass zu jedem Thema neueste arch\u00e4ologische und historische Forschung vorliegt, Exponate mit gro\u00dfen Geheimnissen und Legenden auftauchten, oder pers\u00f6nliche Zeugnisse an den Verein herangetragen wurden, wie die Lebenserinnerungen eines Bauern, an der sich vom ausgehenden 19. Jahrhundert \u00fcber das fr\u00fche 20. Jahrhundert schlie\u00dflich die NS-Geschichte Lettes konkret und weit auff\u00e4chern l\u00e4sst; zu dieser Geschichte wurden eigens Illustrationen erstellt und ein H\u00f6rspiel produziert. Zitate des Bauern konnten sogar noch von dessen Sohn (heute 88 Jahre alt) eingesprochen werden. Solche Sch\u00e4tze bereichern den historischen Teil der Ausstellung und machen die Geschichte und ihre Erforschung lebendig, anschaulich und konkret fassbar. Ebenfalls ein gl\u00fccklicher Umstand war die relativ gro\u00dfz\u00fcgige Planungszeit: Sie erlaubte gr\u00fcndliche Recherchen zu einigen Sachverhalten sowie die Instandsetzung und Erforschung zentraler Exponate.<\/p>\n<p>Die historisch dichten Inhalte werden vielgestaltig vermittelt und in Ebenen sortiert: Wo Text erforderlich ist, gibt es in ansprechender Gestaltung die relevanten ersten Informationen zum Thema, in Ausz\u00fcgen und Registern sind Hintergrundinformationen und Details zur Vertiefung eingebaut.<\/p>\n<p><strong>Das heutige Lette: Hands-on!<\/strong><\/p>\n<p>Im zweiten Raum liegt der Fokus vor allem auf dem Leben im Lette heute, lebhaft und unkonventionell in der Gestaltung. Er bindet die G\u00e4ste immer wieder interaktiv ein: Hands-on! Die Vernetzung der Menschen, ihre Wege und ihre Lieblingspl\u00e4tze im Ort und eine Videostation mit Wildtieraufnahmen bieten einige Erkenntnisse. Das Thema \u201eSchule\u201c geht weg von der klassischen Aufstellung einer historischen Schulklasse. Viele G\u00e4sten d\u00fcrften u.a. die Bildungsziele durch die Jahrhunderte und einige Details zum Alltag der Lehrkr\u00e4fte \u00fcberraschen. Eine kritische Reflexion des Begriffs \u201eHeimat\u201c ist ebenfalls in diesem Raum platziert.<\/p>\n<p><strong>Plastische Stillleben<\/strong><\/p>\n<p>Im dritten und letzten Raum erwartet die G\u00e4ste eine Pr\u00e4sentation einiger Handwerke (Holz- und Lederschuhmacherei, B\u00e4ckerei, Leinenweberei), der Arbeit auf einem Hof und in der b\u00e4uerlichen K\u00fcche. Jeweils in einem eigenen, durch die luftigen Raumteiler umfassten Kabinett und inspiriert von niederl\u00e4ndischen Stillleben des 17. Jahrhunderts sind Werkzeuge und M\u00f6bel aus originalen Letter Werkst\u00e4tten und Betrieben inszeniert, und das so frisch und gegenw\u00e4rtig, als habe dort jemand gerade noch gearbeitet. Nicht exotische und kostbare Objekte wirken hier, sondern die Ger\u00e4tschaften des Alltags. Im liebevollen Arrangement wird ihr fr\u00fcherer hoher Wert f\u00fcr die Menschen erahnbar und gew\u00fcrdigt. Ebenfalls inspiriert von niederl\u00e4ndischen Stillleben bildet ein fulminantes Buquet aus heimischen Blumen aus Feld und Flur den sinnlichen Abschluss.<br \/>\n[\/vc_column_text]<\/div><\/div>\n\n\t\t\t<\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column el_class=&#8221;pressepdfausgabec&#8221;][vc_column_text css=&#8221;&#8221; el_class=&#8221;pdfpresse&#8221; bb_tab_container=&#8221;&#8221;]<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.kitzig.com\/wp-content\/uploads\/MM55_07_10_Heimatmuseum_Lette.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF<\/a><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;&#8221; el_class=&#8221;presseausgabe&#8221;]<\/p>\n<p>\nMAGAZIN MUSEUM.DE<br \/>Ausgabe 55<br \/>Ort Xanten<br \/>Herausgeber Dipl.-Inf. (TU) Uwe Strauch <a href=\"https:\/\/www.museum.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.museum.de\/<\/a><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<p><\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in DE. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language. [vc_row][vc_column el_class=&#8221;presseeinleitung&#8221;][vc_column_text css=&#8221;&#8221; el_class=&#8221;pressetext&#8221;] Das Heimatmuseum in Coesfeld-Lette Das Museum zeigt sich in neuem Glanz nach zweij\u00e4hriger Modernisierungsphase. 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