{"id":41403,"date":"2024-09-07T16:09:23","date_gmt":"2024-09-07T14:09:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kitzig.com\/?post_type=dt_portfolio&#038;p=41403"},"modified":"2026-04-28T16:27:15","modified_gmt":"2026-04-28T14:27:15","slug":"juwelier-der-zukunft","status":"publish","type":"dt_portfolio","link":"https:\/\/www.kitzig.com\/en\/presse\/juwelier-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Juwelier der Zukunft"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>MORE\"data-newtitle=\"LESS\"data-icon=\"\"data-newicon=\"\"data-activeicon=\"#333333\"data-effect=\"slideToggle\"data-override=\"0\"data-activetitle=\"#333333\"data-activebg=\"#dbdbdb\"data-img=\"https:\/\/www.kitzig.com\/wp-content\/uploads\/plus-2.png\"data-newimg=\"https:\/\/www.kitzig.com\/wp-content\/uploads\/minus.png\"><div class=\"ult_exp_section-main ult_expleft_icon\">\t<div class=\"ult-just-icon-wrapper ult_exp_icon\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"align-icon \">\n\t\t\t\t\t\t\n<br><span class=\"aio-icon-img  ult_expsection_icon \" style=\"font-size:21px;\" >\n\t<img decoding=\"async\" class=\"img-icon ult_exp_img \" alt=\"null\" src=\"https:\/\/www.kitzig.com\/wp-content\/uploads\/plus-2.png\" \/>\n<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"ult_expheader\" >MORE\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div><div class=\"ult_exp_content \" style=\"background-color:#dbdbdb;  \"><div class=\"ult_ecpsub_cont\" style=\" \" >[vc_column_text css=&#8221;&#8221; el_class=&#8221;pressetext&#8221; bb_tab_container=&#8221;&#8221;]<\/p>\n<p>\n<em>Herr Kitzig, Sie haben in den vergangenen Jahren mehrere Juweliere gestaltet \u2013 etwa <a class=\"blackfont\" href=\"\/grimaldo-firenze-italy\/\">Grimaldo in Florenz<\/a>, <a class=\"blackfont\" href=\"\/juwelier-jasper-paderborn\/\">Jasper in Lippstadt<\/a>, <a class=\"blackfont\" href=\"\/juwelier-laufer-minden\/\">Laufer in Minden<\/a> oder <a class=\"blackfont\" href=\"\/juwelier-vogl-aachen\/\">Vogl in Aachen<\/a>. Was ist aus Ihrer Sicht die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung im Ladenbau dieser Branche?<\/em><\/p>\n<p>Olaf Kitzig: Die wichtigste Frage ist: Wof\u00fcr steht dieses Haus eigentlich? Bevor wir \u00fcberhaupt \u00fcber Design sprechen, machen wir eine umfassende Analyse. Wir schauen uns an, welche Zielgruppen angesprochen werden, welche Marken vertreten sind, welche Kernkompetenzen vorhanden sind \u2013 und vor allem, wer hinter dem Gesch\u00e4ft steht. Wir analysieren also den Ist-Zustand und fragen: Wo steht das Unternehmen heute und wo will es hin? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, beginnen wir mit dem Design.<\/p>\n<p><em><br \/>Sie sprechen h\u00e4ufig von der \u201eDNA eines Gesch\u00e4fts\u201c. Was meinen Sie damit?<\/em><\/p>\n<p>Die DNA entsteht aus mehreren Faktoren. Nat\u00fcrlich geh\u00f6ren Marken und Standort dazu, aber ganz entscheidend sind die Menschen: die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und das Team im Laden. Wir versuchen herauszufinden, welche Haltung sie haben und was sie ausstrahlen m\u00f6chten. Daraus entwickeln wir eine Designsprache. Deshalb sehen Projekte von uns auch v\u00f6llig unterschiedlich aus \u2013 Grimaldo und Laufer etwa haben gestalterisch kaum etwas gemeinsam, obwohl beide Juweliere sind. Jedes Konzept wird individuell aus der DNA des Hauses entwickelt.<\/p>\n<p><em>Viele Juweliere haben gro\u00dfe Konzessionen wie Rolex oder Omega. Wie kann ein Gesch\u00e4ft trotzdem unverwechselbar bleiben?<\/em><\/p>\n<p>Genau da liegt die Herausforderung. Markenfl\u00e4chen werden meist von den Herstellern selbst geplant und gebaut. Unsere Aufgabe ist es, trotzdem die eigene Identit\u00e4t sichtbar zu machen. Der Kunde soll nicht nur sagen: \u201eIch habe eine Rolex gekauft\u201c, sondern: \u201eIch habe diese Rolex bei Laufer gekauft.\u201c Diese Verbindung zwischen Marke und H\u00e4ndler ist entscheidend. Deshalb versuchen wir auch, die Besonderheiten eines Hauses sichtbar zu machen \u2013 etwa Uhrmacher oder Goldschmiede im Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p><em>Beim neuen Gesch\u00e4ft von Juwelier Laufer lautet das Motto \u201eWillkommen bei Freunden\u201c. Wie \u00fcbersetzt man so einen Gedanken in Architektur?<\/em><\/p>\n<p>Das beginnt nicht mit M\u00f6beln oder Materialien, sondern mit der Wegf\u00fchrung \u2013 also der sogenannten Client Journey. Wir \u00fcberlegen zuerst: Wie kommt der Kunde hinein, was oder wen sieht er zuerst, wie schaffe ich schnell ein L\u00e4cheln und einen Blickkontakt? Bei Laufer etwa entsteht der erste Eindruck durch einen Empfangstresen aus Bruchsteinen des alten Geb\u00e4udes und eine Sitzinsel. Man soll nicht das Gef\u00fchl haben, einen Luxustempel zu betreten, sondern einen Ort, an dem man willkommen ist.<\/p>\n<p><em>Viele neue Juweliergesch\u00e4fte wirken heute fast wie Wohnzimmer \u2013 mit Lounge, Kaffeebar oder sogar Cocktailbar. Ist das ein bewusster Trend?<\/em><\/p>\n<p>Ja, denn der klassische Laden mit strenger Trennung zwischen Verk\u00e4ufer und Kunde funktioniert heute nicht mehr. Ziel ist ein offenes Konzept ohne Schwellenangst. Dazu geh\u00f6ren unterschiedliche Sitzm\u00f6glichkeiten \u2013 hohe, niedrige oder loungeartige Pl\u00e4tze \u2013, damit Kunden je nach Situation w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Und nat\u00fcrlich auch ein sichtbarer Servicebereich, in dem Kaffee oder Getr\u00e4nke angeboten werden. Wichtig ist dabei: Die Qualit\u00e4t muss stimmen und zum Anspruch des Hauses passen.<\/p>\n<p><em>Zunehmend werden Juweliergesch\u00e4fte auch f\u00fcr Events genutzt. Muss man solche Szenarien schon bei der Planung mitdenken?<\/em><\/p>\n<p>Unbedingt. Heute kaufen viele Kunden im Rahmen von Veranstaltungen oder Kundenabenden. Deshalb m\u00fcssen R\u00e4ume flexibel nutzbar sein. Ein gutes Konzept erm\u00f6glicht es, mit wenigen Handgriffen Fl\u00e4che umzubauen und mehrere G\u00e4ste gleichzeitig zu empfangen. Wenn sich die Menschen wohlf\u00fchlen, entsteht automatisch eine besondere Atmosph\u00e4re. So bleibt am Ende nicht nur ein sch\u00f6nes Schmuckst\u00fcck, sondern auch die Erinnerung an einen tollen Abend in besonderer Umgebung, die zum Wiederkommen einl\u00e4dt.<\/p>\n<p><em>Ein weiteres Thema ist Nachhaltigkeit. Welche Rolle spielt sie im Interior Design?<\/em><\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Rolle \u2013 und zwar schon lange. Wir arbeiten m\u00f6glichst mit regionalen Materialien und vermeiden beispielsweise Tropenh\u00f6lzer. Die gr\u00f6\u00dfte Nachhaltigkeit ist jedoch langlebiges Design. Fr\u00fcher wurde nach einigen Jahren alles herausgerissen und neu gebaut. Heute planen wir Konzepte so, dass sie sich sp\u00e4ter mit wenigen Eingriffen ver\u00e4ndern lassen \u2013 etwa durch neue Farben, M\u00f6bel oder Dekorelemente.<\/p>\n<p><em>Gerade bei Schmuck spielt Licht eine entscheidende Rolle. Wie wichtig ist die Beleuchtung?<\/em><\/p>\n<p>Licht ist eines der wichtigsten Elemente \u00fcberhaupt. Mit schlechtem Licht kann man die beste Architektur ruinieren. Beim Juwelier kommt hinzu, dass Gold, Silber und Edelsteine eine sehr pr\u00e4zise Beleuchtung ben\u00f6tigen. Gleichzeitig muss sich der Kunde wohlf\u00fchlen. Deshalb arbeiten wir mit unterschiedlichen Lichtzonen \u2013 zum Beispiel f\u00fcr Loungebereiche, Beratungstische oder \u00adVitrinen.<\/p>\n<p><em>Was sollten Juweliere heute unbedingt \u00fcberdenken, wenn sie ihr Gesch\u00e4ft zukunftsf\u00e4hig machen wollen?<\/em><\/p>\n<p>Man muss bereit sein, Gewohnheiten zu hinterfragen. Viele Juweliere hatten jahrzehntelang eine sehr gute Zeit und mussten wenig investieren. Heute ist der Markt schwieriger geworden. Deshalb braucht es ganzheitliche Konzepte \u2013 und den Mut, Dinge anders zu machen. Wir entwickeln Gesch\u00e4fte heute nicht mehr nur f\u00fcr die Generation der heutigen Inhaber, sondern auch f\u00fcr die Kunden von morgen. Wer offen bleibt und mit der Zeit geht, hat auch im station\u00e4ren Handel weiterhin beste Chancen.<\/p>\n<p>5 Thesen f\u00fcr den Juwelier der Zukunft von Olaf Kitzig<\/p>\n<p>DIE EIGENE DNA IST WICHTIG<br \/><small>EIN JUWELIER DARF SICH NICHT HINTER MARKEN VERSTECKEN. KUNDEN M\u00dcSSEN DAS HAUS SELBST ERKENNEN UND EMOTIONAL MIT IHM VERBINDEN.<\/small><\/p>\n<p>DER FAKTOR MENSCH ENTSCHEIDET<br \/><small>DIE PERS\u00d6NLICHKEIT VON INHABER UND TEAM PR\u00c4GT DAS LADENKONZEPT. DESIGN ENTSTEHT AUS DIESER HALTUNG \u2013 NICHT AUS TRENDS.<\/small><\/p>\n<p>WELCOME STATT HEMMUNG<br \/><small>OFFENE R\u00c4UME, LOUNGE\u00adBEREICHE UND SICHTBARER SERVICE SCHAFFEN EINE ATMOSPH\u00c4RE, IN DER KUNDEN SICH WIE BEI FREUNDEN F\u00dcHLEN.<\/small><\/p>\n<p>ERLEBNIS SCHL\u00c4GT PRODUKT<br \/><small>EVENTS, BEGEGNUNGEN UND HANDWERK IM LADEN MACHEN DEN BESUCH ZUM ERLEBNIS \u2013 DER VERKAUF FOLGT OFT GANZ NEBENBEI.<\/small><\/p>\n<p>MUT ZUR VER\u00c4NDERUNG<br \/><small>DER MARKT VER\u00c4NDERT SICH SCHNELL. WER ERFOLGREICH BLEIBEN WILL, MUSS KONZEPTE REGELM\u00c4SSIG HINTERFRAGEN UND AUCH NEUE WEGE AUSPROBIEREN.<\/small><\/p>\n<p>[\/vc_column_text]<\/div><\/div>\n\n\t\t\t<\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column el_class=&#8221;pressepdfausgabec&#8221;][vc_column_text css=&#8221;&#8221; el_class=&#8221;pdfpresse&#8221; bb_tab_container=&#8221;&#8221;]<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.kitzig.com\/wp-content\/uploads\/058-061_GZ0426_LB2_Laufer_jr_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF<\/a><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;&#8221; el_class=&#8221;presseausgabe&#8221; bb_tab_container=&#8221;&#8221;]<\/p>\n<p>GZ &#8211; <em>Goldschmide Zeitung<\/em><br \/>\nAusgabe 4 | 2026<br \/>\nOrt Hamburg, Deutschland<br \/>\nVerlag <a href=\"https:\/\/www.gz-online.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.gz-online.de\/<\/a><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<p><\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in DE. 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